Legendäre Konzerte - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Legendäre Konzerte Big Time in Bremen

Gegen ihn war Phil Collins nur ein netter Junge: Mit einer fulminanten Bühnenshow rockte Peter Gabriel vor über 20 Jahren die Bremer Stadthalle. Axel Nerger war dabei - und riskierte für einmalige Fotos Kopf und Kragen.
1 / 14

Peter Gabriel gibt den "Sledgehammer": Am 21. Juni 1987 zeigte Peter Gabriel in der Bremer Stadthalle alle Facetten einer komplexen musikalischen Identität: Knallige Dancefloor-Hits wie "Sledgehammer" und "Big Time", Balladen am Piano, polyrhythmische World Music. Das Spektrum war weit umfangreicher als das seiner ehemaligen Kollegen von "Genesis".

Foto: Axel Nerger
2 / 14

Peter Gabriel und Tony Levin: Auch wenn Peter Gabriel alle Aufmerksamkeit auf sich zog, wenn sich bei einigen Songs selbst auf dem Piano begleitete, so gerieten die Ausnahmemusiker seiner Band doch nie in der Hintergrund. Hier beweist Tony Levin am Bass, dass er nicht nur funky, sondern auch "sophisticated" spielen kann.

Foto: Axel Nerger
3 / 14

Big Time in Bremen: Die Mischung macht den Meister - bei diesem Konzert überzeugte der Mix aus tanzbaren Nummern, bei denen die ganze Halle mitgroovte, Balladen und eher experimentellen Stücken. Es war für alle etwas dabei und die Dramaturgie war perfekt ausgearbeitet (l.: David Rhodes, r.: Peter Gabriel)

Foto: Axel Nerger
4 / 14

"Here comes the flood": Viele im Publikum kannten Peter Gabriel schon seit den siebziger Jahren, vielleicht auch von dem denkwürdigen "Rockpalast"-Auftritt 1978. Einige der Balladen von damals, wie "Here comes the flood", interpretierte er am 21. Juni 1987 in Bremen alleine am Piano - Gänsehaut garantiert.

Foto: Axel Nerger
5 / 14

David Rhodes: Neben Adrian Belew und Robert Fripp galt David Rhodes in den achtziger Jahren als einer der innovativsten und experimentierfreudigsten Gitarristen. Doch nicht nur im Studio, auch auf der Bühne überzeugte er. Warum auch immer: In den achtziger Jahren trug nicht nur David Rhodes einen Mantel auf der Bühne.

Foto: Axel Nerger
6 / 14

Rhythmischer Antreiber: Tony Levin ist in den achtzigern Jahren nicht nur einer der weltbesten Bassisten, sondern auch ein Meister des Chapman-Sticks, einem Instrument, das ein Bass ist, aber auch ein Keyboard und irgendwie auch ein Percussionsinstrument. Nicht nur bei Peter Gabriel brachte er in den achtziger Jahren seine Kunststücke auf dem Stick ein, sondern auch bei "King Crimson". Auf dem Bild spielt er allerdings nur einen "normalen" Bass - aber wie! Aufgenommen am 21. Juni 1987 in Bremen.

Foto: Axel Nerger
7 / 14

Sancious und Rhodes: David Sancious (keyb.) und David Rhodes (git.), zwei Ausnahmemusiker, die Peter Gabriel bei seiner "So"-Tour 1987 begleiteten. Da es sich nicht um konventionelle Rockmusik mit vorhersehbaren Soli handelte, bestand der Beitrag der beiden auch eher aus filigraner Rhythmusarbeit und gelegentlichen Licks. Wenn sie allerdings ein Solo spielten, dann wussten alle, warum Peter Gabriel diese beiden mitgenommen hatte.

Foto: Axel Nerger
8 / 14

"Don't give up": Nicht nur die Art, wie Peter Gabriel seine Stimme einsetzte, war beeindruckend, sondern auch seine charismatische Ausstrahlung, von der niemand im Publikum unberührt blieb. Aufgenommen am 21. Juni 1987 in Bremen.

Foto: Axel Nerger
9 / 14

"Shock the Monkey" - Erster Teil: Mit diesem Foto beginnt die Serie, die zum Abbruch der (illegalen) Fotosession in der Bremer Stadthalle führte. Peter Gabriel singt "Shock the Monkey", er bückt sich, springt, kriecht, dreht sich, und das Publikum tanzt mit.

Foto: Axel Nerger
10 / 14

"Shock the Monkey" - Gabriel groovt sich ein: Bei "Shock the Monkey" beginnt Peter Gabriel eine Art Schattenboxen. Mit ruckartigen Bewegungen, aber im Rhythmus, tänzelt er über die Bühne. Irgendwann wurde jedem klar, warum Phil Collins ein netter Kerl, aber nicht mit Peter Gabriel zu vergleichen war.

Foto: Axel Nerger
11 / 14

"Shock the Monkey": Peter Gabriel geht in die Knie, springt wieder auf, macht den Affen, der aus dem Baum geschüttelt wird. Währenddessen groovt die Band ohne Unterlass weiter und versetzt die Zuschauer in Bewegung.

Foto: Axel Nerger
12 / 14

"Shock the Monkey" - Gabriel bekämpft unsichtbare Gegner: Zum Schattenboxen und den kriechenden Bewegungen kommt bei Peter Gabriel noch eine Art Kung-Fu dazu, und langsam dreht er sich auch in Richtung des Fotografen - der sich nur noch auf den "Monkey Dance" konzentriert und vergisst, die Security im Auge zu behalten.

Foto: Axel Nerger
13 / 14

"Shock the Monkey" - und nichts wie weg!: Bei diesem Foto dreht sich Peter Gabriel zum Fotografen - starrt ihn einen Moment lang an, genau in die Linse, hypnotisch - dann bemerkt der Fotograf doch noch, wie sich die Security den Weg durch die Menge bahnt, in seine Richtung - doch bestimmt nicht, um freundlich Abzüge zu bestellen.

Foto: Axel Nerger
14 / 14

Das Ticket: Manchmal ist es ein Wunder, was einem aus den berühmten Schuhkartons entgegenfällt (wobei es sich meistens gar nicht um Schuhkartons handelt). In diesem Fall das Originalticket für das Konzert von Peter Gabriel in der Bremer Stadthalle am 21.6.1987, ein wenig angegilbt nach über 20 Jahren.

Foto: Axel Nerger
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?