Legendäre Volvo-Modelle - DER SPIEGEL
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Volvo Kantige Autos - kantige Manager

Håkan Samuelsson soll den Autohersteller Volvo sanieren. Die schwedische Industrieikone blickt auf eine lange Reihe von legendären Modellen zurück. Und auf eine ebenso lange Reihe von schlechten Geschäftszahlen.
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Håkan Samuelsson ist seit Oktober 2012 Chef des letzten schwedischen Autobauers Volvo. Der 62-Jährige will die Industrieikone seines Heimatlands retten - und damit auch seinen guten Ruf wiederherstellen. Vor dreieinhalb Jahren war er im Zuge einer Korruptionsaffäre von der Spitze des Münchner Lastwagenbauers MAN zurückgetreten.

Foto: Volvo
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Die Gründung des Autoherstellers geht auf ein Treffen des Wirtschaftsexperten Assar Gabrielsson und des Ingenieurs Gustaf Larson zurück. Angeblich sollen beide eine Vorliebe für die maritime Speisekarte des Stockholmer Restaurants Sturehof gehabt haben. Dort entdeckten sie 1925 eine gemeinsame Vision: eine schwedische Automobilfabrik. Seitdem hat sich Volvo als kantige Marke abseits des Mainstreams einen Namen gemacht - kommerziell waren viele Volvo-Modelle allerdings alles andere als erfolgreich.

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Zwei Jahre nach der Firmengründung - im April 1927 - begann die Produktion des ÖV4. Die Buchstaben in der Bezeichnung stehen für "öppen vagn" (deutsch: offener Wagen). Für die klimatischen Bedingungen in Schweden war das Cabrio nicht besonders geeignet. Volvo setzte deshalb nur 200 Exemplare des 28 PS starken Autos ab. Der Wagen wurde von einen Vierzylinder-Motor mit zwei Liter Hubraum angetrieben und kostete 4800 Kronen.

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Volvo PV444 KE: Die Schweden stellten das Auto im September 1944 in Stockholm vor und sorgten damit für reges Interesse. 150.000 Besucher wollten den Wagen sehen. Es war die Geburtsstunde der Buckel-Volvos und brachte amerikanisches Design in kompakten Abmessungen. Auch wenn die Auslieferung des PV444 erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs beginnen konnte, war der Buckel-Volvo endlich ein Erfolg, und der Hersteller konnte sich über zahlreiche unterschriebene Kaufverträge freuen. Ein Grund war wohl auch der Preis, denn auch dieses Auto kostete nur 4800 Kronen und deckte kaum die Herstellungskosten.

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Volvo P1800 ES: In Deutschland ist das sportliche 1971 vorgestellte Kombi-Coupé als Schneewittchensarg bekannt. Besonders auffällig ist die gläserne Heckklappe - ein Konzept, das Volvo aktuell im C30 fortsetzt. Das herkömmliche Coupé war auch deshalb recht begehrt, weil es Roger Moore in der Fernsehserie "Simon Templar" fuhr.

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Volvo 245: Volvo stellte die 240er-Serie 1974 vor, und die Motoren der Autos umfassten zunächst ein Leistungsspektrum von 82 bis 123 PS. Außerdem gab es später die Top-Variante 260 mit Sechszylinderaggregat und 140 PS. Viel wichtiger dürften den Schweden aber einmal mehr die Sicherheitsmerkmale dieser Baureihe gewesen sein, wie etwa eine Lenksäule mit Sollknickstellen und eine besonders geschützte Position des Tanks.

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Volvo 760: Dieses 1982 vorgestellte Modell sollte das neue Flaggschiff der Marke werden. Volvo rüstete diesen Wagen mit einem V6-Triebwerk aus Leichtmetall aus, das die Schweden zusammen mit Renault und Peugeot entwickelten. Für Aufsehen sorgte das kantige Design der Limousine. Während Hersteller wie Audi oder Ford ihre Karossen immer kurviger gestalteten, setzte Jan Wilsgaard ein fast schon avantgardistisches Statement.

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Volvo XC90: Mit dem 2002 vorgestellten Modell präsentierte Volvo das erste SUV der Marke. Zwar erkannten die Schweden den Trend der Pseudo-Wagen bereits fünf Jahre früher und verkauften den V70 XC Cross Country - ein Kombi V70, der lediglich über etwas mehr Bodenfreiheit und einige Anbauteile verfügte. Mit dem XC90 war Volvo jedoch recht spät dran.

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Volvo C30: Dieser Kompaktwagen setzt die Tradition der gläsernen Heckklappe fort, auch wenn die Volvo-Verantwortlichen dies bei der Vorstellung des Modells 2006 nicht besonders betonten. Von vorn wirkt das Auto recht beliebig, doch das Heck setzt Akzente. Nicht nur der Zugang zum Kofferraum ist eigenwillig gestaltet, sondern auch die Rückleuchten, die bogenförmig erstrahlen.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?