Libyen Ein Land steht in Flammen
Dichter Rauch bei Ras Lanuf: In dem Ölhafen brennen Öltanks und eine Pipeline
Im Osten Libyens brennt eine Ölpipeline. Rebellen werfen Gaddafi-Truppen vor, die Pipeline und Öltanks im Gebiet Ras Lanuf bombardiert zu haben.
Ein libyscher Kampfjet am Himmel über der Ölstadt Ras Lanuf.
Das Staatsfernsehen macht dagegen Terroristen für die Explosion verantwortlich. Aufständische versuchen sich bei Ras Lanuf in Sicherheit zu bringen.
Dichter schwarzer Rauch steht über der Stelle, wo die Öltanks explodiert sind.
Gaddafi-Gegner betrachten das Feuer aus der Ferne.
Rauchwolken verdunkeln den Himmel nahe der umkämpften Stadt Ras Lanuf.
Auch diese Rebellen betrachten die dunklen Rauchschwaden über Ras Lanuf.
Die Gefechte haben am Mittwoch an Stärke zugenommen. Kampfjets der libyschen Luftwaffe bombardieren die Stellungen der Rebellen immer wieder, hier Bilder aus Sedra im Osten des Landes.
Die libyschen Rebellen verteidigen sich gegen die Angriffe mit Flugabwehrgeschützen. Doch sie drängen auf die Einrichtung einer Flugverbotszone. "Hunderte Menschen sterben jeden Tag, und niemand will etwas unternehmen", sagte ein Sprecher.
Eine schnelle Entscheidung über eine Flugverbotszone wird es jedoch nicht geben - die Nato verlangt dafür ein Mandat der Vereinten Nationen. Und so sind die Rebellen vorerst auf sich gestellt: Kämpfer feuern Raketen auf Regierungstruppen.
Flugabwehr aus eigener Kraft: Ein libyscher Rebell stützt sein Maschinengewehr auf seinen Beinen ab, während er versucht, einen Kampfjet der Gaddafi-Truppen in der Luft zu treffen.
Längst haben sich die Kämpfe zu einem Bürgerkrieg ausgewachsen.
Während im Hintergrund die Rauchsäulen aufsteigen, beten Aufständische auf einer Straße zwischen Ras Lanuf und Ben Dschawad.
Andere bringen sich mit ihren Granatwerfern in Stellung.
Ein Gaddafi-Gegner weint um einen Kameraden, der am Mittwoch bei Kämpfen in Ras Lanuf verletzt wurde.
In Bengasi wurde am Mittwoch ein Mann beerdigt, der bei Ras Lanuf gegen die Truppen von Muammar al-Gaddafi gekämpft hat. Die Verwandten trauern um ihn.
Auch diese Männer weinen um einen Toten. Gaddafi-treue Truppen haben auch am Mittwoch wieder massiv die Stellungen der Rebellen im Osten Libyens bombardiert.
Hier ist er noch beliebt: Unterstützer von Muammar al-Gaddafi schwenken die Nationalflagge nahe Tripolis.
Wartende Flüchtlinge, die zuvor in Libyen gearbeitet haben. Der Uno-Flüchtlingskommissar warnt: "Wir müssen mit sehr viel mehr Gastarbeitern rechnen, die Libyen verlassen, und auch mit libyschen Flüchtlingen."
Unterdessen toben die Kämpfe in Libyen weiter: Auch in den kommenden Tagen ist mit schweren Gefechten zu rechnen.