Hochleistungssport Legales Doping
Wer bringt es zu Höchstleistungen beim Spitzensport? Athleten, die in die obere Liga aufsteigen wollen, müssen sehr viel trainieren. Dabei setzen sie immer häufiger nicht nur auf konventionelle Methoden, sondern auch auf Spezialtrainings.
Franck Ribéry bei einer Kaltwasseranwendung: Die französische Nationalelf richtete während der EM 2012 in ihrem Quartier in Donezk eigens eine Kältekammer ein. Kälte soll zur Umverteilung des Bluts in die Muskeln führen und wird deshalb kurz vor dem Einsatz angewendet.
Sportler auf einem Laufband in einer Höhenkammer: Anstatt für mehrere Wochen ins Höhentrainingslager zu gehen, wenden immer mehr Sportler Hypoxykammern an. Darin ist ein sauerstoffarmes Luftgemisch, wodurch der Sportler die Möglichkeit hat, bei einer simulierten Höhe von 2700 Meter zu trainieren und so auf legale Weise seine Leistungsfähigkeit zu steigern.
Rennrodler Georg Hackl: Der Athlet setzt auf das Elektrostimulationstraining (EMS). Über Elektroden an Armen und Beinen wird Strom in den Körper geleitet. Dadurch sollen Muskeln gereizt und zum Aufbau stimuliert werden.
Andere Sportler wie Fabian Hambüchen setzten auf die Kraft der Psyche: Beim mentalen Training stellen sie sich eine Bewegung im Geiste vor, ohne sie auszuführen. Durch die mehrmalige, detailgenaue Vorstellung schleift sich ein Bewegungsablauf besser ein. Diese Methode ist auch bei Kletterern sehr beliebt.
Läufer beim Start: Höchste Konzentration im richtigen Moment, am richtigen Ort - bei der sogenannten Selbstgesprächregulation lernt der Sportler, seinen Gedankenfluss durch verschiedene Techniken so zu kontrollieren, dass er sich im entscheidenden Moment besser konzentrieren kann.