Libanon Saudis auf Skiern
Libanesische Skianfängerin: Wohlhabende Araber kommen liebend gern nach Faraya, auch wenn sie nicht Ski fahren. Viele reisen extra übers Wochenende an, um einmal im Leben Schnee zu sehen.
Mit Kopftuch und Schottenrock: Arabische Touristen aus der Golfregion genießen die Fahrt mit dem Schneemobil. Die libanesischen Skiresorts sind die Einzigen in der ganzen arabischen Welt.
Libanesisches Rotes Kreuz am Pistenrand: Für Wael Aridi (2.v.l.) ist der Einsatz auf der Piste eine willkommene Abwechslung. Statt Skiunfallbeteiligte versorgt er sonst meist Opfer der ständig schwärenden Konflikte im Libanon und in Nahost.
Skihasen à la Libanaise: Auch die nicht so sportlichen Schönen und Reichen aus Beirut fahren gern die eine Stunde hoch zum schicken Skigebiet in Faraya. Ein paar wackelige Schritte auf Schnee müssen reichen, um die Winterjacken und Sonnenbrillen ins rechte Licht zu rücken.
Schneekönigin aus Ägypten: Dina stammt aus Kairo, arbeitet im Libanon als Kardiologin und stand das erste Mal auf Skiern. "Ich hatte zuvor nur einmal im Leben Schnee gesehen, bei einem Besuch in Aachen", sagt sie.
Schleier im Schnee: Gläubige Musliminnen legen den Schleier auch für einen Tag auf den Pisten nicht ab, sie tragen ihn statt der Mütze. Die Dame aus Saudi-Arabien schaut dem Treiben nur vom Rande aus zu, sich unter die Wintersportler zu mischen wäre unschicklich.
Ski-Ass Hassib al-Kay: Der Unternehmensberater versucht, im Winter jede freie Minute in den Bergen zu verbringen. Er liebt das spezielle Flair der libanesischen Skigebiete: "Wir Skifahrer hier sind eine kleine, eingeschworene Gemeinde. Jeder kennt jeden, dauernd trifft man Bekannte, macht dann ein paar Abfahrten zusammen oder erkundet die Gebiete abseits der Pisten."
Mit Zigarre und Ferrari-Shirt: Skifahren ist für die extrem auf Äußerlichkeiten bedachten Libanesen nicht nur Sport, sondern eine perfekte Gelegenheit, Rang und Reichtum zur Schau zu stellen.
Wüstensöhne in Schneewüste: Diesen jungen Saudis ist nicht nur kalt, sie wollen auch nicht erkannt werden. Die Väter daheim fänden das sicher nicht lustig, wenn sie mitbekämen, dass ihre Söhne sich im Skigebiet umgeschaut haben - immerhin verkehren dort nicht nur Männer, sondern auch Frauen, und zudem nicht verschleierte.