Lebensbornkinder - DER SPIEGEL
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Lebensbornkinder Heim im Reich

Als Hermann Lüdeking nach seiner Kindheit zu suchen begann, war er schon Rentner. Mit ein paar Akten, einer Geburtsurkunde und wenigen Erinnerungen machte er sich 1990 auf den Weg nach Polen. Was er fand, war die Geschichte seines Lebens - und das Schicksal eines Himmler-Heims.
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Geraubte Kinder: Himmlers Lebensborn e.V. sollte dem deutschen Volk "rassisch wertvollen" Nachwuchs sichern. In diesem Zusammenhang war die Organisation auch an den sogenannten Eindeutschungsaktionen der Nationalsozialisten beteiligt. Kinder wie Hermann Lüdeking wurden aus den besetzten Gebieten entführt und an Pflegefamilien im Deutschen Reich übergeben. Das Bild zeigt Stubenwagen auf der Terrasse eines Lebensbornheims mit einer Pflegeschwester unter einer SS-Fahne.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 146-1973-010-011
Zum digitalen Bildarchiv des Bundesarchivs

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Unter nationalsozialistischer Obhut: SS-Arzt Dr. Kern mit einer unbekannten Frau und zwei Kindern im Lebensborn-Heim "Harz".

Foto aus dem Buch von Volker Koop: "Dem Führer ein Kind schenken. Die SS-Organisation Lebensborn e.V.", Böhlau 2007.

Foto: Lebensspuren e.V.
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Suche nach der Vergangenheit: In diesem Kinderheim im ehemaligen Bruckau/Warthegau in Polen sollte Hermann Lüdeking geboren worden sein. Später stellte sich heraus, dass dort gar keine Geburten stattgefunden hatten. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1992.

Foto: Hermann Lüdeking
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Lebensbornkinder: Hermann Lüdeking (Mitte) mit anderen ehemaligen Lebensbornkindern bei einem Treffen in Lodz in Polen im Jahr 2001.

Foto: Hermann Lüdeking
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Heilgrüße aus Steinhöring: Eine Postkarte mit dem Mütterheim "Hochland" des Vereins Lebensborn e.V. in Steinhöring. Über dem Dach steht eine stilisierte Sonne mit Hakenkreuz.

Foto: Heimatverein Steinhöring
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Mütterhäuser: Auf dem SS-Kalender-Blatt von 1938 sind die Mutterhäuser des Vereins Lebensborn zu sehen: Steinhöring in Bayern und Klosterheide bei Lindow in der Mark. Die Einrichtungen waren Anlaufstellen für ledige, schwangere Frauen.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 146-1973-008-10
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Entbindungszimmer: Insgesamt etwa 11.000 Kinder wurden zwischen 1935 und 1945 in Lebensborn-Einrichtungen geboren. Genaue Zahlen liegen jedoch nicht vor. Viele Unterlagen wurden nach Kriegsende vernichtet.

Signatur im Bundesarchiv: B 145 Bild-F051638-0063
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Babystation: Säuglingszimmer mit Stubenwagen und Wickeltisch in einem Haus des Vereins Lebensborn.

Signatur im Bundesarchiv: B 145 Bild-F051638-0061
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Operationssaal: Kinder aus den besetzten Gebieten wurden von Ärzten des Lebensborn e.V. daraufhin geprüft, ob sie "rassisch einwandfrei" waren. Wenn sie den Rassevorstellungen der Nationalsozialisten entsprachen, wurden sie vom Lebensborn e.V. "eingedeutscht".

Signatur im Bundesarchiv: B 145 Bild-F051638-0065
Zum digitalen Bildarchiv des Bundesarchivs

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Taufzeremonie: Ein SS-Mann vollzieht die bei einer Geburt im Lebensbornheim übliche "Namensgebungszeremonie". Das Taufkind liegt vor einer Hakenkreuzfahne.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 146-1969-062A-64
Zum digitalen Bildarchiv des Bundesarchivs

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Vor Gericht: Gregor Ebner war seit 1937 ärztlicher Leiter aller Lebensborn-Heime. Am 10. März 1948 wurde Ebner in Nürnberg im Prozess "Rasse- und Siedlungshauptamt" (RuSHA) allein der SS-Mitgliedschaft für schuldig befunden.

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Arische Familienidylle: Mutter mit zwei Mädchen und einem Jungen in HJ-Uniform, aus: SS-Leitheft 9/2 Februar 1943.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 146-1973-010-31
Zum digitalen Bildarchiv des Bundesarchivs

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Bad Polzin: Das ehemalige Kurhaus "Luisenbad" war dem Lebensborn e.V. von der Stadt Polzin übergeben worden. Viele andere Häuser waren durch Enteignung der jüdischen Bewohner in den Besitz des Lebensborn-Vereins übergegangen.

Foto: Hermann Lüdeking
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Lebensbornheim Kohren-Salish: Hier wurde Hermann Lüdeking im Dezember 1942 von seiner Pflegemutter abgeholt. Als Kind war er in den Lebensbornheimen in Oberweis, Bruckau (Bruckow), Lizmanstadt (Lodz), Posen (Poznan), Kalisch, Bad Polzin und Kohren-Sahlis untergebracht.

Foto: Hermann Lüdeking
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Gemeinsam auf Identitätssuche: Halina Kurek war wie Hermann Lüdeking in Lemgo von Pflegeeltern aufgenommen worden.

Foto: Hermann Lüdeking
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Lüdekings Geburtsurkunde: Das Standesamt "L" München war während der Nazi-Zeit für Angelegenheiten von Himmlers Lebensborn-Verein zuständig.

Foto: Hermann Lüdeking
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Ideologische Früherziehung: Das ehemalige Kinder- und Erziehungsheim des NS-Vereins Lebensborn in Lodz, Polen.

Foto: Hermann Lüdeking
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Treffen: Hermann Lüdeking bei einem Treffen 2001 in Lodz mit fünf Frauen, die als Kinder während des "Dritten Reichs" in das Heim im badischen Achern geschickt worden waren.

Foto: Hermann Lüdeking
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