Luftfahrtlegende Hilflos über Paris
Tollkühner Held: Alberto Santos-Dumonts Flugversuche waren immer wieder ein Spektakel, dem das staunende Publikum gern beiwohnte. So brachte er es mit seiner Kastendrachen-Konstruktion "14bis" sogar auf das Titelblatt des "Le Petit Journal".
Alltagstaugliches Gefährt: Stolz präsentiert Alberto Santos-Dumont 1903 sein Luftschiff "Nr. 6". Zu dieser Zeit flog er mit seinen Konstruktionen auch gern zu einem seiner Lieblingsrestaurants, band das Schiff fest, speiste und flog weiter. Für die Pariser war der Anblick seiner gasbefüllten Ballons daher bald alltäglich.
Um den Eiffelturm: Am 19. Oktober 1901 schaffte es Alberto Santos-Dumont mit seinem Luftschiff "Nr. 6" endlich als erster Mensch in 30 Minuten die elf Kilometer von Saint-Cloud zum Eiffelturm zu fliegen und ihn zu umrunden. Er gewann damit den vom Industriellen Henri Deutsch de la Meurthe gestifteten Preis von 100.000 Francs.
In die Luft gehen: Bevor er mit der Konstruktion von Flugzeugen begann, beschäftigte sich Alberto Santos-Dumont mit Luftschiffen, die von gasbefüllten Ballons getragen wurden. der Pilot saß darunter in einer Gondel, hinter der ein kleiner Motor ratterte und das Gefährt durch die Luft trieb. Dass Santos-Dumont immer wieder üble Bruchlandungen damit hinlegte war ihm egal - die Luftfahrt war sein Leben.
Gastpilot: Am 12. Oktober 1915 flog Alberto Santos-Dumont als ein Gast des Aero Club of America in Long Beach bei New York.
Alberto Santos-Dumont: Der in Paris lebende Brasilianer war der erste Mensch, der es nach vielen Anläufen schließlich schaffte, in 30 Minuten die elf Kilometer von Saint-Cloud zum Eiffelturm und zurück zu fliegen.
Bereit zum Start: Alberto Santos-Dumont im Januar 1907 mit einer seiner propellerbetriebenen Flugzeug-Konstruktionen.
Luftiger Scherz: Nicht alle seine Zeitgenossen nahmen den nur 1,67 großen Brasilianer Santos-Dumont ernst. So verewigte beispielsweise George Hum ihn in dieser Karikatur mit seinem Luftschiff "Nr. 6".
Die "Demoiselle": Nachdem er jahrelang Luftschiffe konstruiert hatte, begann Alberto Santos-Dumont schließlich auch propellerbetriebene Flugzeuge zu entwerfen und zu bauen. Beispielsweise diese "Demoiselle" von 1909.
Die "Demoiselle" im Schnee: Alberto Santos-Dumont interessierte sich bereits als Kind für Mechanik und beobachtete gern die tropischen Vögel in Brasilien, wo er aufwuchs. In seiner Freizeit verschlang er zudem die Abenteuerromane von Jules Verne, insbesondere die, in denen es um Reisen durch die Luft ging.
Vor dem Start: Alberto Santos-Dumont am 19. Oktober 1901 im Korb eines Ballons, mit dem er zu einem seiner tollkühnen Flüge aufbrach. Dem Brasilianer zu Ehren wurde einer der beiden Flughäfen von Rio den Janeiro "Aeroporto Santos Dumont" getauft.
Prototyp mit Ganzkörperlenkung: Ein Modell zeigt die Konstruktion von Alberto Santos-Dumonts Kastendrachen-Flugzeug "14bis", mit dem er 1906 etwa 60 Meter weit flog. Dabei musste er allerlei Verrenkungen machen, um alle Ruder zu bedienen, da sie durch dünne Drähte mit dem Rücken seines Jacketts befestigt waren.
Auf in den Himmel: Alberto Santos-Dumont startet um 1908 in einem seiner selbst konstruierten Luftschiffe von einem Feld in Frankreich.
Posieren mit der "Demoiselle": Auch andere Flugpioniere der Zeit interessierten sich für Alberto Santos-Dumonts Luftschiff- und Flugzeugkonstruktionen. So ließ sich etwa der der Schweizer Pilot Edmond Audemars bei einem Fliegertreffen im Juli 1920 im britischen Bournemouth mit einer "Demoiselle" fotografieren.
Jungfernflug: Am 22. Oktober 1906 hob Alberto Santos-Dumont mit seiner "14bis", umringt von Fotografen, Presse und den Mitgliedern des Aero-Clubs, ab und flog in etwa zwei bis drei Metern Höhe 60 Meter weit - eine Sensation!
Der Bambusflieger: Alberto Santos-Dumont im Flug mit seiner "Demoiselle" um 1909. Das knapp acht Meter lange Leichtflugzeug war aus Bambus und wog inklusive Motor nur etwa 110 Kilogramm.
Stolzer Erfinder: Der Flugpionier Alberto Santos-Dumont posiert für einen Fotografen um 1910 in der Gondel eines seiner Luftschiffe. Nach etlichen Unfällen und Abstürzen hatte der Brasilianer es endlich geschafft, das Flugverhalten seiner Konstruktionen zu stabilisieren. Er hatte sogar einen "Omnibus" gebaut, ein Luftschiff mit mehreren Passagierkörbchen.