Libyen Der Kampf gegen Gaddafi
Ehemalige Armeeoffiziere bewaffnen am Sonntag Zivilisten, die sich im Kampf der "Rebellen-Armee" gegen das Gaddafi-Regime angeschlossen haben.
Desertierte Soldaten erklären den Bürgern, hier in Bengasi, den Umgang mit Schusswaffen. Immer mehr Anhänger von Staatschef Gaddafi wechseln die Seiten.
Seitenwechsel: In neuer Uniform rüstet sich dieser Mann für den Kampf gegen das Regime. Viele Soldaten unterstützen jetzt die Opposition.
Rebell mit scharfer Munition: Regimegegner bewaffnen sich auch aus Angst vor einem Bürgerkrieg.
Gaddafis Gegner bringen immer mehr Teile des Landes unter ihre Kontrolle. Auch die Küstenstadt Sawija scheint mittlerweile in die Hand der Regimegegner gefallen zu sein.
Hier in Tobruk, im Osten Libyens, kam es am Wochenende...
...wieder zu Protesten gegen das Regime und gegen den Diktator Muammar al-Gaddafi, der seit über 40 Jahren in Libyen an der Macht ist.
In der Hauptstadt Tripolis herrschte am Sonntag angespannte Ruhe. Die meisten Geschäfte öffneten wieder, viele Menschen versuchten, bei den Banken Geld abzuheben.
Uno-Sicherheitsrat in New York: Das höchste Uno-Gremium einigte sich in der Nacht zu Sonntag einstimmig auf Sanktionen gegen das libysche Regime. Sie beinhalten ein Reiseverbot für Staatschef Muammar al-Gaddafi und seinen Clan sowie die Sperrung ihrer ausländischen Konten.
Schlangestehen für die erhoffte Ausreise: Allein die chinesische Regierung hat nach eigenen Angaben bislang mehr als 16.000 Landsleute in Sicherheit gebracht.
Seit dem Beginn des Aufruhrs in Libyen sind laut Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) fast 100.000 Menschen in die Nachbarländer geflohen.
Eine Fähre mit knapp 1800 Ausländern erreichte am Sonntag den Hafen von Malta.
Die britische Marine bewacht eine Fregatte, die Landsleute evakuieren soll. Ob zu Fuß, mit dem Schiff...
...in letzter Sekunde mit dem Bus...
...oder per Flugzeug - alle versuchen, aus Libyen rauszukommen: In einer Evakuierungsaktion mit zwei Transall-Maschinen der Deutschen Bundeswehr wurden am Samstag 133 Ausländer in zwei Maschinen aus Libyen ausgeflogen. Darunter waren nach Angaben des Auswärtigen Amts auch Dutzende Deutsche und weitere EU-Bürger.
In Sicherheit: Ein Mann wird im Hafen von Catania auf Sizilien in Empfang genommen. Dort kam er am Sonntag mit dem Schiff "San Giorgio" aus der libyschen Hafenstadt Misurata an.
Bengasi am Samstag: In der zweitgrößten Stadt des Landes wird die Befreiung von der Kontrolle Gaddafis gefeiert.
Gleichzeitig gehen die Proteste für einen Rücktritt des Diktators im ganzen Land weiter.