Libyen-Resolution Pro und contra Kampfeinsatz
Guido Westerwelle: Der Außenminister stellte klar, dass sich keine deutschen Soldaten an einem Militärschlag in Libyen beteiligen werden.
Kanzlerin Angela Merkel verteidigte die Enthaltung Deutschlands. Sie glaube, dass eine Luftoperation über Libyen "nicht hundertprozentig durchdacht" sei.
Die EU warnte vor Alleingängen des Westens. Zur Umsetzung der Resolution müsse "eine enge Zusammenarbeit mit der Uno, mit der Arabischen Liga und der Afrikanischen Union sichergestellt werden", betonte EU-Außenpolitikchefin Catherine Ashton.
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy schien sich mit seiner Forderung nach Militärschlägen gegen Libyen zu isolieren - jetzt droht die Uno wirklich mit einem Einsatz. Frankreichs Präsident gibt den visionären Macher so überzeugend, dass selbst die Opposition jubelt.
Großbritanniens Premier David Cameron (r.) und Außenminister William Hague: Die britische Luftwaffe werde sich mit Tornados und Eurofightern beteiligen, kündigte der Regierungschef an.
EU-Ratspräsident Herman van Rompuy: Die EU will die Sanktionen gegen Libyen verschärfen. Bei einem Sondertreffen werden die Außenminister über einen möglichen Boykott libyscher Öllieferungen sprechen.
Norwegens Verteidigungsministerin Grete Faremo und Außenminister Jonas Gahr Störe: Die Skandinavier wollen sich an einem möglichen Militärschlag in Libyen beteiligen.
Belgiens Verteidgungsminister Pieter De Crem: Das kleine Land ist bereit, sich an einer Militäraktion gegen Libyen zu beteiligen.
Libysche Reaktion: Außenminister Mussa Kussa erklärt eine Waffenruhe.