Legendäre Tauchexpedition - DER SPIEGEL
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Legendäre Tauchexpedition Tiefenrausch in der ewigen Nacht

Abenteuer elf Kilometer unter dem Meeresspiegel: Nie zuvor war ein Mensch in solche Tiefen getaucht. Vor 50 Jahren wagte Jacques Piccard einen Vorstoß zum tiefsten Punkt der Ozeane. 170.000 Tonnen Druck sollte seine Stahlkugel standhalten - doch beim Absinken hörte der Schweizer plötzlich einen Knall.
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Tauchboot "Trieste": Der Hochseeschlepper "Wandank" der U.S. Navy zieht im Pazifik das Tauchboot "Trieste" zum Ausgangspunkt ihrer Tiefsee-Expedition. Mit der "Trieste" gelang Jacques Piccard am 23. Januar 1960 der noch heute gültige Tiefseetauchrekord von 10.916 Meter bis auf den Boden des Marianengrabens.

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"Trieste" am Schlepphaken: Mehrere Tage lang dauerte die Reise des Tauchboots "Trieste" am Haken des Hochseeschleppers "Wandank" bis zur tiefsten Stelle des Marianengrabens, dem sogenannten Challenger-Tief.

Foto: U.S. Naval Historical Center
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Ballast für die "Trieste": Jacques Piccard (r.) und ein Kollege beladen die "Trieste" mit insgesamt 16 Tonnen Eisenschrot. Die kleinen Metallteile wurden durch Elektromagneten in zwei siloartigen Behältern gehalten. Sobald der Magnet ausgeschaltet wurde, sank der Schrot aus dem Tauchboot auf den Meeresboden und die "Trieste" stieg auf.

Foto: U.S. Naval Historical Center
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Erster Tauchrekord: Am 30. September 1953 gelang Jacques Piccard ein erster Tauchrekord. Mit der "Trieste" tauchte er vor der italienischen Insel Ponza 3150 Meter tief bis zum Grund des Tyrrhenischen Meeres. Das Foto zeigt in der Bildmitte Piccard und seinen Vater, den Physiker Auguste Piccard, beim Umsteigen von ihrem Tauchgerät in ein Ruderboot der italienischen Marine.

Foto: AP
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Tiefseeforscher: Jacques Piccard (r.) und sein Kollege Andreas B. Rechnitzer vor dem Kommandoturm der "Trieste" am 15. November 1959 vor der Pazifikinsel Guam. Zwei Monate später unternahm Piccard mit der "Trieste" seinen Vorstoß zum Meeresboden des Marianengrabens.

Foto: AP
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Piccard und Walsh: Am 23. Januar 1960 brechen Jacques Piccard (r.) und sein Begleiter, der US-Marineleutnant Don Walsh, zu einer Unterwasserexpedition zu dem Meeresboden des Marianengrabens auf. In der Stahlkugel des Tauchboots "Trieste" blieb den beiden Forschern wegen der zahlreichen Instrumente gerade 90 mal 90 Zentimeter Platz.

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Rekordversuch trotz Sturm: Das Tauchboot "Trieste" am 23. Januar 1960, dem Tag des Rekordversuchs, im Pazifik vor Guam. Trotz des stürmischen Wetters, das Instrumente der "Trieste" beschädigt hatte, wagten Piccard und Walsh den Vorstoß in die Tiefe.

Foto: AP
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U-Boot in der Luft: Das Tauchboot "Trieste" von Jacques Piccard am Haken eines Krans hängend. Gut ist die Stahlkugel unter dem 18 Meter langen Ballastkörper zu erkennen. Bei einem Durchmesser von 2,18 Metern hat sie eine Wanddicke von zwölf Zenitmeter, um die Fenster sogar 18 Zentimeter. Damit sollte sie einem Druck von bis zu 172.000 Tonnen standhalten.

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Tauchpionier Piccard: Der Tiefseeforscher mit einem Modell der "Trieste" auf einer Konferenz in Washington, DC, am 8. Januar 1958 .

Foto: AP
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Druckkörperkugel: Die druckfeste Stahlkugel für die Zwei-Mann-Besatzung des Tauchschiffs "Trieste" wurde aus Nickel-Chrom-Molybdän-Stahl bei Krupp in Deutschland gefertigt. Die Konstruktion war darauf ausgelegt, dem unglaublichen Druck von 1100 bar oder 172.000 Tonnen standzuhalten, der in einer Wassertiefe von mehr als 10.000 Metern herrscht.

Foto: Historisches Archiv Krupp
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Runde Sache: Die Druckkörperkugel für den Rekordversuch ließ Tiefseepionier Auguste Picard in den Krupp-Werken in Essen bauen. Sie bestand aus Nickel-Chrom-Molybdän-Stahl und wog bei einem Durchmesser von 2,18 Metern rund 14 Tonnen.

Foto: Historisches Archiv Krupp
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Schriftlicher Dank: Dankestelegramm von Jacques Piccard an die deutsche Firma Krupp in Essen, den Hersteller der Tiefseetauchkapsel "Trieste". "Dank Ihrer hervorragenden Arbeit sind wir elftausend Meter in vollkommener Sicherheit getaucht. Beste Grüße, Jacques Piccard", lautet der in französischer Sprache verfasste Text.

Foto: Historisches Archiv Krupp
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