Brandkatastrophe in London Im Inneren des Grenfell Towers
Grenfell-Katastrophe in London: Bei dem verheerenden Feuer am 14. Juni 2017 in dem Wohnturm im Westen der britischen Hauptstadt kamen 72 Menschen ums Leben.
Kürzlich hat die richterliche Untersuchung der Katastrophe begonnen: Das in dieser Wohnung entstandene Feuer hatte sich rasend schnell über die Fassade des Sozialbaus ausgebreitet.
Professorin Niamh Nic Daeid, Expertin für Branduntersuchungen und Forensik an der Universität Dundee, stellte ihre Erkenntnisse vor.
Demnach liegt der Brandherd in oder in der Nähe der großen Kühl/-Gefrierkombination der Wohnung Nummer 16.
Laut Daeid breitete sich das Feuer aus dem Küchenfenster der Wohnung aus.
Dann sei es durch das Fenster eines Schlafzimmers wieder in dieselbe Wohnung eingetreten, berichtet der "Guardian" über die Aussage von Niamh Nic Daeid.
Dem Bericht zufolge gelangte das Feuer über den Flur der Wohnung erneut in die Küche.
Dort richtete der Brand weitere Schäden an.
Auch ein zweites Schlafzimmer in der Wohnung wurde durch das Feuer zerstört.
Kaum einen Zweifel gibt es daran, dass die Fassadenverkleidung maßgeblich für die schnelle Ausbreitung der Flammen war. Die Fassade war 2016 bei einer Renovierung mit Platten aus Aluminium und dem Kunststoff Polyethylen verkleidet worden.
Wohnzimmer von Wohnung 16: Bewohner des Grenfell Towers hatten sich schon vor der Katastrophe immer wieder über mangelnden Brandschutz in dem Gebäude beschwert.
Auch das Badezimmer der Wohnung wurde beschädigt.