Fotostrecke Laufen, springen, werfen fürs Renommee
Er ist Mister Leichtathletik. Achtmal WM-Gold hat Usain Bolt bereits. Am Sonntag soll es beim 100-Meter-Showdown von Peking Nummer neun geben.
Ist das etwa Angst vor der Konkurrenz? Wohl nur eine seiner üblichen Bolt-Clownereien. Dennoch: Der Jamaikaner ist nicht der Top-Favorit am Sonntag.
Da wäre Justin Gatlin aus den USA. Er ist der Schnellste in diesem Jahr - und er ist schon zweimal wegen Dopings erwischt worden. Ob er jetzt sauber ist? Zweifel sind ausdrücklich erwünscht.
Und noch einer mit Doping-Vergangenheit: Gatlins Landsmann Tyson Gay flog 2013 auf - und ist jetzt selbstverständlich völlig geläutert wieder dabei.
Würden Sie von diesem Herrn einen Gebrauchtwagen kaufen? Asafa Powell, Jamaikas zweiter Sprintstar, musste 2013 auch wegen Dopings aussetzen.
Am Sonntag fordert Powell Bolt und die anderen ebenfalls heraus. Ein Rennen mit einem derartigen Beigeschmack, dass es schon fast der Hauptgeschmack ist.
Entsetzen in den Augen - wartet da im Ziel etwa der Dopingfahnder? Großbritanniens Lauf-Idol Mo Farah ist ebenfalls in Verdacht geraten. Ab Samstag will er sportliche Schlagzeilen machen.
Und noch eine, die Gold fest im Blick hat: Genzebe Dibaba hat unlängst den 1500-Meter-Weltrekord der Frauen pulverisiert. In Peking will sie nachlegen.
Keiner springt eleganter: Christian Taylor aus den USA ist der Weltjahresbeste im Dreisprung. Im Duell mit dem Kubaner PPP, Pedro Pablo Pichardo, könnte sogar der Weltrekord von Jonathan Edwards wackeln. Der steht seit 20 langen Jahren auf 18,29 Meter.
Latte und Gold im Visier: Renaud Lavillenie aus Frankreich gilt es im Stabhochsprung zu besiegen. Eine Herausforderung nicht zuletzt für den Deutschen Raphael Holzdeppe.