Legendäre Züge - DER SPIEGEL
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Legendäre Züge Schöner rasen mit der Reichsbahn

Er ist der Vater des City-Hopping: 1933 raste der "Fliegende Hamburger" erstmals fahrplanmäßig in zwei Stunden von Berlin nach Hamburg. Der Sensationsrekord des Dieseltriebwagens bedeutete das Ende der Dampflok-Ära - und auch der ICE blieb gegen ihn lange auf der Strecke.
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Eleganter Anstrich: Zur Hervorhebung gegenüber den damaligen Reisezugwagen in tristm Grün und zur Betonung der eleganten äußeren Form des Wagenkastens erhielten der "Fliegende Hamburger" und alle weiteren Verbrennungsmotor-Schnelltriebwagen nach dem Vorbild des Rheingoldzuges von 1928 einen werbewirksamen cremefarbenen und violetten Anstrich.

Foto: DB Museum Nürnberg
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Der "Fliegende Hamburger" heute: Der historische "Fliegende Hamburger" (Modell SVT 04) am 1. Juni 1997 auf dem Bahnhof Altona in Hamburg. In den dreißiger Jahren verkehrte der Zug der Deutschen Reichsbahn auf der Strecke Hamburg - Berlin. Die Fahrzeit betrug nur etwas über zwei Stunden.

Foto: ullstein bild
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Der "Fliegende Hamburger": Der Schnelltriebwagen VT 877 startete am 15. Mai 1933 erstmals zwischen Berlin und Hamburg Hauptbahnhof.

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Schienenzigarre mit Heck-Propeller: Der "Schienenzeppelin" war ein Konkurrenzprojekt zum "Fliegenden Hamburgers". Der Propeller-Triebwagen wurde 1929 von Franz Kruckenberg entwickelt. Auf dem Bild ist er ein Jahr später auf einer Versuchsstrecke zwischen Hannover und Celle zu sehen. Er erreichte Geschwindigkeiten von über 200 Kilometern in der Stunde und war damit so schnell wie ein ICE von heute.

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Zigarre mit Flugzeugpropeller: Der von Franz Kruckenberg entworfene Schienenzeppelin wurde durch einen ohrenbetäubend lauten 600 PS starken BMW-Flugzeugmotor angetrieben. Durch den hinten offen montierte Propeller konnte keine weiteren Waggons angekoppelt werden, der "Flugbahnwagen" war ohrenbetäubend laut und gefährdete durch das Aufwirbeln von Steinen die Reisenden auf den Bahnsteigen. Obendrein konnte der Schienenzeppelin nicht rückwärts fahren, die damals üblichen Sackbahnhöfe wurden so zur Einbahnstraße.

Foto: ullstein bild
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Vorderansicht des Blitzzuges: Der in den dreißiger Jahren eingesetzte Schnelltriebwagen "Fliegender Hamburger" fuhr die 287 Kilometer zwischen Berlin und Hamburg mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 124,8 km/h in 2 Stunden und 18 Minuten. In der Spitze erreichte er eine Geschwindigkeit vom 160 km/h.

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Wie im Flug: Der "Fliegende Hamburger" 1935 auf der Fahrt nach Berlin.

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Schnelltriebwagen: Der "Fliegende Hamburger" der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft hatte eine Länge von 42 Metern und ein Gewicht von 74400 kg.

Foto: Sammlung Günther Dietz
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In voller Fahrt: Seitenansicht des Schnelltriebwagens von schräg vorn. Aufnahme aus den dreißiger Jahren.

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Tiefflug nach Berlin: Am 15. Mai 1933 fuhr der damals schnellste Zug der Welt, der Fliegende Hamburger" erstmals planmäßig zwischen Berlin und Hamburg.

Foto: DB Museum Nürnberg
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Im Hamburger Hauptbahnhof: Der "Fliegende Hamburger" brauchte für die 287 Kilometer von Berlin nach Hamburg nur etwa 2 Stunden und 20 Minuten - eine sensationelle Leistung.

Foto: DB Museum Nürnberg
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Rekordzug: Der "Fliegende Hamburger" stellte bei seiner Jungfernfahrt am 15. Mai 1933 einen Geschwindigkeitsrekord für die Strecke Berlin-Hamburg auf, der erst 1997 von einem ICE eingestellt wurde. Heute steht der letzte noch erhaltene Schnelltriebwagen dieser Art im Verkehrsmuseum Nürnberg.

Foto: DB Museum Nürnberg
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Attraktion: Die sensationellen Leistungen des "Fliegenden Hamburgers" stießen bei der Öffentlichkeit riesiges Interesse. Der Schnelltriebwagen war in der ersten Zeit häufig von Schaulustigen umringt, zahlreiche Zuschauer belagerten Brücken und Bahnsteige.

Foto: DB Museum Nürnberg
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Schnell aber unbequem: Dieser Schnelltriebwagen 877a/b bewährte sich im Prinzip gut, die Zuverlässigkeit der Dieselmotoren war aber - wie bei den meisten Triebwagen der Vorkriegszeit - nicht voll zufriedenstellend. Zudem bemängelten die Reisenden auch die etwas enge Sitzteilung.

Foto: DB Museum Nürnberg
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Großer Bahnhof: Ankunft des "Fliegenden Hamburgers" nach seiner Rekord-Jungfernfahrt von Berlin nach Hamburg am 15. Mai 1933. Einer begeisterte Menschenmenge empfängt den neuartigen Dieseltriebwagen.

Foto: DB Museum Nürnberg
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Weltrekord in der Wirtschaftskrise: 1931 erreichte das Aluminiumgeschoss mit Luftschraubenantrieb auf der Strecke Hannover-Celle 230 Kilometer in der Stunde. Am 21. Juni 1931 fuhr das Fahrzeug in nur 98 Minuten die Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Ein ICE ist heute auch nicht schneller.

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Schienenzeppelin mit Zaungästen: Der Schienenzeppelin 1930 bei einer Testfahrt nach Hamburg. Der Hochgeschwindigkeitszug durchfährt das Wilhelmsburger Bahnhofsviertel, während drei Frauen an einem Zaun das futurisches Gefährt bestaunen.

Foto: Ralf Klee
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?