Liebesbriefe an Adolf Hitler - DER SPIEGEL
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Hitler und die Frauen Der begehrteste Junggeselle

"Wölflein", "Heißersehnter", "geliebtes Adilie": Wie sehr die deutsche Damenwelt Adolf Hitler verfallen war, zeigen Liebesbriefe, die ein US-Soldat nach dem Krieg in den Ruinen der Reichskanzlei fand. Für manche "Volksgenossin" war es eine verhängnisvolle Leidenschaft.
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"Süßes Adilie!": Auf einer Postkarte mit Märzenbechern schreibt ein Fan im Dezember 1940 an Adolf Hitler: "Süßes Adilie! Gleich will ich Dir wieder herzliche Grüße nach der Ostfront schicken. Wirst Du lange dort bleiben? Innige Küsse, Dein Ritschilie." Ob es sich bei dem Kartenschreiber um einen Mann oder eine Frau handelt, bleibt offen.

Signatur im Bundesarchiv: R 43

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Personenkult: Zum "Geburtstag des Führers" erschien die Illustrierte "Die Woche" im April 1938 mit diesem Titelbild, das verklärend die Zuneigung der Deutschen zu ihrem "Führer" ins Bild setzte.

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Mobiles Wahllokal: Eine Gruppe Frauen an Deck des KdF-Schiffs "Wilhelm Gustloff" 1938 beim Hitler-Gruß. Der Dampfer diente damals als Wahllokal bei der "Volksabstimmung" über den Anschluss Österreichs. Obwohl Hitler dem "arischen" Ideal der Nationalsozialisten äußerlich überhaupt nicht entsprach, himmelten ihn viele "Volksgenossinen" auch als Mann an.

Foto: Getty Images
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Eva Braun: Adolf Hitles langjährige Geliebte pflückt im Dirndl Blumen am Fuße des Obersalzbergs. Erst am 28. April 1945 heiratete der Diktator seine Gefährtin mitten im umkämpften Berlin im Bunker der Reichskanzlei. Der Entschluss zum gemeinsamen Selbstmord angesichts des unausweichlichen Untergangs war da bereits gefallen.

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Einmarsch in Österreich: Bei seinem ersten Besuch in Österreich nach dem "Anschluss" der Alpenrepublik an das Deutsche Reich wird Adolf Hitler am 14. März 1938 in Melk an der Donau von jungen Frauen begrüßt.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Heinrich Hoffmann
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Diktator Hitler: Adolf Hitler steht an seinem 50. Geburtstag am Schreibtisch seines Arbeitszimmers auf dem Obersalzberg. Er besaß eine eigentümliche Anziehungskraft auf Frauen - offiziell aber hieß es, Deutschland sei seine "einzige Braut".

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Liebespaar Hitler und Braun: Dass Eva Braun und Adolf Hitler ein Paar waren, wusste auf Hitlers Alpen-Residenz "Berghof" wohl jeder. Offiziell war der "Führer" solo, Eva musste in der Öffentlichkeit zurückstehen. Dass sie nicht die einzige Frau war, die Hitler liebte, zeigen die unzähligen Liebesbriefe, die der Junggeselle aus dem ganzen Land erhielt.

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Bad in der Menge: Nach der Ernennung Hitlers durch Hindenburg kommt es vor dem Reichspräsidentenpalais in der Wilhelmstraße 77 zu Sympathiebezeugungen für den neuen Reichskanzler.

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"Frauen, wählt Hitler!": Schon früh sprach die NSDAP über die Person Hitler gezielt Frauen an - hier auf einem Wahlplakat von 1932.

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Jubelnde Mädchen: BDM-Mädel in Erwartung des "Führers" üben schon mal das Jubeln für den Fotografen. Frauen jeden Alters liebten Hitler - manche schrieben ihm gar Liebesbriefe, von denen ein US-Soldat 1946 einige in der ausgebrannten Neuen Reichskanzelei fand.

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"Geliebter Romeo": "Ich grüße Dich von ganzem Herzen und küsse Dich vielmals, mein geliebter Romeo." Unter den Abertausende Briefen von "Volksgenossen" waren auch viele von Frauen, die den "Führer" anhimmelten.

Signatur im Bundesarchiv: R 43

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Ostern auf dem "Berghof": Eva Braun war über 14 Jahre die unsichtbare Frau an Hitlers Seite. Nur in der Abgeschiedenheit des "Berghofs" auf dem Obersalzberg übernahm sie die Rolle der Hausherrin - hier mit den Kindern von Martin Bormann, dem Leiter der NSDAP-Parteikanzlei, und von Hitlers Leibarzt Karl Brandt.

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Begeisterte Massen: Der "Anschluss" Österreichs durch das "Dritte Reich" wurde von vielen Wienern bejubelt - Polizisten mussten die vorwärts drängenden Massen am 15. März 1938 zurückhalten, als sich der Wagen Adolf Hitlers auf seiner Triumphfahrt näherte.

Foto: AP
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Rosen für den "Führer": "Lebe wohl mein Schatz und Gute Nacht, Du mein herziges Kind." Diese Karte gehörte zu den vielen Postsendungen, die Verehrerinnen an Adolf Hitler schickten.

Signatur im Bundesarchiv: R 43

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"Herrn Adolf Hitler, Berlin": William C. Emker, Offizier der US-Armee, machte 1946 einen faszinierendenFund in der verwüsteten Reichskanzlei in Berlin. Er entdeckte rund 8000 Schreiben von deutschen "Volksgenossen", die an den "Führer" gerichtet waren - darunter zahlreiche Liebesbriefe.

Signatur im Bundesarchiv: R 43

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"Herzlichen Glückwunsch": Zu allen Feier- und Geburtstagen gingen Glückwunschkarten an Adolf Hitler in der Berliner Reichskanzlei ein. Ein Großteil davon ist heute im Bundesarchiv erhalten. Teilweise sind die Dokumente verblichen oder zeigen Spuren der chemischen Behandlung gegen Schimmel.

Signatur im Bundesarchiv: R 43

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?