Literaturnobelpreis 2009: Herta Müller - DER SPIEGEL
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Literaturnobelpreis 2009 Herta Müller

Nur die Londoner Buchmacher, nicht aber die literarische Welt hatte mit dieser Preisträgerin gerechnet: Herta Müller bekommt den Literaturnobelpreis auch für die Schilderung von Gräueln im Sowjet-Lager - sie selbst hat die Ceaucescu-Diktatur erlebt und durchlitten.
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Die Literaturnobelpreisträgerin 2009, Herta Müller, posiert am Donnerstag in Berlin für die Kameras: "Ich glaube es noch immer nicht." Viel mehr konnte die Autorin nicht sagen.

Foto: A3534 Hannibal Hanschke/ dpa
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"Ich kann noch gar nicht darüber reden, es ist irgendwie noch zu früh", bat Müller in Berlin um Verständnis. "Ich glaube, ich brauche noch Zeit, um das einzuordnen", erklärte sie und verwies darauf, dass es eigentlich nicht sie sei, um die es gehe, "sondern es sind die Bücher".

Foto: A3534 Hannibal Hanschke/ dpa
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Müller in Berlin: Auch Kanzlerin Merkel gratulierte der Preisträgerin. Sie bezeichnete es als "wunderbares Signal", dass 20 Jahre nach dem Mauerfall die Berliner Autorin mit dem Literaturnobelpreis geehrt wird.

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images
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Überraschende Auszeichnung: Herta Müller bekommt den Literaturnobelpreis 2009, zum Kreis der häufig genannten Favoriten zählte sie bislang nicht.

Foto: SCANPIX SWEDEN/ REUTERS
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Im Zentrum von Müllers Werk steht auch die Auseinandersetzung mit dem Totalitarismus - sie selbst wurde unter dem rumänischen Diktator Ceaucescu von dem Geheimdienst Securitate verfolgt.

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Herta Müller habe "mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit gezeichnet", urteilte die Nobelpreis-Jury.

Foto: JENS MEYER/ ASSOCIATED PRESS
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Herta Müllers Roman "Atemschaukel" wurde im August 2009 veröffentlicht und gilt als ihr Meisterwerk - das Buch schildert die Geschichte eines Gefangenen im sowjetischen Lager.

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Herta Müller im Gespräch mit Jens Reich - beide gehörten im kommunistisch beherrschten Ostblock Oppositionszirkeln an.

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