Luftfahrtlegende - DER SPIEGEL
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Luftfahrtlegende Highlife in der "Super Connie"

Verliebte Filmstars und explodierende Kaffeemaschinen: Vor 60 Jahren hob die Super Constellation zum ersten Mal ab. Bald darauf verband sie Deutschland mit dem Rest der Welt. Auf einestages erinnert sich die Stewardess Edith Simon an den Jungfernflug - und irren Luxus über den Wolken. Von Katja Iken
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Lockheed "Starliner": Der ab 1956 gebaute sogenannte Starliner gilt als technische Krönung der Constellation-Baureihe. Im März 1958 setzte die Lufthansa das Modell unter dem Namen "Super Star" erstmals auf den Nordatlantikrouten ein - Langstrecken konnten nun endlich ohne die zuvor notwendigen Tankstopps auf Neufundland zurückgelegt werden.

Foto: Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung
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Stewardess der ersten Stunde: Die Stewardess Edith Simon um 1960 vor einer Lufthansa-Maschine. Am 8. Juni 1955 war die gebürtige Bremerin mit an Bord der Super Constellation auf dem Eröffnungsflug nach New York.

Foto: Edith Simon
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"Beste Dreimotorige der Welt": Eine Lockheed Super Constellation der Lufthansa der Baureihe C, aufgenommen um 1960, kurz vor dem Start auf einem deutschen Flugplatz. Die vier Propellermotoren der "Super Connie" waren äußerst störanfällig, immer wieder fiel während der Flüge ein Motor aus - was dem Flugzeug den Spitznamen "Beste Dreimotorige der Welt" eingebracht hat.

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Harter Job: Wer wie Edith Simon (Foto von 2005) in den fünfziger Jahren bei der Lufthansa als Stewardess arbeiten wollte, musste nicht nur gut aussehen, sondern auch unverheiratet sein, zudem mehrere Sprachen sprechen, über exzellente Tischsitten und eine gute Allgemeinbildung verfügen.

Foto: Edith Simon
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Wegbereiter der Luftfahrt: Der Rumpf einer Super Constellation hebt am 26. Januar 1955 im kalifornischen Burbank ab - am Kran der Fertigungshalle der Lockheed Corporation. Im gleichen Jahr eröffnete die Lufthansa mit der "Super Connie" ihren interkontinentalen Linienflug.

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Abgestellt: Einige Super Constellations der Lufthansa warten um 1960 in einem Flugzeughangar auf ihren Einsatz. Mit dem neuen Jahrzehnt begann das Zeitalter der Düsenflieger, nach und nach verdrängten die neuen Jets die Propellerflugzeuge von den Transatlantikstrecken.

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Inspektion: Wartungsarbeiten an der Lockheed L1649A "Super Star", aufgenommen in den sechziger Jahren auf einem deutschen Flughafen.

Foto: Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung
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Prominente Mission: Für die Verhandlungen über die Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen flogen Bundeskanzler Konrad Adenauer und seine Delegation mit zwei Lufthansa-Propellerflugzeugen des Typs Super Constellation nach Moskau. Am 14. September 1955 landeten sie wieder in Köln-Wahn (Foto).

Signatur im Bundesarchiv: Bild 146-2005-0141

Foto: Das Bundesarchiv/Helmut J. Wolf
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Wohnlicher Passagierraum: Fluggäste dinieren in der komfortablen Senator-Klasse der "Super Connie". Mit dem Slogan "Sessel streck dich, Tischlein deck dich" warb die Lufthansa in einer Broschüre für die sogenannte Senator-Klasse, die mit der heutigen Business Class zu vergleichen ist.

Foto: Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung
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Traumjob Stewardess: Als Flugbegleiterin kam Edith Simon in der ganzen Welt herum - so reiste sie 1960 auch nach Ägypten (Foto). "Ich fühlte mich in Deutschland eingesperrt und hatte einen ungeheuren Drang, fremde Länder zu entdecken", beschreibt die heute 77-Jährige im Rückblick ihre Motivation, damals bei der Lufthansa anzuheuern.

Foto: Edith Simon
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Kraftpakete: Vier Wright-Sternmotoren mit insgesamt mehr als 12.000 PS hielten die "Super Connie" in der Luft. Die mit drei Abgasturbinen versehenen Triebwerke waren durstig - und störanfällig. Die Lufthansa verzeichnete auf jedem dritten Flug einen Triebwerksausfall.

Foto: Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung
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Arbeitstier: Die Super Constellation flog nicht nur Passagiere, sondern wurde auch als Frachtmaschine eingesetzt. Hier werden gerade amerikanische Dressurpferde aus einem Lastesel der Lufthansa entladen.

Foto: Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung
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In Tropenuniform auf die "Super Connie": 1956 flog Stewardess Edith Simon mit der Super Constellation erstmals über Paris und Dakar nach Buenos Aires - in dieser himmelblauen, für damalige Verhältnisse sensationell schicken Tropenuniform.

Foto: Edith Simon
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Am Flughafen: Eine "Super Star" wird auf ihren nächsten Flug vorbereitet. Die Koffer sind bereits verladen, das Service-Personal schon an der Maschine angekommen.

Foto: Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung
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Über den Wolken: Die Konstruktion der Super Constellation ging auf die Initiative des legendären Luftfahrtpioniers Howard Hughes zurück. Er hatte vom Flugzeugbauer Lockheed ein Flugzeug gefordert, das über eine Druckkabine verfügen sollte, um auf einer Flughöhe von 6100 Metern mit einer Geschwindigkeit von 400 Kilometer pro Stunde über eine Strecke von mehr als 5000 Kilometern fliegen zu können. Hughes war Hauptaktionär der Transcontinental & Western Airlines, kurz TWA, und einer der Hauptabnehmer der Super Constellation. Eine Tatsache, der die "Connie" ihr...

Foto: Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung
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...charakteristisches Dreifach-Leitwerk verdankte: Der große Abstand der Triebwerke zueinander bedingte eine große Leitwerksfläche. Weil die "Connie" mit einem entsprechend hohen Seitenleitwerk aber nicht mehr durch die Tore der TWA-Hangars gepasst hätte, bekam der Flieger kurzerhand drei kleine Seitenleitwerke verpasst.

Foto: Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung
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Cockpit: 2007 ersteigerte die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung drei "Super Star"-Flugzeuge, die nach Auburn im US-Bundesstaat Maine gebracht worden sind. Dort sollen aus den drei Maschinen eine funktionstaugliche zusammengefügt werden. Das Foto zeigt das Cockpit einer dieser drei L-1649 in der Werkstatt von Auburn.

Foto: Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung
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