Lou-Andreas Salomé "Scharfsinnig wie ein Adler, mutig wie eine Löwin"
"Lulu": Lou Andreas-Salomé im Jahr 1897. Die kluge, schöne Frau beeindruckte um die Jahrhundertwende herum zahlreiche Geistesgrößen ihrer Zeit, unter anderem Gerhart Hauptmann, Martin Buber, Boris Pasternak, August Strindberg, Arthur Schnitzler und Richard Wagner. Ganz besonders angetan von ihr war auch der Dramatiker Frank Wedekind, der von Salomé 1894 in Paris verfiel - und die Hauptperson seiner "Lulu"-Tragödie nach ihr benannte.
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Ich, Es, Über-Ich, Wir alle: Immerhin acht der auf diesem Foto versammelten 48 Teilnehmer des Weimarer Psychoanalytischen Kongresses von 1911 sind weiblich. Andreas-Salomé ist die Dame mit der Pelzstola in der ersten Reihe (5.von links). Schräg hinter ihr, in der zweiten Reihe (7. von links), befindet sich Psychoanalyse-Begründer Sigmund Freud.
Der Meister und seine Schülerin: Sigmund Freud und Lou Andreas-Salomé. Freud bezeichnete Andreas-Salomé als "Dichterin der Psychoanalyse" - und sich selbst bescheiden als "Prosaisten". 1921 veröffentlichte ausgerechnet die gnadenlose "Vertreterin des Ich-Prinzips" (so formulierte es ihre Biografin Kerstin Decker) einen Aufsatz über "Narzissmus als Doppelrichtung".
Summer of Love: Den Sommer 1897 verbrachten Lou Andreas-Salomé (rechts) und ihr Geliebter Rainer Maria Rilke (2. von links) in der Lutz-Villa in Wolfratshausen. Das Foto zeigt das Paar gemeinsam mit Lous Freundin Frieda von Bülow (links) und dem Architekten August Endell (Mitte). Im Doku-Drama sagt die alte Lou rückblickend: "Der Sommer 1897 war der schönste meines Lebens."