Legendärer Kampfjet - DER SPIEGEL
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Legendärer Kampfjet Die fliegende Kalaschnikow

1990 endete im deutschen Luftraum die Ära einer geflügelten Legende: Die letzten MiG-21 wurden außer Dienst gestellt. Der größte russische Exportschlager des Kalten Krieges hatte mit der Wiedervereinigung ausgedient. Doch noch heute ist das Kampfflugzeug der Stolz mancher Luftwaffe - beim ehemaligen Feind.
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Fliegende Kopie: Die pakistanische Luftwaffe setzt unter anderem auf die chinesische Version der MiG-21, die F-7. Der Staat am Himalaja besitzt die neuesten Modelle der asiatischen MiG-Kopie, inklusive westlicher Avionik und neuen Tragflügelvarianten.

Foto: Pakistan-Air-Force
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Der letzte Flug: Bundeswehr-Kampfpilot Uwe Beyreuther, noch in NVA-Fliegerkombi, stellt im Dezember 1990 nach genau 29 Minuten Flugzeit diese MiG-21 vom Jagdfliegergeschwader 3 aus Preschen in Rothenburg an der Neiße ab. Während Beyreuther erst in den Bus und später in eine F-4 Phantom der deutschen Luftwaffe steigt, wird die MiG-21 in Dresden verschrottet. Für diese NVA-Kampfjets hatte die Bundeswehr nach der Wiedervereinigung keine Verwendung mehr.

Foto: Rudolf Müller
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Nato-MiG: Vom Sozialismus in die Marktwirtschaft flogen diese MiG-21 der bulgarischen Luftstreitkräfte. Zunächst im Bündnis des Warschauer Pakts eingesetzt, sichern sie heute im Verbund mit anderen Nato-Partnern den Luftraum. Die abgebildeten Maschinen auf dem Flugplatz Graf Ignatievo bereiten dabei sich auf einen Nachtflug vor.

Foto: Sammlung Holger Müller
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Kommunisten-Jet: Nordkorea fliegt als einer der letzten kommunistischen Staaten die wahrscheinlich ältesten Versionen, die MiG-21 PFM. Vielleicht ein Grund dafür, dass der Pilot vor dem Start oder nach der geglückten Landung der Bodencrew heldenhaft zuwinkt.

Foto: Sammlung Holger Müller
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Rocket-Man: Eine rumänische MiG-21 feuert während einer Übung über dem Schwarzen Meer eine Rakete ab. Die rumänischen Maschinen vom Typ MiG-21 LanceR werden mit israelischer Avionik ausgestattet.

Foto: Mihail Zamfirescu
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Kroatische MiG-21: Im Rahmen einer Ausstellung anlässlich des vierten Jahrestages der kroatischen Luftstreitkräfte im November 1995 wird auf dem Flughafen Zadar eine MiG-21 und ihre Munition gezeigt.

Foto: REUTERS
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Fataler Absturz: Am 3. Mai 2002 stürzte eine indische MiG-21 mitten in der Stadt Jalandhar im nordwestindischen Bundesstaat Punjab auf ein zweistöckiges Bankhaus. Bei dem Unglück starben mindestens sieben Menschen.

Foto: AP
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Überreste in Afghanistan: Afghanische Arbeiter untersuchen am 18. November 2001 auf dem Flughafen in Herat die Wrackteile einer in Russland gefertigten MiG-21, die von US-Kampffliegern abgeschossen worden war.

Foto: AP
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Aushängeschild: Visitenkarte der EADS Elbe Flugzeugwerke in Dresden ist diese MiG am Betriebstor der Werft, aufgenommen im August 1990.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1990-0826-012

Foto: Das Bundesarchiv/Matthias Hiekel
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Wartung in der DDR: Insgesamt zehn irakische Jagdflugzeuge des Typs MiG-21 wurden im August 1990 - wenige Tage nach der Besetzung Kuwaits durch den Irak - in der Dresdner Flugzeugwerft gewartet.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1990-0827-015

Foto: Das Bundesarchiv/Matthias Hiekel
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Randerscheinung: In dem bulgarischen Dorf Raduil ist am Straßenrand diese russische MiG-21 ausgestellt. Foto von 2006.

