Leistungsrudern in der DDR "Sonst kriegen Sie kein Bein mehr auf den Boden"
"Zweier ohne": Ein Erinnerungsfoto mit meinem Zweierpartner Jens Höhne, rechts, während eines Trainingslagers in Mecklenburg im Frühjahr 1981.
Zusage des SCM: Von mir heiß ersehnt: die Zusage des Sportclubs Magdeburg. Meine Eltern überließen mir die Entscheidung.
Bootshaus: Im Ruderbootshaus des SC Magdeburg fand im Mai 1977 der Sichtungslehrgang für die 14- bis 15-Jährigen statt, die im September als Ruderer durchstarten sollten. Heute befindet sich auf dem Gelände das Hotel "Haus der Athleten".
Nachwuchskräfte: Junge Ruderer des SCM verladen Boote. 1977 kam kein einziger neuer Ruderer aus einem anderen Verein zum Glück. Alle Neuen erhielten ihr Grundausbildung.
Muskelaufbau: Das Krafttraining galt neben dem Rudern immer als eine Säule des Erfolgs, deshalb fand es dreimal wöchentlich statt. Selbst wenn wie hier improvisiert werden musste. Beliebt war es nicht.
Spartakiade 1979: Der Spartakiadesieg im Achter auf der Regattastrecke in Berlin-Grünau war die Erlösung nach einem Katastrophenjahr. Während der Achter des SC Dynamo Berlin die DDR-Meisterschaft holte, konnten wir zwei Wochen später den Spieß umdrehen.
SCM-Jugendachter: Unser Achter auf dem Weg zur Siegerehrung bei der Spartakiade 1979. Ich bin der Sechste von links.
Bei den Russen: Weder Schule noch Pionierleben interessierten mich besonders. Viel lieber zog ich mit Freunden durch die Gegend oder tauschte bei den Russen Abzeichen gegen Zigaretten. Im Frühjahr 1977 entschied ich mich, Leistungssportler zu werden und ließ das (gelegentliche) Rauchen sein.
Lage: Eine der häufigen Besprechungen mit unsererm Trainer Roland Sommer vor dem WM-Finale 1981 in Sofia.
Junioren-Weltmeister: Die Mannschaft des DDR-Achters nach dem Finale auf dem Siegersteg, aufgenommen am 8. August 1981. Das Foto steckte jahrelang im Bilderrahmen meiner WM-Urkunde und ist deshalb so ausgeblichen. Ich stehe ganz links.
Im Höhentrainingslager: Auch Anfang 1982 war ich immer noch voller Ehrgeiz, gesundheitlich aber schon angeschlagen. Der Schnappschuss entstand im Februar während eines Höhentrainingslagers auf dem Belmeken in Bulgarien.