Lukas Podolski: Ein Weltmeister tritt ab - DER SPIEGEL
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Lukas Podolski Ein Weltmeister tritt ab

Gegen England bestreitet Lukas Podolski sein 130. und letztes Länderspiel. Der 31-Jährige hat eine ereignisreiche Laufbahn hinter sich.
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Lukas Podolski hat jahrelang das Gesicht der deutschen Nationalmannschaft geprägt. Sein Rücktritt kommt wenig überraschend.

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Wie alles begann: Zwei Jahre nach seinem Debüt wurde Podolski 2006 für den deutschen WM-Kader nominiert. Er schoss drei Tore und wurde zum besten Nachwuchsspieler des Turniers gekürt.

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Damals konnte er vor allem im Trikot des 1. FC Köln noch häufiger jubeln. Für seinen Heimatklub, dessen Heimspiele er immer noch regelmäßig besucht, erzielte er insgesamt 46 Tore.

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Internationale Top-Klubs wurden auf das Talent aufmerksam. 2006 folgte der Wechsel zum FC Bayern München. In drei Jahren absolvierte Podolski 71 Spiele für den Rekordmeister, in denen er 15 Tore erzielte.

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Für die Nationalmannschaft traf er insgesamt 48-mal - wie hier im Mai 2013 gegen Ecuador. Nach nur neun Sekunden erzielte er den ersten Treffer - das am schnellsten erzielte Tor in einem Länderspiel der Nationalmannschaft.

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Nach einer enttäuschenden Zeit in München zog es Podolski 2012 nach London. Bei Arsenal wurde der damals 28-Jährige aber nur bedingt glücklich.

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Die Gunners und Trainer Arsène Wenger setzten nur selten auf Podolski. Oft musste er mit einem Platz auf der Bank Vorlieb nehmen.

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Auch in der Nationalmannschaft war er nicht mehr unumstritten. Die Konkurrenz auf seiner Außenposition war groß.

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In der Qualifikation zur WM 2014 bestritt Podolski nur ein Spiel von Beginn an. Ansonsten blieb ihm nur die Jokerrolle. Die entscheidenden Quali-Spiele im Herbst 2013 verpasste er wegen eines Muskelbündelrisses.

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Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien kam Podolski nur in zwei Partien zum Einsatz. Zum Auftakt gegen Portugal wurde er in der Schlussphase eingewechselt. Im entscheidenden Gruppenspiel gegen die USA stand er in der Startelf, wurde aber zur Halbzeit durch Miroslav Klose ersetzt.

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2015 wurde er von den Gunners an Inter Mailand ausgeliehen. Dort erhoffte sich Podolski mehr Einsatzzeiten. Doch der italienische Traditionsklub machte von der Kaufoption keinen Gebrauch.

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Deswegen stand der nächste Wechsel an: Seit 2015 spielt Podolski für Galatasaray Istanbul.

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In der Nationalmannschaft kam Podolski nur noch sporadisch zum Einsatz. Sein vorerst letztes Länderspiel von Beginn an bestritt er am 10. Juni 2015 gegen die USA. Bei der EM 2016 reichte es nur zu einem Kurzeinsatz im Achtelfinale.

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Dennoch betonte Bundestrainer Joachim Löw immer wieder die Wichtigkeit von Podolski. Kritiker warfen dem 56-Jährigen vor, mit der Nominierung Podolskis einen Fehler gemacht zu haben.

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Podolski und Bastian Schweinsteiger bei der Filmpremiere von "Die Mannschaft". Die beiden waren bis zuletzt die dienstältesten Spieler im DFB-Team. Podolski debütierte 2004 im DFB-Team.

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13 Jahre später verabschiedet er sich endgültig aus der DFB-Elf. "Ich habe dem Bundestrainer gesagt, dass ich ab sofort nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen werde. Ich trete kürzer und widme mich mehr anderen Dingen. Am meisten natürlich meiner Familie", schrieb Podolski schon am 15. August 2016 auf Facebook. Für das Freundschaftsspiel gegen England macht er eine Ausnahme und gibt seine Abschiedsvorstellung.

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Trotz seiner schwierigen Phase werden seine Fans das Bild des jubelnden Podolski in Erinnerung behalten.

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Zudem hat er seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicher. Nur Lothar Matthäus (150) und Miroslav Klose (137) absolvierten mehr Länderspiele. Mit 48 Treffern steht er in der ewigen DFB-Torjägerliste auf dem vierten Rang.

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