Lünen: Eine Schule trauert - DER SPIEGEL
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Bluttat in Lünen Eine Schule trauert

Ein 14-Jähriger stirbt an Messerstichen in den Hals. Tatverdächtig ist ein Mitschüler. Wie soll es für die Schule in Lünen nun weitergehen?
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An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen herrscht Fassungslosigkeit: Ein Schüler soll einen Mitschüler getötet haben.

Foto: Lukas Schulze/ Getty Images
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Eltern, Schüler, Lehrer trauern um den 14-Jährigen. Vor der Schule haben viele Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.

Foto: Guido Kirchner/ Guido Kirchner/dpa
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Auch ein Fußball liegt zwischen den Trauerkerzen. Der getötete Junge spielte in einem Fußballverein.

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In allen Schulen und im Lüner Rathaus gab es für den getöteten 14-Jährigen um 12.00 Uhr eine Schweigeminute.

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Schulleiter Reinhold Bauhus ist erschüttert von der Tat. "Unser tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Freunden", heißt es auf der Homepage der Schule. Für die Kinder sei es trotzdem wichtig, zur Schule zu gehen. Die vertrauten Strukturen sollen ihnen Halt geben.

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Der Schulbetrieb hat deshalb wieder begonnen. Es findet jedoch kein Unterricht statt. Die Schüler werden stattdessen von Lehrern, Seelsorgern und Schulpsychologen betreut.

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Willi Wohlfeil ist einer der Seelsorger. Er ist seit Mittwoch in der Schule im Einsatz.

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Für die Schüler sei die Tat noch immer unfassbar, sagt Wohlfeil. Einige hätten Angst, zur Schule zu gehen. Andere könnten nicht verstehen, warum ihre Schule plötzlich so in der Öffentlichkeit steht.

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Für die Schüler sei nun besonders wichtig, dass sie sich wieder sicher in der Schule fühlen, sagt Wohlfeil.

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Den Schülern rät er, alles zu machen, was ihnen guttut. Zum Beispiel Fußball spielen, sich mit Freunden treffen, den Alltag zulassen.

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Der Deutsche Lehrerverband forderte nach der Bluttat in Lünen eine breitere Unterstützung für den Kampf gegen die Gewalt an Schulen. "Schule alleine und auf sich gestellt kann wenig bewirken", sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?