Legendäre Konzerte - DER SPIEGEL
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Springsteen in Ost-Berlin Born in the DDR

Rock-Revolte auf der Radrennbahn: Die Mauer stand noch, als Bruce Springsteen 1988 vor 200.000 Menschen in der DDR auftrat. Die SED wollte den Rocker für ihre Propaganda einspannen, doch ihre Untertanen schwenkten US-Fahnen - und der "Boss" forderte den Abriss der Mauer.
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Rockender Appell: Bruce Springsteen bei seinem Auftritt 1988 in Ost-Berlin. "Es ist schön, in Ost-Berlin zu sein", rief der Sänger in holprigem Deutsch: "Ich bin nicht für oder gegen eine Regierung, ich bin gekommen, um Rock 'n' Roll für euch zu spielen, in der Hoffnung, dass eines Tages alle Barrieren abgerissen werden." Bei der zeitversetzten Radioübertragung auf dem DDR-Jugendsender DT 64 fehlte der entscheidende Satz des Stars über die Mauer.

Foto: ? STR New / Reuters/ REUTERS
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Eintrittskarte ins Glück: Für Bruce Springsteens Auftritt am 19. Juli 1988 im Radstadion von Berlin-Weißensee wurden 160.000 Tickets gedruckt. Zu der offiziell "Konzert für Nikaragua" genannten Veranstaltung erschienen am Ende geschätzte 200.000 Menschen.

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Springsteen on Stage: Bruce Springsteen mit der Sängerin Patti Scialfa während seines Konzerts am 20. Juni 1988 in Paris, auf der Europatournee, die ihn einen Monatt später auch zu einem Auftritt nach Ost-Berlin führte.

Foto: AP
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Weltpolitik in Schönefeld: Der 1. Sekretär des Zentralrates der FDJ, Egon Krenz, begrüßt den amerikanischen "Friedenssänger" Harry Belafonte 1983 als Gast der "Manifestation der FDJ für den Frieden der Welt" auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld.

Dieses Bild befindet sich auch in dem Buch "Live in Germany. Spurensuche im musikalischen Entwicklungsland" von Rüdiger Bloemeke.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1983-1025-400

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Sonderzug nach Pankow: Nach jahrelangem Gerangel durfte 1983 auch Udo Lindenberg in der DDR auftreten - ganze zehn Miunten lang vor ausgewähltem Publikum. Hier wird der Deutschrocker am Nachmittag des 25. Oktober 1983 bei der Ankunft vor dem "Palast der Republik" in Ost-Berlin von ostdeutschen Fans umringt.

Foto: AP
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DDR-Band Karat: Dieoft geschraubte Lyrik in den Texten deutschsprachiger DDR-Bands wie Karat hatte durchaus ihre Anhänger, auch im Westen. Peter Maffay etwa coverte den Karat-Hit "Über sieben Brücken musst du gehen" mit großem Erfolg. Viele Musikfans in Ostdeutschland bevorzugten aber direkten, erdigen Rock aus USA oder England - zum Beispiel von Bruce Springsteen.

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"Born in the USA": 1984 veröffentlichte Bruce Springsteen sein Album "Born in the USA" mit dem gleichnamigen kritischen Song. So wurde der Sohn eines Busfahrers bei seinem Auftritt in der DDR 1988 als Westkünstler mit antikapitalistischer Gesinnung empfangen.

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Puhdys live: Die Puhdys waren eine der beliebtesten DDR-Bands - hier das Cover ihres Livealbums von 1979. Noch lieber hörten viele DDR-Bürger aber Rock aus dem Westen.

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Zurück in Berlin: Bruce Springsteen bei seinem Konzert in Berlin im Oktober 2002 - 14 Jahre zuvor war der US-Star vor über 160.000 Menschen im Ostteil der Stadt aufgetreten.

Foto: ? Reuters Photographer / Reuters/ REUTERS
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Eintrittskarte des FDJ-Konzerts mit Bruce Springsteen: Von "ganz oben" kamen Einladung und Eintrittskarten zum Bruce-Springsteen-Konzert am 19.07.1988 in der Hauptstadt der DDR. Um live dabei zu sein, musste der Musikfan - egal ob er auf Rügen oder im Erzgebirge lebte - verlässliches Mitglied der FDJ sein.

Foto: Rainer W. Sauer/Sammlung Jena
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?