Turner Philipp Boy Angriff aus der zweiten Reihe
Sieht sich selbst gern als smarter Sunnyboy: Turner Philipp Boy. Er gehört zum deutschen Turner-Aufgebot für die Olympischen Sommerspiele in London - das angeführt wird von Fabian Hambüchen.
Dabei war Boy in den vergangenen Jahren der erfolgreichere Turner: 2011 gewann er die Deutsche Meisterschaft und holte im selben Jahr die Silbermedaille bei der WM, wurde zweimal Turner des Jahres. Doch in der Olympia-Saison plagten ihn immer wieder Verletzungen - Hambüchen hingegen scheint nach seiner Achillessehnen-Verletzung auf den Punkt wieder fit zu sein.
"Ein Turner muss eine Rampensau sein", sagt Bundestrainer Andreas Hirsch. Sportliche Ziele haben für Boy dennoch Priorität. Er trainiert täglich von morgens 8 Uhr bis abends, sein Körper hält das nur mit Hilfe von Schmerzmitteln aus.
Boy wurde bei der WM 2011 zum elegantesten Turner gewählt. Mit 1,72 Metern und 65 Kilogramm ist er ein vergleichsweise großer und leichter Athlet.
Mit Teamkollege Fabian Hambüchen verbindet Boy ein nicht immer inniges Verhältnis. Doch von teaminternen Differenzen will der 25-Jährige nichts wissen.
Stattdessen zeigten sich die deutschen Turner Boy, Hambüchen und Marcel Nguyen (v.l.) vor der Abreise nach London in friedlicher Eintracht.