Luxemburg und Liebknecht - DER SPIEGEL
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Legendenbildung Wer tötete Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Linke Legenden: Im Januar 1919 töteten Rechtsextreme die KPD-Führer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Der Mord wirkt bis heute nach - Tausende ziehen zu den Jahrestagen an das Grab der beiden Revolutionäre. Und bis heute gibt es Streit, ob sie ein Sozialdemokrat oder ein Kommunist ans Messer lieferte.
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Luxemburg-Liebknecht-Manifestation 1988: Mit einer jährlichen "Kampfdemonstration" ehrte die SED die 1919 ermordeten kommunistischen Märtyerer. Als sich 1988 Regimekritiker mit Plakaten mit dem Luxemburg-Zitat "Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden" unter die Demonstranten mischten, wurden sie von der DDR-Staatssicherheit verhaftet.

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Mordopfer Liebknecht: Die Aufnahme des toten Spartakus-Führers entstand im Berliner Leichenschauhaus kurz nach seiner Ermordung. Rosa Luxemburgs Leiche, die die Mörder in den Landwehrkanal geworfen hatten, wurde erst am 1. Juni 1919 gefunden; die Revolutionärin wurde am 13. Juni neben Liebknecht auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin beigesetzt.

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Mordaufruf: Nachdem rechte Gegner der Weimarer Republik zum Mord an Karl Liebknecht aufgerufen hatten, tauchten der KPD-Führer und seine Mitstreiterin Rosa Luxemburg unter. Es half nicht mehr - sie wurden verraten, verhaftet, misshandelt und von Angehörigen der Garde-kavallerie-Schützen-Division ermordet.

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Trauerzug für Luxemburg und Liebknecht: Diese Aufnahme von der Beisetzung des ermordetem KPD-Führers Karl Liebknecht und anderer Opfer des Spartakus-Aufstandes wurde auch als Postkarte verbreitet. Die sterblichen Überreste von Liebknechts Mitstreiterin Rosa Luxemburgs wurden erst am 1. Juni 1919, fast ein halbes Jahr nach der Tat, aus dem Landwehrkanal geborgen.

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Rosa Luxemburg auf einem SPD-Parteitag: Die spätere Mitbegründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) forderte im sogenannten Revisionismusstreit, der um die Wende zum 20. Jahrhundert unter den Sozialdemokraten tobte, mit harten Formulierungen die Ächtung des pragmatischen Parteigranden Eduard Bernstein.

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Rosa Luxemburg: Die sozialistische Politikerin war Mitbegründerin des Spartakusbundes, der am 30.12.1918 zusammen mit Bremer Linksradikalen die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) gründete. Als die KPD jedoch einen Boykott der Wahlen zur Nationalversammlung beschließt, sind sie und ihr Mitstreiter Karl Liebknecht dagegen.

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Der "Horst-Wessel-Platz" in Berlin: Die Nazis benannten den Bülow-Platz in Berlin-Mitte 1934 nach ihrem "Märtyrer" Horst Wessel - nicht zuletzt, weil dort das Karl-Liebknecht-Haus, die KPD-Zentrale, lag. Nach dem Untergang Nazideutschlands drehten die Kommunisten den Spieß um und benannten den Platz nach ihrer eigenen Märtyrer-Ikone in Rosa-Luxemburg-Platz. So heißt er heute noch.

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Familienporträt Rosa Luxemburg: Rosa Luxemburg wurde 1870 im polnischen Zamo?? geboren. 1919 ermordeten rechtsextremen Freikorpsler die charismatische Politikerin, die als Mitbegründerin des Spartakusbundes und der KPD für eine sozialistsche Revolution in Deutschland eintrat.

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Liebknecht spricht: Nach der Beisetzung von Opfern eines Zusammenstosses zwischen Regierungstruppen und Spartakisten in der Berliner Chausseestraße tritt der führende Linkspolitiker am 6. Dezember 1918 bei einer politischen Trauerfeier auf. Am 15. Januar 1919 wurde er selbst von Mitgliedern eines rechtsextremen Freikorps ermordet, gemeinsam mit seiner Mitstreiterin Rosa Luxemburg.

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Umjubelter Empfang: Der spätere DDR-Präsident Wilhelm Pieck (l.) spielte bei der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht eine bis heute nicht ganz geklärte Rolle. Die Aufnahme zeigt ihn a 30. August 1927 am lehrter Bahnhof beim Empfang der gerade aus dem sowjetischen Exil zurückgekehrten Frauenrechtlerin und Kommunistin Clara Zetkin.

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Spartakus-Aufstand: Am 5. Januar 1919 brach in Berlin nach einer Massendemonstration der Spartakus-Aufstand los. Nach elf Tagen heftiger Kämpfe wurde die Rebellion mit äußerter Brutalität niedergeschlagen, die vermeintlichen Rädelsführer, die kommunistischen Politiker Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, von Freikoprs-Milizionären ermordet. Die Aufnahme zeigt Spartakisten, die während der Kämpfe im Berliner Zeitungsviertel hinter einer zerschossenen Barrikade vor dem Gebäude der SPD-Zeitung "Vorwärts" ausharren.

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KPD-Chef Ernst Thälmann: Der KPD-Vorsitzende Ernst "Teddy" Thälman stand Anfang der dreißiger Jahre einer parteiniternen Untersuchungskommission vor, die die Rolle des Genossen Wilhelm Pieck bei der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts untersuchen sollte. Die Dokumente wurden nie veröffentlicht, Thälmann starb 1944 im KZ - und Pieck avanciert zum ersten Präsidenten der DDR.

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