Legendäre Festivals - DER SPIEGEL
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Musikfestivals Sounds, Sex und Schlamm

Dröhnender Sound, ekstatische Menschenmassen und freie Liebe im Schlamm: Vor 40 Jahren kletterten die Rockbands aus ihren stickigen Kellerclubs und eroberten Feld, Wald und Wiesen. Seit Woodstock schlägt das Herz des Beats unter freiem Himmel. Sogar in der norddeutschen Provinz.
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Echte Fans: Jubelnde Massen bei der Woodstock-Neuauflage von 1994.

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Bauch voran: Ein Heavy-Metal-Fan feiert das Leben, die Musik und sich selbst beim Wacken Open Air im August 2007. Das Schleswig-Holsteinische Bauerndorf Wacken wurde 2006 schlagartig auch außerhalb von Heavy-Metal-Kreisen bekannt, als der Film "Full Metal Village" der koreanischen Regisseurin Sung Hyung Cho in die Kinos kam.

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Hippie-Stau: Woodstock-Besucher auf dem Weg zu dem Festival im August 1969 in einer Szene aus dem Dokumentarfilm "Woodstock". Die verschlafene Kleinstadt Bethel im US-Staat New York war kaum vorbereitet auf dem Massenansturm der auf sie zurollte.

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Schlammpackung: Ein Musikfan wälzt sich im Schlamm des Glastonbury-Festivals im Juni 2004. Viele Fans der Open-Air-Veranstaltungen schätzen vor allem das freie, wilde und dreckige an Festivals im Gegensatz zu Konzerten in Sporthallen und verrauchten Clubs.

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Woodstock der Neunziger: Das Musik-Festival mit dem eindeutig schwierigsten Namen, das Lollapalooza hier am 9. Juli 1996 in Pownal im US-Bundesstatt Vermont. Die Veranstaltung tourte von 1991 bis 1997 Jahr für Jahr durch die USA und wurde auch als das Woodstock der Neunziger bezeichnet.

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Badeanstalt: Das es nicht ausreichend Sanitäranlagen beim Woodstock-Festival gab, war sicherlich nicht der einzige Grund, warum diese Hippies in einem nahegelegenen Tümpel badeten. Szenen wie diese gingen in dem Dokumentarfilm "Woodstock" um die Welt und prägten nachhaltig das Bild der Musikveranstaltung und ihrer Besucher.

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Woodstock für Alle: Nach dem Woodstock-Festival im August 1969 kam ein dreistündiger Dokumentarfilm über das Ereignis in die Kinos - und wurde zum Heiligtum der Jugendkultur.

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Watkins Glen Rockfestival: Eine nackte Frau mit einem männlichen Begleiter auf dem Weg zum Watkins Glen Festival 1973. 600.000 Fans besuchten dieses Festival, bei dem The Allman Brothers, The Grateful Dead und The Band auftraten.

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Massenveranstaltung: Es war laut, bunt und chaotisch - aber alle Beteiligten hatten eine Menge Spaß und die Veranstaltung wurde zur Mutter aller Festivals, das "Woodstock Festival of Arts and Music" in Bethel, New York im August 1969.

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Hippies: "Blumenkinder" lagern 1967 auf einer Wiese in San Francisco beim Monterey Pop Festival. Die Beatles hatten gerade ihr legendäres Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" auf den Markt gebracht, als in Kalifornien eine verschlafene Kleinstadt am Pazifik zu dem Musik-Happening lud. 200.000 junge Menschen kamen - und das Monterey Pop Festival schrieb Musikgeschichte.

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Hippiemobil: Zwei Woodstock-Besucher entspannen sich auf dem Dach ihres VW-Busses. Das Festival, das im August 1969 in dem Dorf Bethel im US-Bundesstaat New York stattfand, war als kuschelige kleine Veranstaltung geplant gewesen. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda hatte sich die Ankündigung dann allerdings verbreitet wie ein Lauffeuer - und Woodstock wurde ein riesiges und chaotisches Festival.

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Große Sprünge: Beim Woodstock-Festival ging es nicht nur um Musik, sondern auch um Kunst, politische Statements und ein Lebensgefühl.

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Voller Hingabe: Joe Cocker als er noch jung war - mit schweißnassen Haaren während seines Auftritts beim Woodstock-Festival im August 1969.

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Der Visionär: Die Musiker Carlos Santana (r.) und David Brown der Gruppe Santana während ihres Auftritts beim Woodstock Musik-Festival am 16. August 1969 in Bethel, New York. Der mexikanisch-stämmige Santana hatte durch seinen Latin Rock einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Rockmusik.

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Wahre Liebe: Zwei Woodstock-Besucher machen ein Nickerchen auf ihrem Käfer. Das freundliche Auto war von Anfang an bei Jugendlichen auf der ganzen Welt beliebt.

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Der Opener: Der Folk-Sänger Richie Havens war der Erste, der beim legendären Woodstock Festival im August 1969 in Bethel im amerikanischen Bundesstaat New York auftrat.

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Auftritt in Blau: Auch die Sängerin Joan Baez sang im August 1969 beim Woodstock-Festival.

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Tödliches Konzert: Die Rolling Stones sind bekannt für ihre energiegeladenen Bühnenshows, doch was sich bei ihrem Auftritt am 6. Dezember 1969 beim Altamont Rock Festival in Livermore, Kalifornien, vor der Bühne abspielte, hatte nichts mehr mit Theatralik zu tun, sondern war ein ganz realer Schock für alle Beteiligten: Die von den Stones als Ordner angeheuerten Motorradrocker der Hells Angels gingen brutal gegen die Zuschauer vor, fuhren mit ihren Maschinen durchs Publikum und erstachen einen schwarzen Fan, der sie zuvor mit einer Schusswaffe bedroht hatte. Die beiden Bilder zeigen einen Moment, in dem Sänger Mick Jagger sieht, wie Hells-Angles-Mitglieder einen von ihnen verprügelten Fan wegschleifen.

