Learjet kollidiert mit "Eurofighter" "Solche Übungen sind Routine"
Über dem Sauerland ist ein Learjet mit einem "Eurofighter" kollidiert und abgestürzt. Einer von zwei Insassen des Learjets wurde bereits tot aufgefunden.
Archivbild eines "Eurofighters" und eines Learjets: Zwei "Eurofighter" sollten bei der Übung am Montag einen Learjet zum nächsten Flugplatz begleiten. Doch dieser kollidierte mit einer der beiden Bundeswehrmaschinen und stürzte ab. Solche luftpolizeilichen Übungen sind Routine, sie werden bundesweit mehrfach in der Woche durchgeführt, sagt Oberst Michael Kötting von der Luftwaffe.
Teile des abgestürzten Learjets: Inzwischen haben Experten die Daten-Rekorder des Learjets gefunden, die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat ihre Untersuchungen aufgenommen. Ersten Erkenntnissen der Luftwaffe zufolge krachte der Learjet in einer Linkskurve in eines der beiden ihn begleitenden Kampfflugzeuge.
Ein Wrackteil des Learjets liegt auf der Ladefläche eines Abschleppwagens bei Altenfeld in Nordrhein-Westfalen, nahe der Absturzstelle.
Auf einer Wiese bei Elpe wurden auch Flugzeugunterlagen gefunden.
Ein Ermittler des Landeskriminalamts sucht an der Absturzstelle nach Trümmerteilen.
Trümmerteile auf der Fahrbahn: Die Kollision im Sauerland ist das erste Unglück dieser Art im deutschen Luftraum seit zehn Jahren. Im April 2004 waren nahe St. Peter-Ording zwei Tornado-Jets der Luftwaffe während eines Formationsflugs zusammengestoßen und abgestürzt.
Zum Unglückszeitpunkt befanden sich beide Maschinen in drei bis fünf Kilometer Höhe über einem Waldstück bei Olsberg-Elpe in Nordrhein-Westfalen.
Bei dem Unglück starb mindestens eine Person. Nahe der schwer zugänglichen Absturzstelle seien Leichenteile gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher. Es handelt sich demnach vermutlich um einen der beiden Insassen der Zivilmaschine.
Polizisten im sauerländischen Altenfeld: An der Untersuchung der Unglücksursachen sind auch der General Flugsicherheit der Bundeswehr sowie die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung beteiligt.
Dass in dem kleinen Ort Elpe niemand verletzt wurde, ist ein Glücksfall: Die Absturzstelle befindet sich nur wenige Meter hinter dem Ortsausgang.