Lernen von Jeff Bezos Der Dauerbrenner
Der Innovationskönig und sein Zepter: Amazon-Chef Jeff Bezos präsentierte im September 2011 den Kleincomputer Kindle Fire, jüngster Coup des Internet-Versandhauses.
Mit der Kindle-Produktfamilie stieß Amazon ins Hardware-Geschäft vor und wird so immer stärker zum Konkurrenten von Apple. Die Lust, in Marktlücken außerhalb des eigenen Kerngeschäfts vorzustoßen, ist typisch für Bezos und die Amazon-Unternehmenskultur.
Dabei bauen diese neuen Geschäftsfelder stets auf etablierte Stärken des Unternehmens auf. Den Anfang machte Amazon als Online-Buchhandlung. Es folgten weitere Produktgruppen, von der Heckenschere bis zur Digitalkamera...
... die sich über das bereits vorhandene Logistiksystem verschicken ließen. Schließlich öffnete Amazon seine Lager (hier in Bad Hersfeld), seine Website und auch seine Rechenzentren für externe Anbieter - und wurde so vom reinen Händler zum IT- und Logistikdienstleister.
Doch für Millionen Amazon-Kunden bleibt die wichtigste Erfahrung mit Amazon die Ware, die meist versandkostenfrei ins Haus geliefert wird - und sich in der Regel ebenso kostenlos wieder zurückschicken lässt. Mit solch kulanten Konditionen brachte Amazon viele etablierte Handelsunternehmen in Zugzwang.
Dabei bleibt Amazons Erfolg untrennbar verbunden mit dem Charisma und dem Innovationsgeist von Unternehmensgründer Jeff Bezos, der das Unternehmen bis heute führt. Bei seiner Suche nach neuen Geschäftsideen hilft Bezos eine schlichte Frage, die er sich selbst und dem Amazon-Management immer wieder stellt: "Was wird sich in fünf Jahren NICHT verändert haben?"