Foto: AP
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Krieg in Afghanistan: Sowjetische MiG-21-Abfangjäger 1980 auf einem Flughafen in Kandahar, Afghanistan. Die Besetzung Afghanistans durch die Sowjetunion dauerte von 1979 bis 1989. Der Krieg kostete mehrere Millionen Afghanen das Leben.

Foto: AP
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Truppenbesuch: Vorführung einer MiG-21 auf einer behelfsmäßigen Start- und Landebahn in der DDR anlässlich eines Truppenbesuchs von Angehörigen von Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA).

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-U0828-032

Foto: Das Bundesarchiv/Manfred Siebahn
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Verkaufsschlager: Eine indische MiG-21 auf einem Flugplatz in Neu-Delhi, undatierte Aufnahme. Die MiG-21 war mit rund 11.000 Exemplaren das seit dem Zweiten Weltkrieg meistgebaute Kampfflugzeug der Welt.

Foto: AP
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Kambodschanische MiG-21: Der Abfangjäger der Luftstreitkräfte Kambodschas 1999 auf einem Militärflugplatz in Phnom Penh. Das Kampfflugzeug war zur Reparatur nach Israel geschickt worden, wo es viele Jahre auf die Auslieferung zurück nach Kambodscha wartete - das verarmte Staat in Südostasien war nicht in der Lage, die Reparaturkosten zu bezahlen.

Foto: REUTERS
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Ausgedient: Jugoslawische Soldaten bereiten russische MiG-21 für ihren letzten "Einsatz" im Luftfahrtmuseum in Belgrad, Serbien, vor.

Foto: AP
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Unglück in Tschechien: Das Heck einer MiG-21 liegt auf dem Bürgersteig in einem Wohnviertel in der tschechischen Stadt Ceske Budejovice. Das Kampfflugzeug war im Juni 1998 mit einer anderen MiG-21 zusammengestoßen. Bei dem Crash wurden etliche geparkte Autos zerstört, drei Gebäude in Brand gesetzt und sechs Menschen am Boden leicht verletzt. Die Piloten überlebten das Unglück.

Foto: AP
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MiG-21-Kenner: Holger Müller, Betreiber der Internetplattform mig-21.de, als 21-jähriger Flugzeugtechniker. Der Unterfeldwebel der NVA war zuständig für eine Maschine des Jagdfliegergeschwaders 8 in Marxwalde (heute: Neuhardenberg). Ein Schnappschuss, der Müller damals eine Menge Ärger hätte einbringen können - denn zum Zeitpunkt der Aufnahme, 1990, war es den Soldaten streng verboten, die Kampfjets zu fotografieren.

Foto: Sammlung Holger Müller
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Der Ur-Überflieger: Vor dem zentralen Armee-Museum in Moskau steht die Ur-Version der MiG-21 aus der Flugzeugschmiede Mikojan-Gurewitsch, die 1959 in Serienproduktion ging.

Foto: Sammlung Holger Müller
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Sonderstatus: Von 1960 bis 1990 flog die MiG-21 über dem Luftraum zwischen Elbe und Oder. Die DDR war nicht nur der erste Staat außerhalb der Sowjetunion, in dem die Maschinen stationiert wurden. Mit zwischenzeitlich etwa 900 Maschinen der Roten Armee beziehungsweise der NVA war Ostdeutschland auch das Land mit der höchsten MiG-21-Konzentration außerhalb der UdSSR. Die abgebildete MiG-21 PFM gehörte zum Jagdfliegergeschwader 1 in Holzdorf.

