Las Vegas nach dem Massenmord Die Tragweite der Tragödie
Trauer in Las Vegas: Nach dem Massenmord in Las Vegas rätseln die Ermittler noch immer über die Hintergründe dieses Angriffs. "Wir haben immer noch kein klares Motiv oder einen Grund, warum", sagte Kevin McMahill von der Polizei.
Holzkreuze mit den Namen der Opfer: Die Beamten haben die Bevölkerung nun auf Schautafeln um Hinweise auf mögliche Motive des 64-jährigen Täters gebeten. "Wenn Sie etwas wissen, sagen Sie es", heißt es auf Schildern, auf denen eine Telefonnummer der US-Bundespolizei FBI angegeben ist.
Zwei Frauen in Trauer: Eine für dieses Wochenende geplante Waffenschau im Eastside Cannery Casino Hotel in Las Vegas sagten die Organisatoren ab.
Rote Las-Vegas-Schleife im Sam-Boyd Stadion: Auch im Sport ist die Betroffenheit nach Stephen C. Paddocks Bluttat groß. Aus einer Suite im 32. Stock eines Hotels hatte er auf Besucher eines Konzerts gefeuert und mindestens 58 Menschen erschossen.
Vor dem Eishockeyspiel der Las Vegas Golden Knights gegen die Dallas Stars im US-Bundesstaat Texas stellten sich die Dallas-Spieler für die Nationalhymne hinter das NHL-Team aus Las Vegas, um ihre Solidarität auszudrücken.
Bei seinem Massenmord schoss Stephen C. Paddock auch auf einen großen Treibstofftank am nahegelegenen McCarran-Flughafen. Eine Kugel durchschlug laut einem Flughafensprecher die Außenhaut, löste aber keinen Brand aus.
Ein weiteres Projektil blieb in der Hülle des etwa zur Hälfte gefüllten Behälters stecken. Dass Paddock die Treibstofftanks am Flughafen mit seiner Schusswaffe traf, bedeutete aber nur eine geringe Gefahr: Der Sprit ist nur schwer durch Kugeln zu entflammen. "Man muss schon ein Amateur-Terrorist sein, um daran zu glauben", sagte auch Luftfahrtexperte Mike Boyd laut "Las Vegas Review-Journal".
Bereits bei der Einfahrt in die Kasinostadt wird der Zusammenhalt beschworen: Laut Ermittlern gibt es nach wie vor keine Hinweise auf eine Verbindung des Schützen zu islamistischen Terrorgruppen.
Erinnerungswand in Las Vegas: Selbst die National Rifle Association (NRA) zeigte sich zu einem (kleinen) Zugeständnis bereit: Ein Verkaufsverbot für sogenannte Bump Stocks solle geprüft werden, mit der halbautomatische zu vollautomatischen Waffen umgerüstet werden können.
Die Toten wird das nicht wieder lebendig machen.