Luftarchäologe - DER SPIEGEL
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Luftarchäologe "Drei Kreise, das war mal eine Burg"

Die Lufthoheit über dem Pott hat ein Chinese. Mit der Cessna sucht Baoquan Song Spuren der letzten Jahrtausende, eine Karte braucht der Luftarchäologe längst nicht mehr. Das Adrenalin schießt ihm bei überraschenden Entdeckungen in die Adern: "Man möchte schreien in so einem Moment."
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Lufthoheit über dem Ruhrgebiet: Bevor Baoquan Song seine Kreise zieht, tankt er die Cessna voll. Wer sich über hohe Preise für Autobenzin aufregt, sollte lieber nicht auf den Flieger umsteigen: Weit über zwei Euro kostet ein Liter. Song ist Luftarchäologe, einer von nur zehn in Deutschland. mehr...

Foto: Fritz Habekuß
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Unterwegs: Song kennt sich im und vor allem über dem Ruhrgebiet bestens aus, wo er schon studierte und promovierte. In der Luft orientiert er sich mit der Karte oder mit einem Blick aus dem Cockpit, GPS-Unterstützung braucht er dabei nicht,...

Foto: Fritz Habekuß
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...sie hilft ihm allerdings dabei, die Bilder später den richtigen Fundstellen zuordnen zu können. Auf seiner Kamera hat der Luftarchäologe einen GPS-Empfänger installiert. Er fotografiert zum Beispiel alte Burgen oder Hinterlassenschaften der Römer, die man nur aus der Luft überhaupt erkennen kann.

Foto: Fritz Habekuß
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Hochschulklotz von oben: Wenn Song nicht im Cockpit seiner Cessna sitzt, arbeitet er an der Ruhr-Universität Bochum. Beim Rückflug fliegt er eine Schleife um den riesigen Campus.

Foto: Fritz Habekuß
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Rückkehr: Nach etwas mehr als zwei Stunden landet die Maschine wieder sicher auf dem Flugplatz in Marl. Der Wind ist unproblematisch, er kommt leicht von der Seite.

Foto: Fritz Habekuß
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Fingerzeig: In der Luft drückt der Fahrtwind das Fenster nach oben, am Boden muss es Song für das Foto offen halten.

Foto: Fritz Habekuß
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Bis zum nächsten Mal, kleine Cessna: Nach dem Flug steht die Maschine wieder vor dem Hangar. Sie gehört dem Flugplatz, Song mietet sie stundenweise an.

Foto: Fritz Habekuß
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