Legendärer Popsong - DER SPIEGEL
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"Space Oddity" Ein Gott aus dem Pophimmel

"Ground control to Major Tom": 1969 erschien Gott am Pophimmel. Während die Menschen den Mond eroberten, schwebte er auf die Erde herab und verkündete aus den Radios sein Evangelium. Für David Bowie war sein erster Hit ein kleiner Schritt - für die Popwelt war es eine Offenbarung. Von Florian Harms
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Rätselhaft wie eine Sphinx: Auf dieser frühen Aufnahme im Booklet zu seiner ersten erfolgreichen Langspielplatte "Space Oddity" zeigt der Meister bereits, wer bei ihm im Mittelpunkt steht - er selbst.

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Vom Winde verweht: So sah Bowie aus, als er noch David Jones hieß und bevor er die Welt eroberte. Aufnahme vom 3. März 1969.

Foto: Getty Images
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Noch Fragen? Ziggy Stardust in seiner ganzen Schönheit Anfang der Siebziger in New York.

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Ein Lied für die Welt: Dieses rare Foto aus dem Jahr 1970 zeigt Bowie mit langen Haaren in geselliger Runde in Los Angeles.

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Perfekte Pose: Im Booklet seiner zweiten LP "The Man who sold the world" erscheint Gott ganz in Weiß.

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Diva am Mikro: Mann oder Frau? Bei Bowie waren sich seine Fans nie so ganz sicher. Das Foto entstand bei einem Konzert im Jahr 1970.

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Ausblick: Doch, das ist Bowie. Damals, im Jahr 1966 in London, hieß er allerdings noch David Robert Jones und war im Popbusiness nahezu unbekannt. Allerdings hatte er bereits erste Songs wie "I'm not losing sleep" und "Good morning girl" aufgenommen.

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Major Tom: Bowie erscheint im Februar 1970 bei einem Festival in London. Im Jahr zuvor hatte er mit "Space Oddity" seinen ersten Hit gelandet.

Foto: Getty Images
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Ich bin's! Bowie wechselte sein Aussehen schneller und öfter als jeder andere Star. So erhielt er seinen Spitznamen "Chamäleon des Pop". Foto aus dem Jahr 1980.

Foto: Getty Images
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Diamanthund, überlebensgroß: Ein Werbeplakat auf dem Sunset Strip in Los Angeles wirbt 1974 für Bowies Tournee zu seiner Platte "Diamond Dogs". Das Album thematisierte George Orwells düstere Zukunftsvision "1984" und gilt trotz des geringen Hitcharakters als Meisterwerk der Popmusik. Finanziell war die US-Tournee für Bowie ein Desaster.

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Tuchfühlung: In den Achtzigerjahren hatte Bowie seine größten kommerziellen Erfolge mit Hits wie "Let's dance" und "This is not America". Die Aufnahme entstand bei einem Konzert 1983 in New York.

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Zwiegespräch: Bowie posierte bei seinen Auftritt in ständig wechselnden Rollen. Anleihen an Klassiker wie Shakespeares "Hamlet" waren natürlich auch darunter.

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Modesünde? Ende der Siebzigerjahre lebte Bowie in Berlin und hatte eine seiner künstlerisch stärksten Phasen. 1978 ging er auf Tournee und probierte wechselnde Outfits aus. Im selben Jahr zog er in die Schweiz.

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Gott ist Bowie ist Andy Warhol: Im Jahr 1995 gab der Meister einen vie lgelobten Auftritt als Andy Warhol in Julian Schnabels Film "Basquiat".

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Gezeichnet: Drogen, Schlafmangel und Auszehrung machten Bowie Ende der Siebzigerjahre zu schaffen. Dennoch zählte diese Phase, während der er in Berlin seine drei düsteren Alben "Low", "'Heroes'" und "Lodger" produzierte, zu den Höhepunkten seines Schaffens. Dieses Bild entstand 1977 während eines Aufenthalts in Paris.

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David Bowie: Bowie in seiner Rolle des Ziggy Stardust Anfang der Siebziger in New York. Seit einer Schlägerei mit einem Jugenfreund ist eine seiner Pupillen geweitet, deshalb erscheint es so, als habe er zwei unterschiedliche Augenfarben - auch dies trägt zu seiner Faszination bei.

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Götter unter sich: Bowie mit Paul McCartney (li.) hinter der Bühne beim Live-Aid-Konzert am 13. Juli 1985 in London.

Foto: Getty Images
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Die Frau an seiner Seite: Seit 1992 ist Bowie mit dem Model Iman Abdulmajid verheiratet. Die beiden haben eine Tochter und leben in New York. Seitdem der Meister im Jahr 2004 einen Herzinfarkt erlitt, ist es ruhiger um ihn geworden. Er tritt aber weiterhin in der Öffentlichkeit auf, wie hier bei einer Gala in New York 2008.

Foto: Getty Images
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Grrr! Bowie als Diamanthund auf dem Cover seines Albums "Diamond Dogs" aus dem Jahr 1974.

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Angepint: Cover zu Bowies Platte "Pinups", auf der er Rock'n'Roll-Hits anderer Musiker coverte.

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Gezeichnet Das Cover zum Album "Aladdin Sane" aus dem Jahr 1973 lässt erahnen, wie weit Bowie ging, um sich ständig neu zu erfinden. Es war das erste Album, nachdem er seine weltweit erfolgreiche Kunstfigur "Ziggy Stardust" beerdigt hatte. Die künstlerische Qualität der Songs war umstritten, doch wurde die Platte sein bis dahin größter kommerzieller Erfolg.

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Bin ich schön? Auch auf dem Cover seines dritten Albums "Hunky Dory" gab sich Bowie feminin. Die Songs der Platte, wie "Changes" und "Life on Mars?", genießen unter Bowie-Fans bis heute höchste Wertschätzung.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?