Legenden: Watergate und "Deep Throat" - DER SPIEGEL
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Legenden Watergate und "Deep Throat"

Nach 30 Jahren hat sich "Deep Throat", der Informant der beiden Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein, geoutet. SPIEGEL ONLINE zeigt Bilder des Watergate-Skandals, der zum Rücktritt von US-Präsident Nixon führte.
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Das Watergate-Hotel: Mit dem Einbruch in der Zentrale der Demokraten begann der Skandal. Der damalige FBI-Vize Mark Felt setzte die Reporter Carl Bernstein und Bob Woodward nach dem mysteriösen Vorfall auf die Spur ins Weiße Haus.

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Reporter-Legenden damals: Bob Woodward (r.) und Carl Bernstein (hier eine Aufnahme von 1973) von der "Washington Post" bekamen für ihre Recherchen über die Watergate-Affäre den Pulitzer-Preis.

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Woodward (r.) und Bernstein: Die "Washington Post" bestätigte nun Felts Identität. "Die Nummer zwei beim FBI, das war eine sehr gute Quelle", erklärte Ben Bradlee, vor 30 Jahren leitender Redakteur der "Washington Post".

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Nixons 1974: Die Spur der Reporter führte auf direktem Weg ins Weiße Haus, zum Wahlkampfteam der Republikaner und zum damaligen US-Präsidenten selbst. Woodward und Bernstein deckten Nixons Vertuschungsmanöver auf. Nach monatelangen Anhörungen vor dem Parlament und vor Gericht war Nixon am Ende.

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Resignation: Präsident Nixon gibt am 8. August 1974 auf. Der Rückzug des Republikaners war der erste Rücktritt eines US-Präsidenten in der amerikanischen Geschichte.

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Aufgabe: Zunächst wurden mehrere Berater von Richard Nixon wegen Behinderung der Justiz verurteilt. Dann trat der US-Präsident selbst zurück.

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FBI-Leute Mark Felt (l.) und Edward S. Miller (r.): 1980 in Washington nach ihrer Verurteilung wegen der Genehmigung von Einbrüchen bei der Fahndung nach Radikalen. Sie wurden damals zu Geldstrafen von 5000 beziehungsweise 3500 US-Dollar verurteilt.

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Der Informant: "Deep Throat" Felt in einer Sendung von CBS im Jahre 1976. Ein entscheidender Tipp war, die Spur des Geldes zu verfolgen. Dabei fanden die Reporter heraus, dass der Einbruch von Nixons Wahlkampfteam finanziert worden war. In der gescheiterten Nacht- und Nebelaktion wollten die Wahlkämpfer Wanzen für einen Abhörangriff auf die Demokraten verstecken.

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Eisernes Schweigen: FBI-Agenten Mark Felt (l.) und Edward S. Miller bei einer Pressekonferenz 1981. Felt, die ehemalige Nummer Zwei der Bundespolizei, äußerte sich Jahrzehnte nicht zu seiner Rolle in der Aufdeckung des Skandals. Selbst seine Familie weihte er erst 2002 ein.

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Ex-FBI-Mann Felt heute: "Ich bin der Kerl, den sie 'Deep Throat" nannten". Seine Familie bezeichnet ihn als amerikanischen Helden, der viel riskiert habe, um das Land vor einer furchtbaren Ungerechtigkeit zu retten.

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Watergate-Komplex: Die Zusammenarbeit von "Deep Throat", dessen Deckname der Titel eines Pornofilms ist, und den beiden Reportern fand unter hoch konspirativen Bedingungen statt, zumeist in Tiefgaragen.

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Talkshow-Gast: Bob Woodward steht in der CNN-Sendung "Larry King Live" Rede und Antwort. Sein größtes Geheimnis lüftete er 1997 jedoch noch nicht. Außer ihm und Berstein wusste nur noch der damalige "Post"-Chefredakteur Ben Bradlee, wer "Deep Throat" war. Dass der Informant ein Vize-Chef des FBI gewesen sei, habe ihm die Sicherheit gegeben, dass das Blatt mit seinen Recherchen richtig liege, sagt Bradlee nun.

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Watergate-Hotel (1998): Jahrhundertskandals um die düsteren Machenschaften Richard Nixons. Das beispiellose Polit-Drama wurde 1976 mit Robert Redford und Dustin Hoffman verfilmt.

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Reporterlegenden privat: Bob Woodward (l.) and Carl Bernstein (r.) 2005 vor Woodwards Wohnung in Washington. Die Reporter Bernstein und Woodward hatten geschworen, ihre Quelle erst preiszugeben, wenn diese nicht mehr am Leben sei. Nachdem er selbst aus der Deckung gekommen ist, konnten sie sich nun öffentlich bedanken. "Mark Felt ist 'Deep Throat'. Er hat uns bei der Watergate-Berichterstattung unermesslich geholfen".

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Pulitzer-Preisträger: Bob Woodward 1997 bei einer Fragestunde zum investigativen Journalismus. Durch seine Recherchen wurde er berühmt und wohlhabend.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?