Foto: Rob Schleiffert
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Mach zwei mal: Die Luftwaffe des afrikanischen Staates Mali fliegt ebenfalls MiG-21. Die leichte Beherrschbarkeit des sowjetischen Jägers erlaubt es auch jenen Nationen, die nicht gerade für ihren Luftfahrt-Pioniergeist bekannt sind, einen Mach-2-Kampfjet zu fliegen.

Foto: U.S. Department of Defense
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In Reih' und Glied: Die abgebildeten MiG SMT auf dem Flugplatz Altenburg gehörten zu den sowjetischen Luftstreitkräften in der DDR. Glücklicherweise kamen sie in ihrer ursprünglichen Mission nie zum Einsatz - sie sollten als Kernwaffenträger operieren. Foto aus den siebziger Jahren.

Foto: Sammlung Holger Müller
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Französisch-sowjetische Allianz: "Normandie-Njemen" war der Name eines französischen Jagdfliegergeschwaders, das während des Zweiten Weltkriegs auf Seiten der Sowjets gegen das Deutsche Reich kämpfte. In Erinnerung dieser fliegenden Allianz fanden selbst im Kalten Krieg regelmäßige Treffen der beiden Luftflotten statt. Hier sind sowjetische MiG-21 MF 1971 in Reims gelandet. Dass dabei kriegswichtige Technologie in westliche Hände fallen könnte, mussten die Sowjets nicht befürchten. Extra für diese Anlässe existierten zahlreiche "Export"-Maschinen, die mit veralteter Technik ausgestattet waren.

Foto: U.S. Department of Defense
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Abrüstungs-PR: Öffentlichkeitswirksam zerlegte die DDR 1989 in Drewitz zahlreiche MiG-21 PFM im Rahmen einer Abrüstungsaktion in den Warschauer-Pakt-Staaten. Dass solche Bilder nur ein Jahr später zum Ende der meisten DDR-MiG massenweise entstehen würden, ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand.

Foto: Archiv Luftwaffen-Museum
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Kriegsschrott: Wahrscheinlich im afghanischen Bagram zerfällt diese MiG-21, die während der Afghanistan-Invasion der Sowjets ab 1979/80 gegen die Mudschahidin eingesetzt worden war.

Foto: U.S. Department of Defense
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Modernste MiG-21: Holger Müller mit einer nigerianischen MiG-21-Technikcrew. Der afrikanische Staat fliegt 15 MiG-21 aus China, die FT-7 NI. Es sind die modernsten Modelle, die komplett in China gefertigt worden sind.

Foto: Sammlung Holger Müller
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Fliegen wie ein Ägypter: 1981, während des Manövers "Bright Star", fliegt eine ägyptische MiG-21, im Vordergrund, gemeinsam mit einer amerikanischen F-16, einer ägyptischen MiG-15 und einer amerikanischen A-10 über dem Land der Pharaonen. Mit etwa 50 Maschinen verfügt Ägypten über eine der größten MiG-21-Flotten.

Foto: U.S. Department of Defense
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Die Rekord-MiG-21: Drei Rekorde stellte die Version der MiG-21 mit der Bezeichnung E-166 auf. Es handelte sich um zwei Geschwindigkeitsrekorde und einen Höhenrekord von 22.670 Metern. Die hier fotografierte E-166 befindet sich im Museum der russischen Luftstreitkräfte in Monino.

Foto: Jens Wehner
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MiG-21 als Kunstobjekt: Auch die finnische Luftwaffe hatte über lange Zeit hinweg die MiG-21 und zuvor die MiG-19 geflogen. Einige wenige Maschinen findet man dort noch in Luftfahrtmuseen und vereinzelt auch an Eingangstoren von Militärflughäfen. Diese MiG-21 wurde von dem deutschen Medienkünstler Jürgen Scheible mit seiner MobiSpray-Technik  in Finnland temporär bemalt. Scheibles ephemerale Kunst erinnert an den Künstler Christo, der durch das Verpacken von Gebäuden bekannt ist.

Foto: Jurgen Scheible
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