Lenkdrachen-Konzept Jagd auf die Kraft des Winds
Lenkdrachen-Test über Friesland: Holländische Forscher wollen Drachen aufsteigen lassen und damit die Höhenwinde anzapfen. Seit kurzem gibt es in den Niederlanden nun einen Flugdrachen, der eigenständig in der Luft bleibt und Strom erzeugen kann.
Lenkdrachen und Windturbine: Die Forscher versprechen, die Lenkdrachen seien billiger als Windräder, machten keine Geräusche und könnten zuverlässiger Energie liefern - und vor allem in größerer Menge als Windparks heute. Das müssen sie allerdings noch beweisen.
Seil zum Boden: Die Idee basiert auf der Funktionsweise eines Jo-Jos. In dieser Ausroll-Phase wird eine hohe Zugkraft erzeugt. Ist das Kabel vollständig von der Spule abgewickelt, dreht sich die Trommel weiter, das Kabel wird wieder kürzer und der Drachen zurückgezogen. Durch das Auf- und Abwickeln dreht sich die Trommel, ein Generator produziert Strom, der in einer Batterie zwischengespeichert wird.
Start des Prototyps: Die Drachen könnten als mobile Kraftwerke auch dort aufgebaut werden, wo wenig Platz ist oder - zum Beispiel in der Wüste - gerade Strom gebraucht wird. Sie sind unauffällig, geräuschlos und schaden der Umwelt nicht, loben die Erfinder.
Drachen im Test: Erst durch das Zusammenschalten mehrerer Drachen würde das Konzept zum Höhenwindkraftwerk taugen.
Stromerzeugung am Boden: "Mit einem Drachen von 500 Quadratmetern Größe würde man mit heutigen Materialien schon in den Megawatt-Bereich kommen", glaubt Roland Schmehl von der Technischen Universität Delft.
Überwachung des Flugversuchs: Am Lenkdrachen ist eine Messeinheit befestigt, die GPS-Daten, Höhe und Drehgeschwindigkeit des Drachens zur Bodenstation funkt. Dort werden sie von einem Computer verarbeitet, der sie mit der Windgeschwindigkeit abgleicht und die beste Flugbahn berechnet.