Fotostrecke Quakende Bio-Waffe
Hier sehen Sie Laufenten. Die Tiere zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie nicht watscheln. Diese besondere Entenschaar, die in Stellenbosch, Südafrika, zu Hause ist, hat außerdem einen Job.
Morgens um 9.45 beginnt ihr Arbeitstag.
Mehr als tausend Laufenten...
...arbeiten auf dem Weingut Vergenoegd in der Nähe von Kapstadt.
Morgen für Morgen werden sie von einem Hirten...
...vorbei am Haupthaus des Weinguts...
...zu den Reben getrieben.
Dort machen Sie sich auf die Jagd nach Schnecken. Diese sind in der Region die zweitgrößte Gefahr für eine gute Traubenernte nach Pilzbefall.
"Bevor wir die Enten hatten", sagt die Winzerin Marlize Jacobs, "mussten wir Pestizide benutzen. In den letzten neun Jahren konnten wir fast vollständig auf zusätzliche Gifte verzichten."
Tag für Tag befreit die Entenarmee so eine Fläche von maximal einem Hektar von den Schädlingen. Nach getaner Arbeit gehen die Enten dann zum See und...
...plantschen ein wenig in ihrem Wellness-Weiher. Das einzige Problem der Öko-Schädlingsbekämpfung: Auf einer ähnlich großen Farm kostet der Kampf gegen die Schneckenplage mit Gift etwa 50.000 Rand (rund 3200 Dollar) pro Saison. Die Haltung der Enten schlägt mit etwa 30.000 Rand pro Monat zu Buche.
Dafür muss das Weingut nur noch so wenige Chemikalien einsetzen, dass diese nicht mehr auf den Etiketten deklariert werden müssen.
Und die Enten? Werden dafür in sicheren Gehegen gehalten und bekommen reichlich Getreide - als Ausgleich für Ihre Schneckendiät.