Libyen: Chronik der Rebellen-Offensive - DER SPIEGEL
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Libyen Chronik der Rebellen-Offensive

Es ist ein historischer Moment: Nach zwei Tagen Kampf haben die Rebellen einen Großteil der libyschen Hauptstadt Tripolis erobert. Auch Gaddafis Residenz ist in der Hand der Aufständischen. Doch wo steckt der Tyrann selbst?
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Das wichtigste Machtsymbol Gaddafis ist erobert: Am Dienstag stürmten die libyschen Rebellen nach hartem Kampf die Festung des Despoten in Tripolis.

Foto: FILIPPO MONTEFORTE/ AFP
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Die Eroberung der Residenz Bab al-Asisija ist der vorläufige Höhepunkt einer mehrtägigen Offensive der Rebellen auf die Hauptstadt Tripolis.

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Jetzt hoffen die Aufständischen auf einen baldigen Sieg. Nur von Gaddafi selbst fehlte bislang jede Spur. Dieses Bild

Foto: Sergey Ponomarev/ AP
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Pick-ups rollen über das sechs Quadratkilometer große Gelände, bewaffnet mit Maschinengewehren und Haubitzen auf den Ladeflächen.

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Mehrere Aufständische werden während des Kampfs verletzt. Doch am Nachmittag ist die Festung eingenommen.

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Gaddafis Kämpfer flüchten. Die Rebellen beginnen, auf dem zerstörten Gelände ihren Sieg zu feiern und den früheren Machthaber zu verhöhnen.

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Bilder und Statuen des verhassten Diktators werden zerstört. Rebellen treten den goldenen Kopf einer Gaddafi-Statue mit Füßen.

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An vielen Stellen in der Hauptstadt wird die Eroberung umgehend bejubelt. Auf dem ehemaligen Grünen Platz - von den Rebellen inzwischen in Platz der Märtyrer umbenannt - kommen Aufständische und ihre Anhänger zusammen, um zu feiern.

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Am Sonntag, rund sechs Monate nach den ersten Aufständen gegen Gaddafi, hatten die Rebellen ihren Vormarsch auf die Hauptstadt gestartet. Es folgte ein erbitterter Kampf mit den Getreuen des Despoten.

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Gaddafi hatte seine Scharfschützen auf Dächern platziert. Seine Soldaten verschanzten sich in ihren Maschinengewehr-Nestern und nahmen Brücken, Straßen und Plätze unter Feuer.

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Zurückdrängen konnten sie den Vormarsch nicht. Die Rebellen kamen, um zu bleiben.

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Enthusiastisch wurden die Aufständischen von den Einheimischen begrüßt. Sie fielen sich in die Arme, vergossen Tränen der Freude.

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In den Hochburgen der Rebellen, wie hier in Bengasi, wurde der Sturm auf die Hauptstadt frenetisch gefeiert. Der Geist des Wandels weht durch Libyen.

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Auch sein Sohn Saif al-Islam will von einer Niederlage nichts wissen. Nur einen Tag nach seiner mutmaßlichen Festnahme zeigte er sich am frühen Dienstagmorgen überraschend vor seinen Anhängern in Tripolis. Und gab sich - natürlich - siegessicher.

Foto: PAUL HACKETT/ Reuters
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