Libyen Debatte ums Flugverbot
US-Kampfjets vom Typ F/A-18 "Super Hornet": Sollten die westlichen Streitkräfte ein Flugverbot über Libyen in Kraft setzen, müssten die USA die Hauptlast schultern.
US-Flugzeugträger "USS Enterprise": Das Schiff kreuzt derzeit im Roten Meer - und könnte eingreifen, falls eine Flugverbotszone über Libyen beschlossen wird.
Die Lage im Mittelmeer: Die libysche Flugabwehr konzentriert sich an der Küste. Die US-Marine ist mit dem amphibischen Landungsschiff "USS Ponce" und dem Hubschrauberträger "USS Kearsarge" im Mittelmeer präsent. In Neapel ist außerdem die 6. US-Flotte stationiert, sie besitzt allerdings keinen Flugzeugträger. Der einzige derzeit in der Nähe befindliche Träger ist die "USS Enterprise" im Roten Meer. Landbasen gibt es auf Malta und Sizilien.
Flugabwehrstellungen in Libyen: Die Grafik, zusammengestellt von einer unabhängigen Expertengruppe, zeigt die Positionen und Reichweiten (rote und rosafarbene Ringe) libyscher Raketen.
Libyscher Jagdbomber vom Typ Suchoi Su-22: Die Luftwaffe des Landes besteht hauptsächlich aus veralteten Sowjet-Jets.
Boden-Luft-Raketen an einer verlassenen libyschen Basis: Die Flugabwehr des Landes gilt als ebenso veraltet wie seine Flugzeuge.
Libyscher Rebell mit einer tragbaren "Strela 2"-Flugabwehrrakete: Die Aufständischen haben der Luftwaffe des Regimes von Diktator Muammar al-Gaddafi kaum etwas entgegenzusetzen.
Verlassene libysche Flugabwehrstellung: US-Verteidigungsminister Robert Gates glaubt, dass die libysche Luftabwehr vor einem Flugverbot ausgeschaltet werden müsste - egal, wie veraltet sie ist.
Kampfhubschrauber Mi-24 "Hind" (in Afghanistan): Helikopter dieses Typs befinden sich im Arsenal der libyschen Armee. Ihr Einsatz wäre von einem Flugverbot nur begrenzt betroffen.
Rebell mit Panzerfaust: Die weit verbreiteten Waffen vom Typ RPG-7 werden oft auch gegen Helikopter eingesetzt.
Hubschrauberträger "USS Kearsarge" (am 2. März im Suezkanal): Sie ist derzeit im Mittelmeer unterwegs, gemeinsam mit...
...dem amphibischen Angriffsschiff "USS Ponce".
Rebellen in der Nähe von Ras Lanuf: Die Aufständischen können sich meist mit nicht viel mehr als schweren Maschinengewehren gegen Luftangriffe wehren.
Aufständischer: Die Rebellen drängen auf die Einrichtung einer Flugverbotszone. "Hunderte Menschen sterben jeden Tag, und niemand will etwas unternehmen", sagte ein Sprecher.
Eine schnelle Entscheidung über eine Flugverbotszone wird es jedoch nicht geben - die Nato verlangt dafür ein Mandat der Vereinten Nationen. Und so sind die Rebellen vorerst auf sich gestellt: Kämpfer feuern Raketen auf Regierungstruppen.
Dichter Rauch bei Ras Lanuf: In dem Ölhafen brennen Öltanks und eine Pipeline.
Im Osten Libyens brennt eine Ölpipeline. Rebellen werfen Gaddafi-Truppen vor, die Pipeline und Öltanks im Gebiet Ras Lanuf bombardiert zu haben.
Dichter schwarzer Rauch steht über der Stelle, wo die Öltanks explodiert sind.
Rauchwolken verdunkeln den Himmel nahe der umkämpften Stadt Ras Lanuf.