Linke Trauer um Lothar Bisky
Trauer um Lothar Bisky. Der frühere Parteichef der Linken starb im Alter von 71 Jahren.
Bisky und Gregor Gysi (Aufnahme aus dem April 2000): Bisky übernahm von Gysi im Jahre 1993 den PDS-Parteivorsitz.
Bisky mit Oskar Lafontaine: Nach der Fusion von PDS und WASG übernahm er drei Jahre lang zusammen mit dem ehemaligen saarländischen Ministerpräsidenten den Vorsitz der neuen Partei "Die Linke".
Bisky war zweimal Parteichef der Linken. Immer wieder wehrte er sich gegen die Grabenkämpfe zwischen Ost und West, die die Partei regelmäßig zermürbten.
Auf dem Parteitag in Rostock im Mai 2010 verabschiedete Bisky sich als Vorsitzender der Linken.
Der Tod Biskys wurde von der Partei mit Bestürzung aufgenommen. Die Führungsspitze mit Katja Kipping und Bernd Riexinger würdigte ihn als "starken Streiter für soziale Gerechtigkeit".
Bisky war als 18-Jähriger von Schleswig-Holstein in die DDR gezogen, weil er dort eine bessere Zukunftsperspektive sah.
Das Gewissen der Partei: Bisky war in der Linken in den vergangenen Jahren wie kaum ein anderer eine integrierende Kraft.
Bisky 2009 auf dem Parteitag in Berlin: Er war ein schlechter Redner, ein guter Zuhörer und ein überzeugter Parlamentarier.
Als Oskar Lafontaine ihn auf dem Parteitag als Spitzenkandidat für die Europawahl vorschlägt, wischt Bisky sich eine Träne aus dem Auge.
Lachend und mit einem Blumenstrauß nahmen Lafontaine und Bisky Abschied.