Hausbesetzer in London "Wir wählten es aus, weil es nett aussah"
Squatter-Quartier: Ein Hausbesetzer lesend in seinem Squat am Tolmers Square nahe der Euston Station. Zwischen 1973 und 1975 war die Zahl der illegalen Hausbesetzungen in London von 10.000 auf rund 30.000 gestiegen.
Platz an der Sonne: Hausbesetzerin Caroline Lwin während ihrer Arbeit in ihrem Squat am Tolmers Square, 1978
Tante-Emma-Laden: Das Ehepaar Chiara und Alex Smith lebten in den siebziger Jahren mit ihrem Kind in einem der Squats, einem illegal bezogenen Haus am Tolmers Square in London, und führten dort einen alternativen Lebensmittelladen
Festvorbereitungen: Für den Straßenkarneval in Londons Norden bemalt eine Squatterin eine Straßenlaterne
Besetzt: Junge Londoner 1975 vor einem Haus in Tolmers Village
Einfach leben: Mit Second-Hand-Möbeln und ein paar persönlichen Gegenständen haben sich Hausbesetzer eingerichtet - ein Ofen sorgt für Wärme, Wasser gibt es auch, die Rohrleitung dient zugleich als Kleiderständer
Village People: Während einer Kampagne gegen die Ausweisung aus "ihrem" Viertel haben sich die Squatters 1975 für ein Gruppenfoto auf der Straße aufgestellt
Flower-Power-Idylle: Blumen an den zerfallenen Balkonen am Tolmers Square in London - eine Aufnahme von 1973
"Hausmitteilung": Die Bewohner des "Tolmers Village" haben diese brachliegende Fläche an der Drummond Street für einen Garten in Beschlag genommen, Foto von 1974
Squatter-Leben: Momentaufnahme des Hausbesetzers Barry Shaw, fotografiert 1975 von Nick Wates, einem Chronist der Szene rund um den Tolmers Square
Leerstand: Renovierungsarbeiten an einem Haus an der Drummond Street im Norden Londons, 1975. Wenig später ziehen dort die Hausbesetzer ein.
Kampfansage: An der Rückwand der Häuser am Tolmers Square haben die Hausbesetzer ein riesiges Transparent aufgehängt, so dass die Autofahrer auf der vielbefahrenen Euston Road das Banner gut lesen können
Losung des Tages: Hausbesetzerin Atalia Avrahami 1975 mit zwei Freunden vor der Graffitiwand am Tolmers Square
Neue Freunde: Peter Cross, Peter Vetter und Andy Fay 1978 in ihrem Garten an der Railton Road in London. Die Schwulenhäuser der Hausbesetzerszene standen jedermann offen.
Gemeinschaftsgrund: Der Kommunengarten hinter der Railton Road im Süden Londons (Foto von 1975). In den Squats gab es nichts, was nicht geteilt wurde.
Zwangsräumung: Die Barrikaden von den Fenstern des Zentrums der Brixton Gay Community werden entfernt, aufgenommen 1976 nach der Ausweisung der Squatters aus dem Schwulenviertel. Das Haus wurde am nächsten Tag jedoch gleich wieder besetzt.
Heiße Pfirsiche: Mit ihrem Kampfgeist und schrillen Drag-Outfits beeinflussten die "Hot Peaches", eine radikale Schwulen-Theatergruppe aus New York, die Arbeit anderer homosexueller Theatergruppen wie die "Brixton Faeries" und die "Bloolips"
Kunst als Ausdrucksform: Diese Londoner Lesben-Theatergruppe gab sich den selbstironischen Namen "Hormone Imbalance" ("Hormonelle Unausgeglichenheit"). Foto von 1977.
Stolze Drag Queen: Jim Ennis als "Wendy Wattage" trägt 1978 sein selbstgeschneidertes Kostüm zur Schau. Die Stoffe und Materialien für seine Bühnenoutfits sammelte er sich in Second-Hand-Shops zusammen - die Anfänge der Schwulenbewegung in London.
Zigarettenpause: "Punk" Maggie und Ian Townson gönnen sich bei den Proben für das Stück "Radio Gay" im Umkleideraum des Londoner Oval-House-Theaters eine Auszeit
1975 war Peter Cross in eines der Londoner Schwulenhäuser gezogen. Das Foto von 1978 zeigt den 28-Jährigen bei seiner Arbeit im Schwulenzentrum.
"Fight Back!": Ian Townson 1978 auf einer Demonstration für mehr Rechte für Homosexuelle, aufgenommen vor der Brady's Bar in London
Regenbogenparade: Homosexuelle aus Brixton beim Gay Pride Day 1976 in Londons Zentrum
Bettgenossen: Gegen die Norm - die "Brixton Gays" teilen sich nicht nur das Bett. Aufnahme von 1978.