London in den Siebzigern - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Hausbesetzer in London "Wir wählten es aus, weil es nett aussah"

Leben auf die unfeine englische Art: Londons Hausbesetzerszene bot in den siebziger Jahren jedem eine Heimat - Obdachlosen, jungen Schwulen, wohnungslosen Studenten, selbst der gesuchten RAF-Terroristin Astrid Proll. In einem Buch zeigt sie nun Fotos aus der Parallelwelt im Untergrund.
1 / 24

Squatter-Quartier: Ein Hausbesetzer lesend in seinem Squat am Tolmers Square nahe der Euston Station. Zwischen 1973 und 1975 war die Zahl der illegalen Hausbesetzungen in London von 10.000 auf rund 30.000 gestiegen.

Foto: Nick Wates
2 / 24

Platz an der Sonne: Hausbesetzerin Caroline Lwin während ihrer Arbeit in ihrem Squat am Tolmers Square, 1978

Foto: Nick Wates
3 / 24

Tante-Emma-Laden: Das Ehepaar Chiara und Alex Smith lebten in den siebziger Jahren mit ihrem Kind in einem der Squats, einem illegal bezogenen Haus am Tolmers Square in London, und führten dort einen alternativen Lebensmittelladen

Foto: Nick Wates
4 / 24

Festvorbereitungen: Für den Straßenkarneval in Londons Norden bemalt eine Squatterin eine Straßenlaterne

Foto: Nick Wates
5 / 24

Besetzt: Junge Londoner 1975 vor einem Haus in Tolmers Village

Foto: Nick Wates
6 / 24

Einfach leben: Mit Second-Hand-Möbeln und ein paar persönlichen Gegenständen haben sich Hausbesetzer eingerichtet - ein Ofen sorgt für Wärme, Wasser gibt es auch, die Rohrleitung dient zugleich als Kleiderständer

Foto: Nick Wates
7 / 24

Village People: Während einer Kampagne gegen die Ausweisung aus "ihrem" Viertel haben sich die Squatters 1975 für ein Gruppenfoto auf der Straße aufgestellt

Foto: Nick Wates
8 / 24

Flower-Power-Idylle: Blumen an den zerfallenen Balkonen am Tolmers Square in London - eine Aufnahme von 1973

Foto: Nick Wates
9 / 24

"Hausmitteilung": Die Bewohner des "Tolmers Village" haben diese brachliegende Fläche an der Drummond Street für einen Garten in Beschlag genommen, Foto von 1974

Foto: Nick Wates
10 / 24

Squatter-Leben: Momentaufnahme des Hausbesetzers Barry Shaw, fotografiert 1975 von Nick Wates, einem Chronist der Szene rund um den Tolmers Square

Foto: Nick Wates
11 / 24

Leerstand: Renovierungsarbeiten an einem Haus an der Drummond Street im Norden Londons, 1975. Wenig später ziehen dort die Hausbesetzer ein.

Foto: Nick Wates
12 / 24

Kampfansage: An der Rückwand der Häuser am Tolmers Square haben die Hausbesetzer ein riesiges Transparent aufgehängt, so dass die Autofahrer auf der vielbefahrenen Euston Road das Banner gut lesen können

Foto: Nick Wates
13 / 24

Losung des Tages: Hausbesetzerin Atalia Avrahami 1975 mit zwei Freunden vor der Graffitiwand am Tolmers Square

Foto: Nick Wates
14 / 24

Neue Freunde: Peter Cross, Peter Vetter und Andy Fay 1978 in ihrem Garten an der Railton Road in London. Die Schwulenhäuser der Hausbesetzerszene standen jedermann offen.

Foto: Ian Townson/HCA
15 / 24

Gemeinschaftsgrund: Der Kommunengarten hinter der Railton Road im Süden Londons (Foto von 1975). In den Squats gab es nichts, was nicht geteilt wurde.

Foto: Ian Townson/HCA
16 / 24

Zwangsräumung: Die Barrikaden von den Fenstern des Zentrums der Brixton Gay Community werden entfernt, aufgenommen 1976 nach der Ausweisung der Squatters aus dem Schwulenviertel. Das Haus wurde am nächsten Tag jedoch gleich wieder besetzt.

Foto: Ian Townson/HCA
17 / 24

Heiße Pfirsiche: Mit ihrem Kampfgeist und schrillen Drag-Outfits beeinflussten die "Hot Peaches", eine radikale Schwulen-Theatergruppe aus New York, die Arbeit anderer homosexueller Theatergruppen wie die "Brixton Faeries" und die "Bloolips"

Foto: Ian Townson/HCA
18 / 24

Kunst als Ausdrucksform: Diese Londoner Lesben-Theatergruppe gab sich den selbstironischen Namen "Hormone Imbalance" ("Hormonelle Unausgeglichenheit"). Foto von 1977.

Foto: Ian Townson/HCA
19 / 24

Stolze Drag Queen: Jim Ennis als "Wendy Wattage" trägt 1978 sein selbstgeschneidertes Kostüm zur Schau. Die Stoffe und Materialien für seine Bühnenoutfits sammelte er sich in Second-Hand-Shops zusammen - die Anfänge der Schwulenbewegung in London.

Foto: Ian Townson/HCA
20 / 24

Zigarettenpause: "Punk" Maggie und Ian Townson gönnen sich bei den Proben für das Stück "Radio Gay" im Umkleideraum des Londoner Oval-House-Theaters eine Auszeit

Foto: Ian Townson/HCA
21 / 24

1975 war Peter Cross in eines der Londoner Schwulenhäuser gezogen. Das Foto von 1978 zeigt den 28-Jährigen bei seiner Arbeit im Schwulenzentrum.

Foto: Ian Townson/HCA
22 / 24

"Fight Back!": Ian Townson 1978 auf einer Demonstration für mehr Rechte für Homosexuelle, aufgenommen vor der Brady's Bar in London

Foto: Ian Townson/HCA
23 / 24

Regenbogenparade: Homosexuelle aus Brixton beim Gay Pride Day 1976 in Londons Zentrum

Foto: Ian Townson/HCA
24 / 24

Bettgenossen: Gegen die Norm - die "Brixton Gays" teilen sich nicht nur das Bett. Aufnahme von 1978.

Foto: Ian Townson/HCA
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?