Libyen am Dienstag: Das Toben des Diktators - DER SPIEGEL
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Libyen am Dienstag Das Toben des Diktators

Beobachter geben dem Regime von Diktator Gaddafi nicht mehr lange: Die Macht scheint ihm zusehends zu entgleiten. Die Proteste haben inzwischen weite Teile Libyens erfasst. Doch der Revolutionsführer gibt sich kampfesbereit - und leistete sich einen bizarren TV-Auftritt.
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Muammar al-Gaddafi bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im Staatsfernsehen seit Beginn der Proteste: Über eine Stunde lang schrie und drohte der libysche Diktator.

Foto: HO/ Reuters
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"Ich werde bis zum letzten Tropfen meines Blutes kämpfen", sagt der Staatschef. Lieber wolle er als Märtyrer sterben, als das Land zu verlassen.

Foto: HO/ Reuters
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Zwischendurch las er Passagen aus seinem verworrenen Propagandawerk, dem "Grünen Buch", vor - und drohte dann den Regierungsgegnern, die er Ratten nennt, unverhohlen.

Foto: Reuters/ Libyan State Television
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"Legt Eure Waffen sofort nieder, sonst gibt es ein Gemetzel", so Gaddafi. Libyen werde jetzt "Haus für Haus gesäubert".

Foto: Libyan State TV/ Al Jazeera
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Unterdessen haben die Gegner Gaddafis nach eigenen Angaben fast ganz Libyen unter ihre Kontrolle gebracht.

Foto: STR/ REUTERS
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Obwohl das Gaddafi-Regime mit brutaler Härte gegen die Demonstranten vorgeht, gingen auch am Dienstag - wie hier in der Hauptstadt Tripolis - die Proteste weiter. Wie viele Menschen seit Beginn der Unruhen vor einer Woche getötet wurden, ist unklar: Menschenrechtler sprechen von 400 Toten, die Opposition sogar von 560 Toten.

Foto: AP/ APTN
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Feuer auf den Straßen von Tripolis am Dienstagmorgen: Oppositionelle berichten, dass die Leichen niedergeschossener Demonstranten auf den Straßen zurückgelassen worden seien.

Foto: AP/ APTN
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In groß angelegten Rettungsaktionen begannen am Dienstag zahlreiche Staaten, ihre Bürger aus Libyen herauszuholen. Am Montag verließ dieses Schiff Istanbul, um türkische Staatsangehörige zu evakuieren.

Foto: OSMAN ORSAL/ REUTERS
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Dringlichkeitssitzung in New York: Der Uno-Sicherheitsrat debattierte am Dienstag über die Lage in Libyen. Mehrere Mitarbeiter der libyschen Uno-Vertretung warfen Gaddafi Völkermord an seinem eigenen Volk vor und kündigten ihm die Gefolgschaft.

Foto: ? Reuters Photographer / Reuters/ REUTERS
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Spur der Verwüstung am Montag in Bengasi: In der Stadt im Osten des Landes waren die Unruhen zunächst am heftigsten gewesen.

Foto: AP/ Alaguri
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Demonstranten schwenken eine libysche Flagge aus der Zeit vor Gaddafi. In der Hafenstadt Bengasi sollen ganze Militäreinheiten desertiert sein.

Foto: AP/ Alaguri
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Protestler auf einem Lastwagen, auf dem auf arabisch "Geh, geh, geh" und "Nieder mit dem Regime" steht. Dieses Foto wurde wie viele andere am Montag aufgenommen, aber erst am Dienstag veröffentlicht.

Foto: AP/ Alaguri
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Menschen verlassen die Stadt Bengasi. Noch immer fließen die Informationen nur sehr spärlich. Für Mittwoch rief Gaddafi zur "Volksrevolution" auf. "Das libysche Volk steht hinter mir", behauptete er. "Kommt morgen aus euren Häusern, wir müssen die Straßen übernehmen." Er forderte die Bevölkerung auf: "Kämpft für Libyen."

Foto: AP/ Alaguri
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Muammar al-Gaddafi bei einem skurrilen Kurzuftritt im libyschen Staatsfernsehen in der Nacht zu Dienstag - mit Schirm in einem Auto sitzend. "Ich bin in Tripolis und nicht in Venezuela", sagte der Staatschef. Damit wollte er Gerüchte entkräften, er habe das Land bereits verlassen.

Foto: REUTERS/ Libya TV
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Auch in Bonn demonstrierten am Dienstag Exil-Libyer gegen das Gaddafi-Regime. Das libysche Gesundheitswesen ist in einem desolaten Zustand, Korruption und Vetternwirtschaft lähmen das Land. Wie in den Nachbarländern sind viele Jugendliche arbeitslos.

Foto: Oliver Berg/ dpa
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