Leben in den USA - DER SPIEGEL
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USA Zwei Jahre Suburbia

Zwei Jahre war Veit Medick US-Korrespondent für SPIEGEL ONLINE. Mit seiner Familie lebte er in einem Vorort von Washington DC. Er lernte dort viel über die Psyche Amerikas - und über Deutschland.
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Highland Avenue in Bethesda, Maryland: Zwei Jahre lebte Veit Medick als Korrespondent in dem Washingtoner Vorort. Für ihn war es eine schöne, hin und wieder aber auch irritierende Erfahrung.

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Hauptsache sauber: In Bethesda herrscht schon eine mittlere Krise, wenn ein Hundehaufen auf der Straße zu finden ist. Die Sauberkeit kann angenehm sein, hat aber auch etwas Unechtes.

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Wo sind nur die Leute? Was in amerikanischen Vorstädten auffällt: Es ist niemand auf der Straße. Selbst die Kinderspielplätze sind häufig leer. Man fühlt sich mitunter wie in einer Filmkulisse.

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Donald Trump, die Ungerechtigkeit, die Schulden in China, die Angst vor der Globalisierung - viele glauben, Amerika gehe den Bach runter. Tatsächlich ließ das Land auch SPIEGEL-ONLINE-Redakteur Medick teilweise verzweifeln. Aber er sah auch die andere Seite der USA. Die Bereitschaft, stets alles infrage zu stellen und ganz neu anzufangen, verleiht dem Land eine besondere Kreativität und Wandelbarkeit.

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Und diese Bereitschaft ist vielerorts zu beobachten - im Großen, wie im Kleinen. An dieser Stelle in Bethesda stand bis zum Januar 2016 ein altes Haus. Dann kam plötzlich der Bulldozer. Innerhalb von 60 Minuten war es weg. Innerhalb von acht Wochen stand das neue Haus. Die "Wir-machen-manchmal-einfach-alles-ganz-neu"-Mentalität ist bewundernswert.

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Aber sie kann auch gefährlich enden. Hillary Clinton war in gewisser Weise ein Opfer dieser Mentalität. Die Demokratin war zu lange im Geschäft. Die Aussicht, sie könne Präsidentin werden, langweilte offenkundig viele Wählerinnen und Wähler. Jetzt residiert Donald Trump im Weißen Haus.

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