Libyen Schwere Kämpfe in Sirt
Sirt ist eine der letzten umkämpften Orte in Libyen. Als Heimatstadt des ehemaligen Machthabers Muammar al-Gaddafi hat der Ort auch symbolisch große Bedeutung. Kämpfer des Nationalen Übergangsrates nehmen Sirt unter Beschuss.
Fast zehntausend Menschen sind bereits aus der Heimatstadt des ehemaligen Machthabers Muammar al-Gaddafi geflohen. Die Stadt ist einer der wenigen Orte in Libyen, in denen Truppen des Nationalen Übergangsrates noch mit Gaddafi-Treuen kämpfen.
Die neuen Machthaber hatten Zivilisten einen Korridor gegeben, um die umkämpfte Stadt zu verlassen. An Checkpoints stauten sich Hunderte Autos.
Nach dem Bombardement der Stadt durch Nato-Flieger, rücken die Panzer des Nationalen Übergangsrats in Sirt ein.
Die Stadt ist eine der letzten, die noch von Truppen des ehemaligen Machthabers Muammar al-Gaddafi gehalten werden.
Rauch steigt nach Artillerieangriffen Gaddafi-treuer Truppen auf die Kämpfer des Übergangsrates über einem Vorort von Sirt auf.
Ein Kämpfer des Nationalen Übergangsrates betet, bevor er in den Kampf zieht.
Die Lage für die Menschen in der Stadt wird immer dramatischer. Medikamente fehlen, ein Krankenhaus steht unter Beschuss, es fehlt an Treibstoff für Notstromaggregate. Ein Sprecher des Roten Kreuzes beschrieb die Lage als "schrecklich".
Die Angreifer halten nach eigenen Angaben nun Positionen etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.
Ein Sprecher der Regierungstruppen sagte, Gaddafi-treue Truppen besetzten immer noch strategisch wichtige Positionen in der Stadt, darunter Hochhäuser, auf denen Scharfschützen postiert seien. Dies erschwere den Vormarsch. Hier suchen Truppen des Übergangsrates Deckung vor den Scharfschützen.
Trotz aller Schwierigkeiten sind die Kämpfer des Übergangsrates zuversichtlich, dass sie die Stadt bald eingenommen haben werden.
Die Kämpfe um Sirt dauern schon seit Wochen an.