Lech Walesa zum Mauerfall "Angefangen hat alles in Danzig"
Lech Walesa: Der frühere Solidarnosc-Führer Walesa in Warschau am 12. Dezember 2006. Der Mauerfall habe schöne Bilder produziert, aber alles habe in den Danziger Schiffswerften begonnen.
Wahlkampf in Warschau: Auf Plakatwänden in Warschau lächelt während des Wahlkampfes 1995 der polnische Präsident Lech Walesa - der dem Ex-Kommunisten Alexander Kwasniewski gleichwohl unterlag.
Walesa wählen: Eine Straßenbahn mit Solidarnosc-Schriftzug fährt am 13. Mai 1989 durch Warschau. Der Slogan lautet "Wähle Solidarität - Lech Walesa".
Nobelpreisträger: Lech Walesa in seiner Wohnung in Danzig am 10. Oktober 1983, dem Tag der Verleihung des Friedensnobelpreis an den Solidarnosc-Führer. Weil Walesa fürchten musste, nicht nach Polen zurückkehren zu dürfen, nahmen seine Frau Danuta und sein ältester Sohn Bogdan den Preis in Oslo entgegen.
Siegessicherer Walesa: Der Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft Solidarnosc, Lech Walesa, zeigt am 7. Mai 1989 während einer Wahlveranstaltung in Plock nordwestlich von Warschau das Victory-Zeichen. Nach dem Kollaps des Kommunismus in Polen war Walesa war von 1990 bis 1995 Staatspräsident des Landes.
Ein großer Moment: Nachdem mehrere Streikwellen Polen überrollt hatten, stimmte die Regierung Anfang 1989 Verhandlungen mit der Opposition am Runden Tisch zu, der zum ersten Mal am 6. Februar 1989 tagte. Als Ergebnis der Verhandlungen fanden am 4. Juni 1989 halbfreie Wahlen statt. Während die nunmehr zugelassene Gewerkschaft Solidarnosc sämtliche zur Wahl stehenden Sitze gewann, erhielten die Kommunisten lediglich die laut Wahlgesetz für sie reservierten Mandate. Das Bild zeigt Solidarnosc-Führer Lech Walesa am 4. Juni 1989 in Danzig bei der Stimmabgabe.
Geteilte Macht: Trotz des vollkommenen Wahlsiegs der Opposition blieben Mitglieder der kommunistischen Nomenklatur aufgrund der Vereinbarungen am Runden Tisch auch in der ersten nichtkommunistischen Regierung Polens vertreten. So behielt General Czeslaw Kiszczak (links, hinter Lech Walesa) die Führung des polnischen Innenministeriums. Der am Runden Tisch ausgehandelte "historische Kompromiss" sorgt in Polen bis heute für politischen Konfliktstoff. Vor allem Konservative bemängeln, der Bruch mit der kommunistischen Vergangenheit sei nicht radikal genug ausgefallen.
Der Papst und der Präsident: Der polnische Präsident Lech Walesa (r.) küsst am 8. Juni 1991 in Warschau die Hand von Papst Johannes Paul II. In Walesa Sicht waren die entscheidenden Faktoren für den Sturz des Kommunismus die Danziger Werftarbeiter und der Papst.
Fester Blick: Ein Porträt des polnischen Arbeiterführers Lech Walesa aus der Zeit der ersten Verhandlungen mit der Regierung im August 1980.
Reagan und Walesa: Der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan (l.) posiert im März 1991 gemeinsam mit dem polnischen Staatspräsidenten und ehemaligen Arbeiterführer Lech Walesa vor einem Stück der Berliner Mauer auf dem Gelände der Ronald Reagan Presidential Library in Simi Valley in Kalifornien.
Feier zum Mauerfall: Arbeiter bauen am 6. November 2009 in Berlin symbolische Mauerstücke aus Styropor für die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls auf.
Symbolischer Mauerfall: Mit einer rund zwei Kilometer langen Kette aus Styropor-Elementen entlang des ehemaligen Verlaufs der Berliner Mauer wird am 9. November dem 20. Jahrestag des Mauerfalls gedacht. Wie Dominosteine sollen die Mauerstücke einer rund 30-minütigen Aktion symbolisch fallen.