Lenkdrachen-Konzept: Jagd auf die Kraft des Winds - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Lenkdrachen-Konzept Jagd auf die Kraft des Winds

Mit Lenkdrachen wollen Wissenschaftler in den Niederlanden in Zukunft den Wind einfangen. Eines Tages könnten ganze Drachenschwärme die Verschandelung der Landschaft durch Windräder überflüssig machen. Doch der ultimative Praxistest steht noch aus.
1 / 7

Lenkdrachen-Test über Friesland: Holländische Forscher wollen Drachen aufsteigen lassen und damit die Höhenwinde anzapfen. Seit kurzem gibt es in den Niederlanden nun einen Flugdrachen, der eigenständig in der Luft bleibt und Strom erzeugen kann.

Foto: Delft University of Technology
2 / 7

Lenkdrachen und Windturbine: Die Forscher versprechen, die Lenkdrachen seien billiger als Windräder, machten keine Geräusche und könnten zuverlässiger Energie liefern - und vor allem in größerer Menge als Windparks heute. Das müssen sie allerdings noch beweisen.

Foto: Delft University of Technology
3 / 7

Seil zum Boden: Die Idee basiert auf der Funktionsweise eines Jo-Jos. In dieser Ausroll-Phase wird eine hohe Zugkraft erzeugt. Ist das Kabel vollständig von der Spule abgewickelt, dreht sich die Trommel weiter, das Kabel wird wieder kürzer und der Drachen zurückgezogen. Durch das Auf- und Abwickeln dreht sich die Trommel, ein Generator produziert Strom, der in einer Batterie zwischengespeichert wird.

Foto: Delft University of Technology
4 / 7

Start des Prototyps: Die Drachen könnten als mobile Kraftwerke auch dort aufgebaut werden, wo wenig Platz ist oder - zum Beispiel in der Wüste - gerade Strom gebraucht wird. Sie sind unauffällig, geräuschlos und schaden der Umwelt nicht, loben die Erfinder.

Foto: Delft University of Technology
5 / 7

Drachen im Test: Erst durch das Zusammenschalten mehrerer Drachen würde das Konzept zum Höhenwindkraftwerk taugen.

Foto: Delft University of Technology
6 / 7

Stromerzeugung am Boden: "Mit einem Drachen von 500 Quadratmetern Größe würde man mit heutigen Materialien schon in den Megawatt-Bereich kommen", glaubt Roland Schmehl von der Technischen Universität Delft.

Foto: Delft University of Technology
7 / 7

Überwachung des Flugversuchs: Am Lenkdrachen ist eine Messeinheit befestigt, die GPS-Daten, Höhe und Drehgeschwindigkeit des Drachens zur Bodenstation funkt. Dort werden sie von einem Computer verarbeitet, der sie mit der Windgeschwindigkeit abgleicht und die beste Flugbahn berechnet.

Foto: Delft University of Technology
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?