Liebebriefe schreiben als Beruf - DER SPIEGEL
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Von Beruf Liebesbriefschreiberin Herr R., ich mag Sie

Gefühle auszudrücken, kann ganz schön schwierig sein. Laura Nunziante hat einen Beruf daraus gemacht: Sie schreibt Liebesbriefe im Auftrag anderer, an Männer und Frauen, die sie noch nie gesehen hat. Den Stil passt sie ihren Kunden an, nur "Ich liebe Dich" schreibt sie nie.
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Handarbeit: Laura Nunziante schreibt jede Woche fünf bis zehn Liebesbriefe, nie mit Füllfeder, immer am Computer. Sie hat die Adressaten auch noch nie gesehen. Alles, was sie über sie weiß, haben ihr andere am Telefon erzählt. Das gehört zu ihrem Job: Laura Nunziante ist Ghostwriterin für Liebesbriefe. mehr...

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Lieber authentisch als poetisch: Bevor Laura Nunziante mit dem Schreiben beginnt, telefoniert sie ausführlich mit den Kunden. Dabei achtet sie genau auf den Satzbau und darauf, welche Füllwörter ihre Auftraggeber benutzen: "Ich will nicht schreiben wie Hermann Hesse, sondern so, dass es authentisch wirkt."

Foto: Laura Nunziante
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Traum auf Papier: Was den Erfolg ihrer Briefe angeht, macht Laura Nunziante sich keine Illusionen: "Im ersten Moment kann der Brief sicher etwas auslösen, aber der Mensch ist leider nicht der Brief, also kommen danach die alten Probleme wieder."

Foto: Büttenpapierfabrik Gmund
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?