Legendäre Konzerte - DER SPIEGEL
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Schluss auf Sylt Das letzte Mal Westerland

Wes-ter-laaaaaaand: 1988 lösten sich die "Ärzte" zum ersten Mal auf - und gaben ein furioses Abschiedskonzert auf Sylt. Ex-Bassist Hagen Liebing erinnert sich lebhaft an den Auftritt und zeigt auf SPIEGEL ONLINE Bilder aus seinem Privatarchiv.
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Mit einem lachenden Auge: "Die Ärzte" trennten sich auf dem Höhepunkt ihres Erfolges. Doch die Mitglieder wollten trotzdem lieber eigene Soloprojekte vorantreiben.

Foto: Hagen Liebing
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Abschiedsreklame: Ein Flyer zum legendären letzten Konzert der Ärzte am 9. Juli 1988 im Kursaal von Westerland auf Sylt.

Foto: Hagen Liebing
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Featuring The Incredible Hagen: Als Hagen 1986 bei den "Ärzten" anfing, stellten Bela B. und Farin Urlaub ihren neuen Bassisten vor die Wahl als Mitglied oder Angesteller in der Band einzusteigen. Als festes Mitglied hätte er aber auch ein finanzielles Risiko mittragen müssen, wenn sie bei Konzerten Verluste einspielten. Da Hagen zu dieser Zeit noch Student war und sein Geld mit dem Ausfahren von Fernsehern verdiente, war ihm dies zu heikel und er entschied sich für die Angestellten-Variante.

Foto: Hagen Liebing
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Abschied auf Sylt: Das letzte Konzert der Abschiedstournee der Ärzte fand am 9. Juli 1988 in Westerland auf Sylt statt. Zu diesem Anlass erschienen auch viele Freunde und Weggefährten des Punk-Trios wie Schorsch Kamerun (l.) und Rod Gonzales (M.), der spätere Bassist bei der Neugründung.

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Bitte, Theresa: "Die Ärzte" bei ihrem letzten TV-Auftritt 1989 gemeinsam mit Theresa Orlowski. Die ehemalige Pornodarstellerin hatte im gleichen Jahr auch im Video zur Single "Bitte Bitte" mitgespielt.

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Gesamt-Netz: Als Hagen Liebing zu den Ärzten stieß, studierte er Diplom-Medienberater in Berlin. Hier seine Fahrkarte der Berliner Verkehrs-Betriebe von 1986.

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Punks mit Meerblick: Das Hotel Miramar in Westerland auf Sylt. Hier übernachteten die Ärzte 1988, als sie das letzte Konzert ihrer Abschlusstournee auf der Nordseeinsel gaben. In der Nacht war es mit der Beschaulichkeit in dem Hotel allerdings vorbei. Noch bis zum Morgen feierten sie mit Freunden und Weggefährten, von denen viele keine Übernachtungsmöglichkeit gefunden hatten - und kurzerhand in ihren Suiten mit einquartiert wurden.

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Freunde und Fans: Zum Abschiedskonzert der Ärzte auf Sylt war auf der Nordseeinsel einiges los. Die Verwaltung von Westerland befürchtete eine "Punkerinvasion" und verbot der Band zwei Tage hintereinander im Kursaal von Westerland aufzutreten. Es kamen nicht nur Fans, sondern auch viele Freunde. Hier lässt sich gerade Axel "Atze" Ludwig von Bela Bs späterer Band Depp Jones mit Fans fotografieren.

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Mit den Waffen eines Spaßmachers: Farin Urlaub in eindeutiger Pose.

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Verbundener Arzt: Bela B. 1987 in Wien. Auch in Österreich waren die Ärzte mit ihrem Spaß-Punk erfolgreich.

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Das Allerletzte: Das Bravo-Poster zum allerletzten Konzert der "Ärzte", das noch nach dem letzten Konzert in Westerland stattfand. War der Hype um das letzte Live-Konzert also eine Finte? Mitnichten. Denn dieses Bild entstand beim letzten Playback-Konzert - deutlich zu erkennen an den T-Shirts.

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Eine Rutsche Ärzte: Gruppenfoto auf dem Kinderspielplatz.

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Auf das Ende: Die Ärzte feierten 1988 ihren letzten gemeinsamen Hit - das ungemein erfolgreiche Livealbum "Nach uns die Sintflut", das auf ihrer letzten Tour aufgenommen wurde.

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Wie eine Klassenreise: Während ihrer Tourneen hatten die Ärzte auch Backstage, im Tourbus und in ihren Hotelzimmern viel Spaß. Als was sich Bela B. hier verkleidet hat ist nicht überliefert.

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Ein Lied zum Schluß: Hagen feiert mit der goldenen Schallplatte für das letzte Studioalbum der Ärzte vor ihrer Auflösung "Das ist nicht die ganze Wahrheit".

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Der goldene Schluß: Das Livealbum "Nach uns die Sintflut" vom letzten Konzert der Ärzte auf Sylt wurde das erfolgreichste Album der Band vor ihrer Reunion. Es hielt sich insgesamt 32 Wochen auf Platz 1 der deutschen Charts.

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Zwei, die sich verstehen: Hagen und Bela B. gemeinsam auf der Bühne.

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TV-Skandal: "Die Ärzte" schockierten und provozierten immer gern, nicht nur in Songtexten auf ihren Alben, sondern auch im Fernsehen. So verkündeten sie 1987 in einer FTV-Sendung, sie hätten den kurz zuvor tot in einem Genfer Hotel aufgefundenen CDU-Politiker Uwe Barschel erschossen - und sorgten für einen handfesten Skandal.

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The Nirvana Devils: Bevor Hagen bei den "Ärzten" anfing, hatte er in einigen weniger erfolgreichen Band mitgespielt. Eine davon war The Nirvana Devils, eine Country-Pop-Punk-Band - von der es sogar drei Platten gab.

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Drei Freunde: "Die Ärzte" - Rumblödeln für die Autogrammkarte.

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Höflicher Abschied: Die Ärzte 1989 bei ihrem letzten Fernseh-Auftritt. Sie promoteten hier ihre letzte Single "Bitte Bitte".

Foto: Hagen Liebing
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?