Led Zeppelin - DER SPIEGEL
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Led Zeppelin Die Götter kehren zurück

Früher lasen Opas ihren Enkeln vor. Heute zwängen sie sich in enge Hosen und kreischen vor ihren Enkeln anstößige Lieder: Vor kurzem gab die Band Led Zeppelin in London ihr erstes großes Konzert seit fast 30 Jahren. Stefan Krulle kennt das Erfolgsgeheimnis der Hardrock-Veteranen.
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Götter des Rock: Aufnahme von einem Led-Zeppelin-Konzert, vermutlich im Jahr 1970.

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Gruppenbild mit Dame: Die Bandmitglieder von Led Zeppelin (v.l.), John Bonham, Robert Plant und Jimmy Page posieren anlässlich einer Preisverleihung 1970 mit Sängerin Sandy Denny für die Kameras. Gut möglich, dass hier der Grundstein für eine spätere Zusammenarbeit gelegt wurde: 1971 sang die Fairport-Convention-Sängerin auf dem vierten Album der Band.

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Robert Plant und Jimmy Page: 1985 traten Robert Plant (links) und Jimmy Page noch einmal gemeinsam auf - anlässlich des Live Aid Konzerts in Philadelphia. Ansonsten gingen die Bandmitglieder seit dem Tod von Schlagzeuger John Bonham 1980 getrennte Wege.

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Auferstandenes Duo: 1994 fanden Robert Plant (Vordergrund) und Jimmy Page wieder zueinander - immerhin die Hälfte der Band. Als das Duo eine Tournee ankündigte, prügelten sich die Fans an den Ticket-Schaltern um die Karten. Mit "Rock over Germany" kamen die beiden Rockveteranen im Juni 1995 auch nach Deutschland.

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Trommelwirbel: Kompromisse waren nicht das Ding von John Bonham, hier bei einem Konzert in Los Angeles 1973. Zum Markenzeichen des Led-Zeppelin-Schlagzeugers gehörten das extrem harte Spiel und die exzessiven Soli. Nicht umsonst beliefern Bonham-Jünger den Grabstein des schon mit 32 Jahren verstorbenen Musikers immer wieder mit frischen Drumsticks.

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Die vier Musketiere: Die Bandmitglieder von Led Zeppelin (im Uhrzeigersinn von oben) mit Schlagzeuger John Bonham, Gitarrist Jimmy Page, Bassist John Paul Jones und Leadsänger Robert Plant im Jahr 1973. Seit 1976 pausierte die Band immer wieder, Gerüchte über eine Auflösung waren in aller Munde. Der Stern der Superstars begann zu verblassen - das 1976 entstandene Album "Presence" überzeugte die Kritiker ebenso wenig wie "In Through The Out Door" von 1979.

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Led Zeppelin I: In nur 30 Stunden hat die Band ihre erste LP aufgenommen. Sie erschien im Januar 1969 - und sorgte prompt für Furore. In den USA rissen sich die Menschen um das Album, im Juli wurde "Led Zeppelin I" vergoldet. Songs wie "Good Times Bad Times", "Dazed and Confused" und "Black Mountain Side" deuteten bereits klar an, welche musikalische Revolution die Band im Sinne hatte. Nur in ihrer Heimat mochte keiner den knallharten Bluesrock-Stil - hier vermisste man die alten Yardbirds-Klänge.

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Ganz der Papa: Jason Bonham, hier bei einem Konzert mit den Foreigners in Tokio 2007, hat sich entschieden, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Mit 17 schwor der Sohn des legendären Led-Zeppelin-Drummers John Henry Bonham dem Traum von der Motorrad-Rennfahrer-Karriere ab und wandte sich der Musik zu. Schon als Neunjähriger spielte er bei dem Led-Zeppelin-Film "The Song Remains the Same" mit.

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Led Zeppelin III: Die dritte Scheibe der Jungs aus England erschien im Oktober 1970 - und spaltete die Hörerschaft in zwei Lager. Als "Höhepunkt dessen, was die Rockmusik in den letzten 15 Jahren hervorgebracht hat" lobte sie der "New Musical Express", während andere gegen die stilistischen Neuerungen wetterten und sich an den angeblich anstößigen Texten rieben. Neu an der LP waren vor allem die Verwendung von akustischen Instrumenten sowie Anleihen aus dem Bereich der Country-Musik. Den Amerikanern gefiel's: Ende Oktober stand "Led Zeppelin III" auf Platz 1 der US-Charts.

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Kleiner Mann, großer Sound: "Banging Bonzo" nannten seine Fans John Bonham, den Schlagzeuger von Led Zeppelin, hier 1978 bei einem Konzert in der BRD. Legendär: sein riesiger Gong, den er bei der Zugabe im Song "Whole lotta love" mit einem brennenden Schlegel in Brand setzte.

