Erinnerungskultur Lenin-Kopf in Berlin geborgen
In 130 Teile zerlegt wurde das 19 Meter hohe Denkmal des früheren Revolutionsführers Lenin 1991 in Berlin abtransportiert. Berühmt wurde diese Szene dank des Films "Good Bye, Lenin" - hier das Original.
In "Good Bye, Lenin" aus dem Jahr 2003 ging für die Mutter von Alexander Kerner, gespielt von Daniel Brühl, die DDR einfach weiter,...
...dem Berliner CDU-Senat unter dem damaligen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen konnte es 1991 hingegen gar nicht schnell genug gehen, das Ost-Berliner Monument am Stadtrand zu verbuddeln.
Zuvor dominierte die Lenin-Statue, 1970 errichtet, 21 Jahre lang den Lenin-Platz in Ost-Berlin. Heute heißt der Platz "Platz der Vereinten Nationen".
Der Kopf der gewaltigen Statue ist nun wieder geborgen worden - und soll in einem West-Berliner Museum gezeigt werden. Er ist knapp vier Tonnen schwer.
In der Zitadelle in Berlin-Spandau soll der Kopf in der Ausstellung "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler" gezeigt werden.
Das Medieninteresse an der Bergung des Kopfes war riesig - ein russischer Fernsehsender übertrug das Ereignis live.
Ab Frühjahr 2016 soll der Kopf gezeigt werden. Die Bergung war wegen des Naturschutzes jedoch umstritten. Zauneidechsen hatten sich auf dem früheren Monument angesiedelt.
Noch heute stehen in vielen früheren Sowjetrepubliken Lenin-Statuen. Diese, in der Nähe der Stadt Donezk, trägt inzwischen die ukrainischen Nationalfarben.
Historisches Vorbild: Wladimir Iljitsch Lenin in seinem Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau. Zum 100. Geburtstag Lenins präsentierten die DDR-Oberen das Denkmal in Berlin.