"Look"-Fotograf Stanley Kubrick - DER SPIEGEL
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"Look"-Fotograf Stanley Kubrick Klickwerk Orange

Bild für Bild zum Superregisseur: Bevor Stanley Kubrick mit Filmen wie "Full Metal Jacket", "Clockwork Orange" oder "Shining" zum Regie-Superstar wurde, verdiente er sein Geld als Fotograf. In seinen Bildern hielt er das Amerika der vierziger Jahre fest - und ließ so manches Mal schon das Genie späterer Tage durchblitzen.
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Früh übt sich:Bodybuilder Gene Jantzen und seine Ehefrau Pat haben ihren elf Monate alten Sohn Kent an die Stange gehängt - der Junge schaffte es tatsächlich, sich ein kleines Stück hochzuziehen. Stanley Kubrick fotografierte Familie Jantzen am 2. Juni 1947 für das New Yorker Magazin "Look".

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Bahnhofsszene: Von der "Look"-Chefredaktion erhielt Stanley Kubrick 1949 den Auftrag, Facetten des Chicagoer Lebens abzulichten - hier Berufspendler auf dem Bahnsteig. Den Job bei "Look" hatte ihm eine Freundin vermittelt, die bei dem US-Magazin arbeitete.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Backstage: Zwei Models in ihrer Garderobe - auch dieses Bild stammt aus der "Look"-Auftragsarbeit für das Stadtporträt von Chicago mit dem Titel "Stadt der Kontraste". Als Kubrick 1946 in der Bildredaktion des Magazins seinen Job antrat, war er mit seinen 18 Jahren der jüngste Fotograf in der Geschichte des Magazins.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Abgestellt: Ein Unterwäsche-Model einer Chicagoer Dessousfabrik pausiert bei einer Zigarette im Büro einer Sekretärin. Für ein gutes Motiv setzte Fotograf Kubrick die porträtierten Menschen wie Schauspieler in Szene - schon früh war damit in seinen Bildern das Faible für den Film zu erkennen.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Rind in Reih und Glied: Ein Chicagoer Schlachter im Kühlhaus posiert mit einem Fleischstück. Für sein erstes Foto hatte das US-Magazin "Look" Kubrick 25 Dollar gezahlt. Auch später sollte er nicht mehr als 105 Dollar pro Woche verdienen, "aber ich kam viel im ganzen Land herum, reiste auch nach Europa", erinnert sich Kubrick.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Funkenregen: In einer Stahlfabrik in Chicago dokumentierte Stanley Kubrick die einzelnen Produktionsschritte, hier die Schmelzanlage. Seine Freude am Fotografieren hatte Kubrick bereits mit 13 Jahren entdeckt, nachdem ihm sein Vater eine Graflex-Kamera geschenkt hatte.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Kubricks Look: Viele seiner Bilder arrangierte der junge Fotojournalist Stanley Kubrick, inszenierte mit Licht eine bestimmte Stimmung und positionierte die abgebildeten Personen. Wie ein Regisseur gab er ihnen Anweisungen, wie sie zum Beispiel zu schauen hatten - hier ein müde dreinblickender Schuljunge im Kunstunterricht.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Am Boden: Die "Look"-Chefredaktion schickte den jungen Fotografen Stanley Kubrick zu Box- und Wrestlingveranstaltungen. 1951 drehte Kubrick seinen ersten Film zu dem Thema - die Doku "Day of the Fight" über den Boxer Walter Cartier.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Blick ins Publikum: Kubricks Chicago-Fotoreportage von 1949 sollte, so lautete der Auftrag, die unbekannten Seiten der Stadt und ihrer Bürger aufzeigen. Hier porträtierte er die Zuschauerin eines Wrestlings-Kampfs - im Ring stand "Gorgeous George", damals einer der größten und bestbezahlten Profi-Wrestler.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Leben im Ghetto: Eine afroamerikanische Mutter mit ihren Kindern in einem Chicagoer Armenviertel, fotografiert 1949 vom späteren Starregisseur Stanley Kubrick.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Verregnet: Besucher strömen ins "Chicago Theatre" an der North State Street, wo eine Vorstellung mit Jack Carson, Marion Hutton und Robert Alda in den Hauptrollen läuft. Das markante Vordach des Gebäudes ist ein beliebtes Motiv bei Fotografen und gilt als inoffizielles Emblem der Stadt.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Börsen-Business: Stanley Kubrick hielt mit seiner Kamera das hektische Treiben auf dem Parkett der Chicago Board of Trade fest, der weltältesten Terminbörse. Das Bild wurde am 12. April 1949 in der "Look" veröffentlicht, den Artikel dazu mit der Überschrift "Stadt der Extreme" schrieb der Journalist Irving Kupcinet.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Kurve der L: Mit Blick von oben fotografierte Stanley Kubrick für die "Look" den städtischen Schienenverkehr, den die Chicagoer auch "die L" nennen - als Abkürzung für "elevated" ("erhöht").

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Nebulös: Ein Zug der "Chicago L" auf einer der erhöhten Bahnbrücken, die dem Schienensystem ihren Namen gaben. Im Hintergrund ragt ein riesiges Hochhaus empor, vor dessen Kulisse das Schienenfahrzeug wie ein Miniaturmodell wirkt. Der zweite Wolkenkratzer auf dem Bild ist im Nebel untergetaucht.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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Verkehr: Fußgänger passieren unter einer Brücke der "L" die Straße.

Foto: Stanley Kubrick/Library of Congress
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