Libanon: Ein Hotel aus einer anderen Zeit - DER SPIEGEL
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Libanon Ein Hotel aus einer anderen Zeit

Früher hausten hier Flaubert und de Gaulle, heute ist das libanesische Hotel Palmyra ein verfallendes Prunkstück in der Nähe der syrischen Grenze. Geöffnet ist es seit 1874 jeden Tag - obwohl nun kaum noch Touristen kommen.
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Hotel Palmyra in Baalbek: Seit 1874 ist hier jeden Tag geöffnet - auch wenn der Tourismus im Libanon schon deutlich bessere Zeiten gesehen hat.

Foto: Theresa Breuer
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Angeschlagenes Werbeschild: In der Khalil-Mutran-Straße in Baalbek steht das historische Hotel.

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Prunk vergangener Zeiten: Gäste kommen sich vor wie in einem Museum - wer allerdings modernen Komfort erwartet, ist hier komplett falsch.

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Butler Ahmed arbeitet hier seit 1955. "Das Palmyra", sagt er, "fließt in meinem Blut."

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Speisesaal: Einst kam große Prominenz hierher - von Charles de Gaulle bis hin zu Kaiser Wilhelm II.

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Die Lage des Hotels ist phänomenal: Direkt gegenüber befinden sich die berühmten Tempelanlagen von Baalbek.

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Die spektakulären römischen Ruinen befinden sich quasi mitten in der Stadt,...

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...auch aus dem Hotel kann man die Aussicht auf die antike Stätte genießen.

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Besucher fühlen sich wie auf einer Zeitreise. "Wer einmal hier war", ist Geschäftsführerin Rima Hussein überzeugt, "will immer wieder zurück."

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Ihr Mann Ali Hussein übernahm das Hotel 1987. Wirtschaftlich ist das wenig lukrativ - doch hier geht es um mehr als finanzielle Gewinne.

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Im Treppenhaus: Vieles ist verfallen, aus den rostigen Wasserhähnen kommt nur kaltes Wasser und die Betten knarzen.

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"Außer der Zeit soll nichts das Hotel berühren", ist das Motto der Betreiber.

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Auf der Plattform TripAdvisor wird das Palmyra als bestes Hotel der Stadt gehandelt. Nur zwei weitere Unterkünfte sind dort gelistet.

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Bildband auf dem Tisch: Durch den Krieg in Syrien ist der Tourismus in Baalbek fast vollständig zum Erliegen gekommen. Nur wenige Kilometer sind es bis zur Grenze.

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Da hilft auch ein Weltkulturerbe wie die römische Tempelanlage nichts - die internationalen Reisehinweise halten Besucher fern.

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