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Led Zeppelin II: Mit der zweiten Platte schafften Led Zeppelin den definitiven Durchbruch. Im Oktober 1969 veröffentlicht, erreichte die LP bereits nach acht Wochen Platz eins und verdrängte dort das Beatles-Album "Abbey Road". Mit "Whole Lotta Love" landeten Led Zeppelin ihren ersten Superhit. In England hielt sich das Album fast ein Jahr lang in den Charts - die Bandmitglieder waren nun Millionäre, und das mit Anfang zwanzig.

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"Bad Boys": Jimmy Page (links) and Robert Plant 1980 in einem Nachtclub. Dass die Bandmitglieder von Led Zeppelin eigentlich ein unspektakuläres, normales Leben führten, wollte ihnen angesichts der harten Rockmusik kein Mensch glauben - immer wieder kursierten Gerüchte über das wilde Treiben der Jungs.

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Houses Of The Holy: Das Album kam im März 1973 raus, nach knapp zweijähriger LP-Pause. Es erschien einen Tag vor dem Münchner Konzert in Deutschland, noch vor den Veröffentlichungen in Amerika und England - und wurde sofort vergoldet. Am 12. Mai stand "Houses Of The Holy" in den USA auf Platz 1.

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Der Gründer: Mit 14 fing er an, Gitarre zu spielen, mit 15 hatte er die erste Band. Bevor Jimmy Page 1968 Led Zeppelin gründete, war er auf zahlreichen Platten zu hören, etwa von The Who, den Rolling Stones und Donovan. 1966 stieg Page bei den Yardbirds ein, wo er den Posten Eric Claptons einnahm. Im Sommer 1968 löste sich die Band auf, aus den New Yardbirds wurde Led Zeppelin.

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Led Zeppelin IV: Im November 1971 erschien das vierte Album von Led Zeppelin. Mit Megahits wie "Stairway To Heaven", "Black Dogs" und "When The Levee Breaks" gilt es unbestritten als Meisterwerk der Band. Über den bis heute meistgespielten und meist gecoverten Song "Stairway To Heaven" schrieb Jimmy Page: "Es war ein Meilenstein für uns. Jeder Musiker möchte einmal etwas von Dauer machen (...). Ich weiß nicht, ob ich einen solchen Song noch einmal schreiben kann."

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Hairy Plant: Mit seiner langen Mähne und dem eigenwilligen Outfit avancierte der Lead-Sänger von Led Zeppelin, Robert Plant, schnell zum Idol für eine ganze Generation von Hardrock-Fans. Hier trägt der Star mit der unverwechselbaren hohen Stimme seine Locken bei einer Preisverleihung am 16. September 1970 zur Schau.

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Best Of: Auf der neuen Doppel-CD "Mothership" sind die 24 besten Songs aus allen acht Alben der großen Rockband versammelt - von "Whole Lotta Love" über "Immigrant Song" und "Kashmir" bis hin zu "Stairway To Heaven".

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Lustobjekt: Beim Anblick der schweißnassen Brust von Robert Plant fielen Tausende von weiblichen Fans in Ohnmacht. Hier eine Aufnahme des sexy Lead-Sängers von Led Zeppelin auf einem Konzert im Jahr 1970.

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"Seltsame Gefühle": Robert Plant bei einem Auftritt mit seiner Band Strange Sensations im englischen Chelmsford 2005. Nach dem Tod von Drummer John Bonham 1980 war klar, dass Led Zeppelin nicht mehr weiterbestehen würde - zwei Jahre später startete Plant seine Solokarriere. Mit der Band Strange Sensations kehrte der Sänger zu seinen Rock-Ursprüngen zurück.

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Nobelpreisträger: Späte Ehren für die noch lebenden Bandmitglieder von Led Zeppelin, Robert Plant (links), Jimmy Page (rechts) und John Paul Jones. 2006 erhielten die drei für ihre Hardrock-Klassiker den "Musik-Nobelpreis" aus der Hand von Schwedens König Carl Gustaf. Erstmals bekam eine Band die mit 110.000 Euro dotierten Auszeichnung.

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Gitarre als Geliebte: Für Led-Zeppelin-Gitarrist Jimmy Page sind nicht mal zwei Gitarrenhälse eine zu große Herausforderung. Aufnahme von einem Auftritt der Hardrocker in Various, Kalifornien, im Jahr 1973.

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Ehrenmann: 2005 erhielt Jimmy Page mit 61 Jahren die Auszeichnung "Order of the Britisch Empire" - allerdings prämierte ihn die Queen weniger für seine musikalischen Leistungen als für seine Wohltätigkeitsarbeit in Brasilien.

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Meisterwerke: 1990 kam der Sampler "Remasters" mit den besten Stücken von Led Zeppelin heraus - und heizte erneut die Gerüchteküchte um eine Reunion der Band an. Doch erst 1994 fanden Robert Plant und Jimmy Page erstmals wieder zueinander. Das Ergebnis: das Album "No Quartier - Jimmy Page & Robert Plant: unledded".

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Robert Plant: Der Led-Zeppelin-Sänger am Abend des 21. März 1973 in der Hamburger Musikhalle.

Foto: Robert Günther
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?