Liebe auf der Weide - Ost-Pop-Revue auf Kampnagel - DER SPIEGEL
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Ost-Pop Erbe verpflichtet

Auf Kampnagel in Hamburg haben Carsten „Erobique“ Meyer - bekannt für seine Musik zum „Tatortreiniger“ -, "Trümmer-Dandy" Paul Pötsch und Regisseurin Lea Connert den DDR-Pop der Sechziger- und Siebzigerjahre gefeiert. Ein sensationelles Happening.
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Die Macher der Revue "Wir treiben die Liebe auf die Weide" Carsten "Erobique" Meyer, Paul Pötsch (Arrangements), Lea Connert (Regie) hinter Schallplattencovern aus der DDR-Amiga-Serie.

Foto: Patricia Paryz/ Kampnagel
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Manfred Krug als Sänger 1973 in Ostberlin

Foto: Wilfried Glienke/ DPA
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Hinter dem Sänger Manfred Krug stand lange der Musiker Günther Fischer. Vier Alben brachte das Duo Fischer/Krug in der DDR heraus.

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Die Gesichter ohne Amiga-Cover Connert, Meyer, Pötsch: Beim Kampnagel-Sommerfestival feierte ihre Revue "Weltpremiere".

Foto: Patricia Paryz/ Kampnagel
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Nina Hagen kurz nach ihrer Übersiedlung in den Westen: Einer Songzeile ihres Lieds "Komm komm" ist der Titel der Revue entlehnt.

Foto: Dirk Zimmer/ DPA
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Bunter Reigen mit Discokugel: "Die Kompositionen und Texte aus dem Sozialismus flogen so haarscharf an der Zensur vorbei, dass sie gerade noch als Poesie durchgingen, und grooven so unverschämt hart, dass man damit locker jede Disco zwischen Wismar und Konstanz in ihre Einzelteile zerlegen kann", heißt es in der Kampnagel-Programmankündigung.

Foto: Julia Steinigeweg/Kampnagel
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Sängerin Veronika Fischer im Studio des DDR-Rundfunks im Jahr 1974: In der DDR Fixstern, im Westen fast tragische Figur.

Foto: Günter Gueffroy/ picture alliance / dpa
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Die "Amiga-Allstar-Band" mit dem Sänger Sidney Frenz und Gitarrist Pötsch, der eigens für den Song "Sing nur" von Gjon Delhusa verminderte Akkorde auf der Akustikgitarre lernte.

Foto: Julia Steinigeweg/Kampnagel
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Sänger und Komponist Reinhard Lakomy: In der DDR so eine Art Spiritus Rector der Musikszene und Entdecker vieler Musikerinnen und Musiker. Im Jahr 2013 ist Lakomy in seinem Haus in Berlin gestorben.

Foto: dapd
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Carsten "Erobique" Meyer in gelber Latzhose: Sogar Fender Rhodes und Wah-Wah-Gitarren gab es in der DDR.

Foto: Julia Steinigeweg/Kampnagel
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Klaus Renft, Stachel im Fleisch der SED. Ihn und seine Combo drangsalierte das System besonders hart.

Foto: imago images/ United Archives
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"Trümmer-Dandy" Paul Pötsch und die Band beschäftigen sich mit einem blinden Fleck der deutschen Kulturgeschichte: dem musikalischen DDR-Erbe der Sechziger- und Siebzigerjahre.

Foto: Julia Steinigeweg/Kampnagel
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Sängerin Uschi Brüning landete mit dem groovigen Song "Hochzeitsnacht" einen echten Hit.

Foto: imago images
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Komponist und Trompeter Klaus Lenz: Seine Truppe nannte sich in der DDR gar "Modern Soul Big Band"

Foto: Jens Kalaene/ DPA
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Holger Biege, nach Meinung von Bernd Begemann "DDR-Soulbrother Nr.1" - Lieder wie "Reichtum der Welt" oder "Sagte mal ein großer Dichter" konnten in der ehemaligen DDR viele Menschen auswendig mitsingen. 1983 ist er geflohen, dann im Westen als Musiker gescheitert. In Hamburg arbeitete er jahrelang bei der Post. 2018 starb er.

Foto: Gueffroy/ imago images
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