Legendärer Kriegsreporter - DER SPIEGEL
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Legendärer Kriegsreporter "Der Tod kam wie am Fließband"

Er sah das Grauen des Kriegs und schrieb darüber wie kein Zweiter: An der Seite einfacher Soldaten berichtete der amerikanische Journalist Ernie Pyle im Zweiten Weltkrieg von vorderster Front. Das Ende der Gefechte erlebte er nicht mehr - geschrieben hat er trotzdem darüber. Von Hans-Jörg Michaelsen
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Bei der Arbeit: Nach der Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 marschierten die alliierten Truppen in Richtung Paris. Reporter Ernie Pyle begleitete sie und schrieb fast täglich eine Depesche.

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Attacke: Unter heftigem Beschuss durch deutsche Maschinengewehre gehen diese US-Soldaten am 6. Juni 1944 aus Landungsbooten in der Normandie an Land. Reporter Ernie Pyle begleitete die Truppen.

Foto: AP
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Ernie Pyle: Der berühmteste Kriegsreporter des Zweiten Weltkriegs.

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Feuerpause: Ernie Pyle (M., mit Schutzbrille) im Kreise von US-Soldaten der 181. Panzerdivision, während des Zweiten Weltkrieges im italienischen Anzio.

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Schlacht um Okinawa: Zwei Marineinfanteristen des 2. Bataillons während der Kämpfe um Okinawa, aufgenommen im Mai 1945.

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Nach heftigem Gefecht: Ein Marineinfanterist geht durch ein zerstörtes Dorf auf Okinawa, auf dem Boden liegt ein toter japanischer Soldat. Die Amerikaner hatten sich auf der Pazifik-Insel heftige Gefechte mit den Japanern geliefert - Kriegsreporter Ernie Pyle war dabei. Foto von April 1945.

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Eroberung der Insel: Nach heftigen Gefechten hisste ein US-Soldat am 29. Mai 1945 das Sternenbanner auf einem Wall in der ehemaligen Burgstadt Shuri auf Okinawa. Reporter Ernie Pyle sollte das Ende des Krieges nicht mehr miterleben.

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Letztes Foto: 63 Jahre nach seinem Tod veröffentlichte die Nachrichtenagentur AP am 3. Februar 2008 zum ersten Mal dieses Foto von der Leiche des Kriegsreporters Ernie Pyle, der am 18. April 1945 auf der Insel le Shima von einem japanischen Scharfschützen getötet worden war. Eine Notiz auf der Rückseite des Bildes besagte, dass es damals von der Militär-Zensur nicht zur Veröffentlichung freigegeben wurde.

Foto: AP
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Gedenken an Pyle: Generalmajor Andrew D. Bruce (mit dem Rücken zur Kamera), Befehlshaber der 77. US-Infanterie-Division, während einer Zeremonie zu Ehren des getöteten Kriegsreporters Ernie Pyle vor dessen hölzernem Sarg.

Foto: AP
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"Wir haben einen Kumpel verloren": Eine Holztafel, die zu Ehren des gefallenen Ernie Pyle am Tag nach seinem Tod von der 77. US-Infanterie-Division auf le Shima, Japan, errichtet worden war. Sie wurde später durch ein steinernes Ehrenmal ersetzt. Das Foto war am 20. April 1945 entstanden.

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Monument für Pyle: Die zunächst vorläufig errichtete Gedenktafel wurde später durch dieses Steinmonument ersetzt. Unter dem Bild der Freiheitsstatue steht geschrieben: "An diesem Platz verlor die 77. Infanterie-Division einen Kumpel, Ernie Pyle, 18. April 1945." Das Foto wurde während einer Gedenkzeremonie am 21. August 1945 aufgenommen.

Foto: AP
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Pyles Grab: 1949 wurde Ernie Pyles Leiche nach Hawaii gebracht und dort auf dem Militärfriedhof in Honolulu begraben. Das Foto entstand im August 1965.

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Kriegsreporter als Spielzeug: Der amerikanische Journalist Ernie Pyle war so populär, dass US-Spielzeugfabrikanten ihn als unter Gefechtsbedingungen arbeitende Reporterfigur in ihre Kollektion aufnahmen.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?