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Der Meister: Der US-amerikanische Rocksänger und Gitarrist Jimi Hendrix bei seinem Auftritt beim Popfestival auf der Ostsee-Insel Fehmarn am 6. September 1970. Es war der letzte Auftritt des Gitarrenmeisters bei einem Festival. Am Morgen des 18. September wurde Hendrix tot in seinem Hotelzimmer in London aufgefunden.

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Auf der Straße nach Woodstock: Hippies auf dem Weg zum Woodstock-Festival. Im Jahr 1969 spielten Gesellschaftskritiker auf, Pop klang nach Politik und umgekehrt.

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Schneller, härter, lauter: Eine Gruppe von Heavy-Metal-Fans vor der Bühne beim Wacken Open Air Festival. Einer von ihnen trägt das obligatorische Festivalshirt mit der Aufschrift "Faster - Harder - Louder" ("schneller - härter - lauter"). Das "Wacken" gilt als das größte Heavy Metal Festival in Europa.

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Hippies 1971: Hippie-Festivalgänger genießen die Sonne und die ungezwungene Atmosphäre auf dem zweiten Glastonbury Fayre im Juni 1971.

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Schotten-Rock: Zwei Heavy Metal Fans mit Schottenröcken im Eingangsbereich des Open Air Festival in Wacken 2007. Das ungewöhnliche Beinkleid wird mit Metal-Shirts, der Uniform des gemeinen Metallers, abgerundet.

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Happy Hippie: Freizügiger Musikgenuss auf dem Knebworth Rock Festival 1979.

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Fliegende Haare: Besucher des Heavy-Metal-Festivals Wacken Open Air feiern am 3. August 2007, in Wacken auf einem Campingplatz.

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Wolken über Roskilde: Eines der beliebtesten Festivals ist seit einigen Jahren das Roskilde-Festival in Dänemark. Das Wetter ist zwar nicht immer Camping-geeignet, wie hier im Juli 2007, dafür ist die Stimmung großartig.

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Zeltnachbarn: Das Love & Peace Festival, Sonntag - 6. September 1970, kurz vor Mittag. Wir mußten unsere Zelte abreißen, da Jimi Hendrix nicht vor aufgebauten Zelten spielen wollte.

Eingereicht von Veit Marx-Haupenthal

Foto: veit marx-haupenthal/vemaha
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Fehmarnfestival 1970: Hamburger Jungs bereiten ihr leckeres Abendessen - ein Spanferkel - auf dem Festivalgelände vor.

Eingereicht von Arno Freudenhammer

Foto: Arno Freudenhammer/neumünster-fotos.de
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Zeltplatz und Festivalgelände in einem: Immer wieder von Regenschauern gebeutelt harrten die Besucher des Fehmarnfestivals vor der Bühne aus. Die Stimmung war trotzdem gut und alle waren gespannt auf den Auftritt von Jimmy Hendrix. Probleme gab es eher mit dem Ordnungsdienst der überwiegend aus in Leder gekleideten Rockern bestand.

Eingereicht von Arno Freudenhammer

Foto: Arno Freudenhammer/neumünster-fotos.de
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Flüchtlingselend? Dieses Foto habe ich von der Bühne des Fehmarnfestivals gemacht. Die Ordner, sprich Rocker, konnte ich mit einigen Flaschen Bier von der historischen Notwendigkeit einige Aufnahmen von der Bühne aus auf das Festivalgelände zu machen schnell überzeugen.

Eingereicht von Arno Freudenhammer

Foto: Arno Freudenhammer/neumünster-fotos.de
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Southside Festivalgelände Panorama: Zu sehen ist das Gelände des Southside Festivals in Neuhausen ob Eck. Es gilt im Süddeutschen Raum als "kleines Woodstock" wo die Werte von damals noch heute von jungen Menschen gelebt werden. Es ist eines der beliebtesten Festivals im alternativen Rock-Bereich und muss Vergleiche mit Rosgilde und anderen nicht meiden. Jedes Jahr pilgern 30.000 bis 40.000 Fans der Alternativen- und Rock-Musik im Sommer an den Rand des Schwarzwaldes wo an drei Tagen auf einem ehemaligen Militärflughafen der "Punk" abgeht.

Eingereicht von Michael Allmaier

Foto: Michael Allmaier/MA Photography
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Schlammbad in Sziget: Das Sziget Festival in Budapest ist inzwischen eines der größten, wenn nicht das größte Festival Europas. Mit Besucherzahlen von 500.000 Besuchern in acht Tagen ist es ein Muss für einen jeden Rock- und Alternativ-Fan. Mitten auf einer Donauinsel in Budapest fand es nun zum 15. Mal statt. Auf über 60 Bühnen treten in der Zeit an die 600 Bands auf. Aber auch DJs wie Sven Väth oder Satoshi Tomii geben sich in den Diskozelten mit bis zu 25.000 die Türklinke in die Hand.

Eingereicht von Michael Allmaier

Foto: Michael Allmaier/MA Photography-Michael Allmaier
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Auf dem Weg zum Festivalgelände: Zu Hunderten wanderten wir vom Festland über den "Kleiderbügel", wie wir damals unsere Fehmarnsundbrücke nannten. Auf dem Acker von Bauer Störtebecker fanden wir zusammen und feierten Love & Peace in Regen und Sturm.

Eingereicht von Veit Marx-Haupenthal

Foto: veit marx-haupenthal
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