Liechtenstein Zu Gast beim Fürsten
Viel majestätischer geht es kaum: Das Schloss Vaduz ist Sitz der Herrscherfamilie Liechtenstein.
Fürst Hans-Adam II. mit seiner Frau, Prinzessin Marie. 2004 übergab der Fürst die Regierungsgeschäfte seinem Sohn Alois, so wie in Liechtenstein seit Generationen üblich.
Alois Philipp Maria von und zu Liechtenstein mit seiner Frau, Prinzessin Sophie. Seine Macht ist größer als die der meisten Herrscher: Mit seinem Vetorecht kann er sogar Gesetzesbeschlüsse des Parlaments rückgängig machen.
2003 probten die Liechtensteiner den Aufstand gegen die Fürstenfamilie. Die drohte, ihren Sitz nach Wien zu verlegen - in einer entscheidenden Abstimmung gaben die Bürger ihrem Fürsten daraufhin die notwendige Mehrheit. Er blieb.
Der Fürstenhut ist eins der Prachtstücke in der Schatzkammer des Schlosses. Das Vermögen der Familie wird auf drei Milliarden Franken geschätzt, umgerechnet 2,6 Milliarden Euro.
Das Fürstentum Liechtenstein ist eine Mischform aus Demokratie und Monarchie. Im Landtag sitzen 25 Abgeordnete.
Volksnähe ist der Adelsfamilie wichtig: Die Liechtensteiner Bürger könnten mit einer einfachen Mehrheit die Monarchie abschaffen.
Am 23. Januar 1719 vereinigte Fürst Anton Florian von Liechtenstein die Herrschaft Schellenberg und die Grafschaft Vaduz zum Reichsfürstentum Liechtenstein. Hier die Reste der Ruine Schellenberg.
Seit 300 Jahren herrscht die Fürstenfamilie über ihr Reich. Wenn es nach dem Fürsten geht, wird es eine große Party: Er ließ eine eigene Homepage einrichten, ein Jubiläumsmagazin drucken, einen Geburtstagsmarsch organisieren.
Die Fürstenfamilie gilt als eine der reichsten Adelsfamilien Europas. Erbprinz Alois und sein Vater sind von den Steuern befreit. Auch die Staatsbank LGT ist im Familienbesitz.